Vereinsinformation

 

Besuch der Bunkeranlagen bei Saint-Omer

 

Der Direktor des Historisch-Technischen-Informationszentrumm, Herr Mühldorfer-Vogt und sein Stellvertreter Herr Profe, hatten am 03.Mai eine Reise nach Saint-Omer zum Besuch der in der Nähe befindlichen Bunkeranlagen zum Einsatz der V-Waffen während des 2. Weltkrieges geplant

.

Ziel dieser Reise war, das errichtete Museums LA COUPOLE ( die Kuppel) kennen zu lernen, Kontakte zu den Mitarbeitern herzustellen und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit bei der Darstellung der Geschichte der V-Waffen zu beraten.

 

LA COUPOLE liegt etwa 5 km von der Stadt Saint-Omer entfernt. Die Anlage besteht aus einem in der Zeit von 1943 bis 1944 errichteten Bunker zur Lagerung, Vorbereitung und Abschuss von V-2 Raketen gegen London.

 

Heute ist diese Anlage zu einem aus europäischen und nationalen Mitteln geförderten Zentrum für Geschichte und Erinnerung umgebaut. Dem Besucher soll vermittelt werden, was totaler Krieg bedeutet und das die Eroberung des Weltalls paradoxer Weise auf der V-2 Technologie basiert.

 

Weiterhin beschäftigt sich das Museum mit dem Thema der deutschen Besetzung der Region Nord-Pas-de-Calais.

 

Auf Einladung des HTI hatte ich die Möglichkeit, an dieser Reise teilzunehmen. Am 02.Mai traten wir die ca. 1500 km lange Reise über die Niederlande und Belgien nach Saint-Omer an. Nach ca. 15 stündiger Fahrzeit erreichten wir unser Ziel.

 

Am 03. Mai trafen wir uns mit dem Direktor des Museums, Herrn Yves Le Maner. Zur Hilfe und Unterstützung unseres Treffens hatte die französische Museumsleitung die Direktorin  des in Lille ansässigen Goethe Instituts, Frau Dorothee Ullrich, eingeladen. Damit hatten wir im folgenden Gedankenaustausch keine Verständigungsprobleme.

 

Wir besichtigten nach einer kurzen Einführung die Ausstellung.  Ein installiertes Audiosystem ermöglichte eine deutschsprachige Erläuterung der Ausstellung.

 

Zunächst durchquerten wir einen ca. 300 m langen unterirdischen Stollen, der sich noch fast in seinem ursprünglichen Zustand befand. Die Nüchternheit dieser Umgebung, die Stille und die konstante Temperatur von ca.7 ° C vermitteln dem Besucher eine Atmosphäre wie zur Entstehungszeit der Anlage. Das weitläufige, in den Kalksteinfelsen getriebene, Tunnelsystem erstreckt sich über mehrere Kilometer, das heute für die Besucher nicht mehr zugänglich ist. Diese Stollen sollten zur sicheren Lagerung der V-2 Raketen dienen.

 

Nach dem Verlassen des Stollens gelangten wir über einen der beiden Fahrstühle in eine 42 m höher gelegene Betonkuppel, die der Anlage den Namen gegeben hat. Nach dem Verlassen des Fahrstuhls erblickten wir eine hervorragend restaurierte V-2, die aus Beständen der Smithsonian Institution in Washington stammte.

 

An einem animierten Modell der Gesamtanlage wurde die Funktion der einzelnen Teile bis zum Abschuss einer Rakete verständlich dargestellt.

 

In zwei Kinosälen können die Besucher sich über die Themen „Hitlers Geheimwaffen" und „Die deutsche Besetzung in Nordfrankreich“ informieren.

 

Nach dem Rundgang unter der Kuppel gelangten wir wieder über den Fahrstuhl in das Zentrum der Abschussanlage, den Polygon. Als Polygon wird der Abschnitt zur Vorbereitung der Rakete zum Abschuß bezeichnet. Dieser Bereich wurde nicht mehr vollendet. In dem 41 m tiefen und 21 m hohen Raum sollten die Raketen vertikal gelagert, betankt und auf die Flugbahn eingestellt werden und von dort zum Startplatz verbracht werden.

 

Im letzen Teil der Ausstellung wurde die Nutzung der deutschen Raketenentwicklungen durch die Alliierten zunächst für militärische Zwecke im kalten Krieg und die dann folgende zivile Nutzung bei der Eroberung des Weltalls dargestellt.

 

Im Anschluss an unseren Rundgang wurden wir von Herrn Le Maner zu einem Arbeitsessen eingeladen, dass in einer angenehmen Atmosphäre verlief.  Der Gedankenaustausch über eine engere Zusammenarbeit war sehr konstruktiv. Es  wurden erste Schritte vereinbart, bei deren  Realisierung Frau Ullrich uns  ihre Unterstützung angeboten hat.

 

Am 04. Mai besuchten wir das ca.60 km entfernte Yper, einen Ort an dem während des 1.Weltkrieges erstmals Giftgas eingesetzt wurde. Das Museum, das sich mit diesem Thema beschäftigt ist international anerkannt und zeigt dem Besucher anschaulich die Schrecken des Krieges.

 

Dieser Besuch vermittelte uns viele Anregungen für die weitere Gestaltung im HTI. Am  05. Mai kehrten wir dann zurück.

 

 

 

Wir danken für die Spenden

 

    Herrn Konsul Niethammer, Hellmut E. W.                   500 Euro

    Herrn Konsul Sieger, Hermann Walter                       500 Euro

 

 

 

Dankschreiben des Leiters HTI für die Finanzierungsbeteiligung an der

Walter-Schleuder

 

Peenemünde, den 23.02.2006

 

Sehr geehrter Herr Schmidt,

 

dank Ihrer freundlichen Unterstützung und Ihrer Finanzierungsbeteiligung mit dem Betrag von 8.000 Euro können wir gemeinsam mit dem Förderverein Peenemünde ein weiteres Großexponat, die Walter-Schleuder, nach Peenemünde zurückholen. Dies ist ein großer Zugewinn für das Museum, das auf Grund der Demontage und der anschließenden Zerstörung der verbliebenen Anlagen und Gebäude im Zuge des Potsdamer Abkommens über nur wenige Originalstücke verfügt. Wir hoffen, dass sich die Aufstellung der Walter-Schleuder bald realisieren lässt und somit viele Urlauber unser Museum Peenemünde besuchen werden.

Momentan sind wir dabei den Transport von Twenthe nach Peenemünde zu planen. Gerne werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Wir danken Ihnen nochmals für Ihre Unterstützung und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Mühlendorfer-Vogt M.A.

Leiter HTI

 

 

 

 

Peenemünde im Spiegel der Presse

 

Ostseezeitung Donnerstag, 16. März 2006

Walter-Schleuder angekommen


Peenemünde Die Auflieger von zwei Sattelschleppern, die gestern Kurs auf das Museum Peenemünde nahmen, trugen eine historisch wertvolle Fracht. Fast komplett erhalten geblieben ist eine so genannte Walter-Schleuder, die einst der deutschen Wehrmacht als Katapult zum Abschuss von Fi-103-Flügelbomben, von den Nazis zynisch als Vergeltungswaffe 1 bezeichnet, diente. Ihr Einsatzort war das französische Pas de Calais, gerichtet waren ihre Geschosse vor allem auf London. Von den britischen Truppen erbeutet, kam die 48 Meter lange und bis zu sechs Meter hohe Abschussrampe nach dem Krieg in das Luftfahrtmuseum im niederländischen Twenthe. Von diesem hat das Museum Peenemünde mit Unterstützung seines Fördervereins das Exponat erworben.

Nun, da die Teile der Walter-Schleuder in Peenemünde angekommen sind, steht vor den Mitarbeitern des Museums noch ein gehöriges Stück Arbeit. Auf einem bislang ungenutzten Freigelände wird die Rampe wieder aufgebaut und damit unter anderem daran erinnert, dass im Bereich der Heeresversuchsanstalt Peenemünde einst zwei derartige Schleudern und eine so genannte Borsig-Schleuder genutzt wurden, von denen heute nur noch geringe Reste vorhanden sind. Die Teile werden nach ihrer Montage, die zu Ostern beendet sein soll, die Sonderausstellung „Ein Museum packt aus – Großexponate im HTI Peenemünde“ bereichern, unter anderem in unmittelbarer Nachbarschaft zu den beiden vor einigen Zeit erworbenen Werkbahnwagen. Zu den Fragen, auf die mit dieser Sonderexposition Antwort gegeben werden soll, gehört nicht zuletzt die nach Anliegen und Aufgaben der Restaurierung derartiger Exponate. Die Walter-Schleuder dient aber vor allem dazu, die These zu untermauern, dass an kaum einer anderen historischen Stätte Nutzen und Risiken technischen Fortschritts miteinander so verwoben sind wie in Peenemünde. Letztlich diente diese für damalige Verhältnisse hoch entwickelte Technik der Vernichtung menschlichen Lebens.

D. BUTENSCHÖN

AK 15.Mai 2006

Peenemünder Museum wartet zur Saison mit einigen Neuheiten auf

HTI-Chef setzt auf Transparenz

 

Peenemünde (AK/olm). Mit viel Elan und Optimismus startet Christian Mühldorfer-Vogt in seine erste Saison als Museumsdirektor des Historisch-Technischen Informationszentrums Peenemünde. „Ich hatte einen sehr guten Start und hoffe, dass es so weitergeht“, meint er mit Rückblick auf die ersten vier Monate. Nach dem schwierigen Winter ließen zudem die April-Zahlen hoffen, dass das Ziel von 245 000 Besuchern bis zum Jahresende realistisch zu erreichen ist. Das wäre ein leichtes Plus von 5000 Gästen gegenüber dem Vorjahr.

Mit mehr Transparenz bei Restaurierungsarbeiten, attraktiven Sonderausstellungen und dem bewährten Veranstaltungsmix will das HTI-Team künftig wieder mehr Gäste anlocken.

Familienticket beliebt

Als Erfolg habe sich bereits in den ersten Wochen das neu eingeführte Familien-Ticket erwiesen. Demnächst soll ein Kombi-Ticket in Zusammenarbeit mit der Usedomer Bäderbahn dazukommen. In der engeren Kooperation mit der Tourismuswirtschaft sieht der Museumschef noch unausgeschöpftes Potenzial, das allen Partnern zugute kommen könnte. Inhaltlich lautet eines der Schlagworte Transparenz. „Viele Leute fragen sich: Was machen die eigentlich die ganze Zeit im Museum?“, sagt er schmunzelnd.
Eine erste Antwort des HTI auf solche Fragen ist die Sonderausstellung „Ein Museum packt aus“ zu den Großexponaten des Hauses, die bis zum Herbst gezeigt wird und in deren Rahmen erstmals das Kesselhaus individuell besichtigt werden kann. Durch die positive Resonanz der Besucher sieht er sich in seinem Ansatz bestätigt. Deshalb sollen auch wichtige Restaurierungsarbeiten künftig stärker unter den Augen des Publikums ablaufen. „Man muss nicht immer versuchen, den Besuchern fertige Antworten zu liefern“, macht Mühdorfer-Vogt deutlich. So werden die Gäste schon bald vom neuen Museumscafé zuschauen können, wie die einzelnen Module der Walter-Schleuder restauriert werden. Ähnlich sieht es bei der Werkbahn aus.
Mehr Transparenz für Wissenschaftler verspricht indes die derzeitige Aufarbeitung des umfangreichen Archivs in Form einer Datenbank. Die zusammengetragenen Unter-
lagen sollen in einer Präsenzbibliothek für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Seine erste Feuerprobe bestanden hat indes zu Ostern das noch von seinem Vorgänger Dirk Zache angeschobene Audio-Guide-System. „Ich hatte zunächst organisatorische Schwierigkeiten befürchtet, aber die haben sich nicht bestätigt“, freut sich der HTI-Chef. In den ersten Wochen nutzten durchschnittlich 50 Interessenten pro Tag den Audio Guide. Noch im Mai soll auch die neue Homepage des Museums vorgestellt werden.

 2008 schon im Blick
Einen wichtigen Schwerpunkt in Mühldorfer-Vogts inhaltlichen Vorstellungen nehmen attraktive Sonderausstellungen ein. Wegen der Kürze der Zeit wird man sich in dieser Saison noch auf kleinere Expositionen mit Textilgestaltung sowie Fotos beschränken, doch für die kommenden Jahre hat der Museumsdirektor schon einige „dicke Brocken“ auf seiner Liste, zum Beispiel im Jahr 2008 eine große Ausstellung zum Ende des Ersten Weltkriegs vor 90 Jahren. „Man kann das Dritte Reich nicht ohne das Kaiserreich verstehen“, ist er überzeugt.
Bei den Veranstaltungen soll der bewährte Mix aus Vorträgen, Lesungen, Theater und Musik erhalten bleiben. So werde man die Zusammenarbeit mit der Vorpommerschen Landesbühne und dem Usedomer Musikfestival fortsetzen. Erstmals ist ein Rockkonzert geplant, während am 15. Juli bereits zum 10. Mal das Museumsfest gefeiert wird und in der zweiten August-Hälfte erneut „Lola Blau“ auf der Bühne steht.

 

 

Textfeld: Geschichte und Gegenwart

 

Liebe Leser des Infoblattes,

 

beim Stöbern in alten Ausgaben der Zeitschriften „Die Rakete“ des Jahrganges 1991, ein Organ der Interessengemeinschaft der ehemaligen Peenemünder, habe ich zwei interessante Berichte gefunden. Einmal ein Bericht über 5 Jahre Bauleitung der Luftwaffe Peenemünde, sowie Aus-führungen von Herrn Stabsintendanten a. D. der LW  Johannes Lange. Herr Dr. Dieter Lange, der Sohn von Johannes Lange, hat dankenswerter Weise diese Berichte der damaligen verantwortlichen Redakteurin für den Inhalt, Frau Elsbeth Ost, sowie Herrn Heinz Größer überlassen.

 

Frau Elsbeth Ost und Herr Dr. Dieter Lange sind seit 1993 bzw. 1991 Mitglieder unseres Vereins.

 

Ich glaube, dass der Teilbericht über die Bauleitung vor 70 Jahren und der Bericht über die letzten Tage in Peenemünde vor 60 Jahren es Wert sind, nach so langer Zeit unseren heutigen Lesern nahe zu bringen. Sind solche Berichte doch von unschätzbarem Wert, die Peenemünder Geschichte allumfassend zu verstehen.

 

Nun zum ersten Bericht über 5 Jahre Bauleitung von 1936 – 1941:

 

„Die Leute vom Bau legen im allgemeinen wenig Wert auf tiefgründige Überlegungen, wie man dies oder das an irgendeinem Bau hätte besser oder richtiger machen können. Da meist der obdachlose Nutznießer oder auch der Möbelwagen drohend vor dem Neubau steht, wird ihnen dazu auch keine Zeit gelassen. Überlegungen dieser Art überlassen wir denen, die von Berufs wegen die Sachen untersuchen, die schief gegangen sind. Weil wir aber denken, dass wir alles so gut, wie wir es konnten, gemacht haben, wollen wir uns heute am 5. Geburtstag der Bauleitung in die Erinnerung zurückrufen, was und wie wir es in diesen 5 Jahren gekonnt haben.

 

Aufgrund einer Erkundungsfahrt im Dezember 1935 wurde diese trostlose moor- und grundwasserreiche Gegend für eine der interessantesten  und umfangreichsten Anlagen des Heereswaffenamtes und der Luftwaffe auserkoren und die Baudurchführung der tatkräftigen Luftwaffenbauverwaltung übertragen. Es wurde eine örtliche Bauleitung am 1. April 1936 in Peenemünde unter der Leitung von Dipl.-Ing. Abendroth eingesetzt, die daran ging, das mücken- und wasserreiche Gelände durch Anlegen von Straßen und Gleisen und durch den Bau von Unterkünften für die Bauarbeiter baureif zu machen.

 

Die Aufgabe von Dipl.-Ing. Müller  war es, eine Bauleitung einzurichten, die ebenfalls am

1.April. 1936 in Berlin ihre Tätigkeit aufnahm. Ihre Aufgabe bestand darin, die verschieden-artigsten Vorstellungen und Wünsche des Nutznießers so zu verarbeiten, dass daraus einmal mehrere Bauten, möglichst sogar eine einheitliche Anlage, entstehen sollten.

In gewissem Umfange dürfte diese Aufgabe – es handelte sich zunächst um die vordringlichen technischen Bauten für das Werk Ost – inzwischen gelöst sein.

 

Um eine reibungslosere wirksamere Zusammenarbeit der Bauleitung zu erreichen, siedelte am 15.09.1936 die Bauleitung von der Französischen Straße in Berlin mit 10 Mann nach Peenemünde um. 7 Mann zogen es vor, die Wildnis zu meiden.

 

Im Jahre 1936 wurde außer dem Arbeitergemeinschaftslager der Gleisanschluss an die Reichsbahnstation Zinnowitz hergestellt und die Landstrasse für den zu erwartenden Verkehr ausgebaut. Der Bau der Verwaltungs- und Wirtschaftsgebäude für das Heer und der Bauleitungsgebäude wurde begonnen. Im Januar 1937 rollten dann die ersten Waggons mit Stahlkonstruktionen für die Werkstätten Ost an. Nassbagger- und Erdarbeiten für das Rollfeld wurden zu einem Teil 1936 durchgeführt.

 

Im Februar 1937 zog die Bauleitung, die bisher verteilt im Haus „Waldblick“, Karlshagen, im Forsthaus Peenemünde und im Barackenlager untergebracht war, in das jetzige Heim um. Das Jahr 1937 brachte den stürmischsten Aufbau in Peenemünde. Das drückt sich nicht nur in den größten Bauausgaben, die etwas höher als 1938 liegen, aus, sondern auch die Zahl der Gefolgschaftsmitglieder der Bauleitung stieg im Juli auf insgesamt 405.

 

Im September wurde mit 137 die höchste Angestelltenziffer erreicht. Mit dem Bau der meisten Anlagen und Werkstätten für das Werk Ost wurde begonnen. Die erste fertig eingerichtete Werkstatt wurde bereits im Mai bezogen. Bis Ende April bezog die Heeresversuchsstelle das Verwaltungsge-bäude, das Stabsgebäude und 2 Unterkünfte. Gleichzeitig wurde der Abschnitt Siedlung für das Heer und Luftwaffe unter der Leitung von Reg. Baumeister Pötschke begonnen. Die ersten Wohnungen wurden im Juli bezogen. Mitte 1937 machte sich aber bereits die Bewirtschaftung von Baustahl bemerkbar und erschwerte die termingemäße Durchführung des Bauprogramms, insbesondere für die anlaufenden Bauvorhaben der Versuchsstelle der Luftwaffe. Die Zufahrtsstrasse nach Werk West musste durch 5 m tiefes Moor geführt werden, sodass die Hauptbautätigkeit erst nach deren Fertigstellung Ende Juli einsetzte. Mit dem Bau der ersten Halle wurde allerdings schon Ende April unter Zuhilfenahme ausgedehnter Knüppelwege begonnen. Man kann feststellen, dass Ende 1937 der größere Teil der jetzt stehenden Anlagen zum mindesten begonnen und ein erheblicher Teil bereits fertiggestellt war.

 

Zur Jahreswende 1937/38 verließ Dipl.-Ing. Abendroth die Bauleitung, da er zum LGK IV Dresden abberufen wurde. An seine Stelle trat Dipl.-Ing. Simon, der ihm bereits von Pütnitz her gefolgt war. Besondere Veränderungen traten während des Jahres 1938 nicht ein. Die Bauleitung unterstand ja von Anfang an unmittelbar der Amtsgruppe Bau des

R. L. M., und es ist wohl gerade diesem Umstande und der  großzügigen Förderung und Betreuung durch Herrn Ministerialrat Barelmann zuzuschreiben, dass die technisch schwierigen, erst- und einmaligen Werks- und Versuchsanlagen in unmittelbarer Zusammenarbeit mit den verschiedenen Sachgebieten des R. L. M. im allgemeinen termin- und sachgemäß erstellt werden konnten.

 

Im Jahre 1938 wurden über die Hälfte der Werkstätten und Prüfstände, und zwar bis Ende April, an das Werk Ost übergeben. Der Rest der Heeresbauvorhaben wurde im gleichen Jahre angefangen. Die Versuchsstelle der Luftwaffe nahm ebenfalls im April in der fertiggestellten Werft ihre Tätigkeit auf. Am 1. April wurde das Rollfeld zum ersten Mal beflogen. Bootshafen und Eindeichung für das erweiterte Rollfeld wurden im gleichen Jahr begonnen. Der Beginn des größten Teiles der bis jetzt errichteten Bauten der Versuchsstelle West liegt im Jahre 1938.

 

Nachdem die Luftwaffe anordnete, dass ihre Bauleitung baldmöglichst die Bauvorhaben des Heeres zum Abschluss bringen sollte, wurden neue Bauvorhaben nunmehr von der ab 19. April bestehenden Heeresbauleitung durchgeführt, die später in ein Neubauamt umgewandelt und am 1. 5. 1940 vom Generalbauinspektor für die Reichshauptstadt übernommen wurde. Die restlichen technischen Anlagen und Gebäude des Heeres, soweit sie von der Luftwaffen-Bauleitung durchgeführt werden, werden allerdings erst in diesem Jahr zum Abschluss kommen, während die Gemeinschaftsbauten in der Siedlung voraussichtlich noch auf Jahre die Bauleitung beschäftigen werden. Die Gefolgsstärke der Bauleitung ging nach Abgabe der Heeresbauten bis zum 1. 9. 1939 auf 104 Angestellte und 115 Lohnempfänger zurück.

 

Das Jahr 1939 brachte die beinahe restlose Fertigstellung der Bauten der Heeresversuchsstelle. Ebenfalls Ende 1939 wurden das Verwaltungsgebäude und das Gebäude für die Flugleitung an die Versuchsstelle der Luftwaffe zur Benutzung übergeben.

 

Einen Monat vor Ausbruch des Krieges übernahm Dipl.-Ing. Müller dann die Leitung der Dienststelle, und Dipl.-Ing. Simon wurde als Vorstand zum Luftwaffenbauamt Graz versetzt. Der Krieg brachte eine ziemlich weitgehende Änderung und sogar eine Vergrößerung der uns gestellten Aufgaben mit sich, so dass die Ausgaben des 1. Kriegswirtschaftsjahres größer waren, als die des vorhergehenden Jahres.

Es wurden insgesamt 10 Angestellte und 15 Lohnempfänger zur Wehrmacht einberufen, so dass Ende 1939 die Zahl der Angestellten 97 und die der Lohnempfänger 110 betrug. Infolge der Verknappung an Fachkräften im Bereich des LGK XI musste die Bauleitung weitere 19 Angestellte an andere Baudienststellen abgeben.

 

Die Erschließung des Geländes am Vorwerk Peenemünde und der Bau der ersten Gebäude fällt mit Kriegsbeginn zusammen. Noch im September 1939 wurde eine Baukompanie von

150 Mann, die später auf 350 Mann erhöht wurde, für kriegswichtige Arbeiten, vor allem bei größeren Erdarbeiten, eingesetzt. Im März 1940 wurde dann die Baukompanie von Peenemünde abgezogen. Eine militärische Transportkompanie besorgte die Transporte für die Bauleitung in der Zeit von September 1939 bis Ende Mai 1940. Vor allem durch diese beiden Maßnahmen war ein sehr großer Teil des Baubetriebes in die Regie der Bauleitung übergegangen. Nach Abzug der Baukompanie und der Transportbatterie wurden die Bauarbeiten in der Hauptsache mit dienstverpflichteten Arbeitern und Lastkraftwagen weitergeführt.

Zum Abschluss des ersten Kriegswirtschaftsjahres konnte als Ergebnis festgestellt werden, dass größere und kleinere Baumaßnahmen einschließlich der Behelfs- und Barackenbauten in größerem Umfange als im Vorjahre und mit einem erheblich verringerten Personalbestand durchgeführt werden konnten. Außerdem wurde der Zustand erreicht, dass die abgerechneten, d. h. verbauten erheblichen Bausummen die Ausgaben in der gleichen Zeit überstiegen. Die vorliegenden und zum Teil in der Durchführung begriffenen Aufgaben des

2. Kriegswirtschaftsjahres erreichen etwa den Umfang des Vorjahres. Sie so zu lösen, wie es aufgrund der Kriegsnotwendigkeit und der Kriegswichtigkeit von uns gefordert wird, ist unsere jetzige Aufgabe.“

 

Soweit dieser Bericht. Den Bericht über die letzten Tage in Peenemünde veröffentlichen wir im nächsten Infoblatt. Vielleicht hat der eine oder andere ältere Peenemünder noch etwas dazu beizusteuern. Wir würden uns freuen!

Alle Bilder dieses Artikels: Archiv Botho Stübe

Geschichte und Gegenwart Teil 2

 

Immer wieder kommt es vor, dass Besucher der historischen Stätten von Peenemünde mit Berichten, Aussagen, oder wie im konkreten Fall mit der Übergabe von Dokumenten aus der Peenemünder Zeit vor 1945 reagieren.

 

 

 

So auch Herr Volker Goertz nach Besuch des Peenemünder Flugplatzes. Sein Vater, Dipl.-Ing. Wolfram Goertz war Sicherheitsingenieur bei Riedel II. Die Dokumente von den wir Kenntnis erhalten haben, möchten wir unseren Lesern nicht vorenthalten. Es handelt sich um eine Baukarte zur Errichtung eines Behelfsheimes. Da die Baukarte das Datum vom 30.09.44 trägt, können wir davon ausgehen, dass die Wohnung von W. Goertz durch den Bombenangriff auf Peenemünde/Karlshagen zerstört wurde.

 

Das zweite Dokument ist eine Rechnung an die Bauleitung Karlshagen für Tagelohnarbeiten der Berliner Firma Lenz & Co.

 


 

 

 “Militärtechnik“ 2/2004

Textfeld: Der Transfer der deutschen Raketentechnik in die UdSSRStalins


V..2  

 

Ende Januar 1959 vermeldete V-Mann Nr. 9771 Folgendes an seinen BND-Führungsoffizier: Auf der Bahnstrecke Lychen-Fürstenberg, 80 Kilometer nördlich von Berlin, entlud eine sowjetische Einheit auf freier Strecke »sehr große Bomben«. Der Agent hatte einen bis heute wenig bekannten Vorgang beobachtet. Zur Jahreswende 1958/59 ließ die UdSSR erstmals weitreichende Atomraketen außerhalb ihres Territoriums stationieren. Zu diesem Zweck befahl der sowjetische Generalstab die Verlegung der 72. Raketenbrigade in den Großraum Berlin. Die 635. Raketenabteilung der Brigade bezog mit zwei Abschussrampen und sechs Raketen des Typs R-5M (NATO-Code »SS-3 Shyster«) bei Fürstenberg/Havel Stellung. Im 20 Kilometer entfernten Vogelsang lag die 638. Raketenabteilung mit ebenso viel Fernkampf-geschossen. Jede der zwölf Raketen war in der Lage, einen nuklearen Gefechtskopf mit einer Sprengkraft von 300 Kilotonnen TNT über eine Reichweite von 1200 Kilometern zu befördern. Mit diesem atomaren Potential konnte die UdSSR erstmals Bonn, Brüssel, Paris und London real mit nuklearen Schlägen bedrohen.

 



Die für die Militäraktion ausgewählte Truppe verfügte bereits über Deutschlanderfahrung. Die 72. Raketenbrigade war im Sommer 1946 auf Befehl Stalins im thüringischen Berka aufgestellt worden. Hier sollte sie den Abschuss des Ausgangsmodells aller sowjetischen Fernkampfraketen, der deutschen V-2, erproben. Die hierfür übergebenen Raketen stammten aus dem Werk Nr. 3 in Kleinbodungen, einer kleinen Ortschaft in Nordthüringen unweit der Grenze zwischen der sowjetischen und amerikanischen. Besatzungszone. Hier und in zahlreichen anderen Orten der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) arbeiteten seit Juli 1945 deutsche und sowjetische Spezialisten intensiv an der Wiederherstellung und Weiterentwicklung der Raketentechnologie des untergegangenen Deutschen Reiches.

 

Im Oktober 1946 verließen die sowjetischen Wissenschaftler zusammen mit 308 Deutschen überraschend Deutschland in Richtung Moskau. Als 1952 die ersten deutschen Techniker in ihre Heimat zurückkehrten, existierte in der UdSSR bereits eine funktionierende Serienfertigung der R-1, der sowjetischen Kopie der V-2. Sie war die Grundlage für alle weiteren sowjetichen Raketenent-wicklungen.

 

Mit der R-5M gelang der UdSSR 1956 der Einstieg in ein qualitativ neues Waffensystem. Diese Atomrakete revolutionierte nicht nur die Militärstrategie und -technik nach 1945 - sie veränderte auch die Politik des Kalten Krieges. Die UdSSR und USA erwarben durch nukleare Raketenwaffen die Fähigkeit, bei der Durchsetzung ihrer weltweiten politischen Interessen auf direktemilitärisch-konventionelleKonfrontation zu verzichten. An ihre Stelle trat das Kalkül mit der Drohung der Vernichtung der jeweils anderen Seite. Das Grundmuster für ein »Gleichgewicht des Schreckens« war geboren.

Die Sowjets auf den Spuren der deutschen V-2

 

Die Staatsführung der UdSSR war seit Mitte der 30er Jahre kontinuierlich über die deutschen Arbeiten zur Raketentechnik informiert. Daran hatte der sowjetische Geheimdienst NKWD einen nicht geringen Anteil. Ihm war es bereits 1929 gelungen, Willy Lehmann, später SS-Hauptsturmführer und Mitarbeiter des RSHA anzuwerben. Agent »Breitenbach« erhielt seit 1935 auch Zugang zu Informationen über das deutsche Raketenprogramm, die er unverzüglich nach Moskau weiterleitete.

Nach der Enttarnung der »Roten Kapelle« wurde Lehmann im Dezember 1942 verhaftet und auf Befehl Himmlers erschossen. Doch Gerüchte über deutsche »Wunderwaffen« erreichten weiterhin die UdSSR. Deshalb wies Stalin 1943 seine Geheimdienste an, genauere Angaben über die V-2 zu beschaffen. Anfang August 1944 stießen schließlich sowjetische Truppen auf das geräumte Raketentestgelände Debice in Polen vor. Hier erbeuteten sowjetische Experten erstmals Bauteile der V-2. Die in Polen ausfindig gemachten Raketenteile wurde unverzüglich nach Moskau abtransportiert.

 

In nur fünf Tagen sollten der Sowjetführung Angaben über Größe, Leistungsvermögen, Konstruktionsaufbau und die taktischen Daten der V-2 gemacht werden. Bereits nach den ersten Auswertungen stand für die sowjetischen Wissenschaftler fest, dass sie hier die Überreste einer Waffe gefunden hatten, die nach ihren Vorstellungen eigentlich gar nicht existieren durfte. Im Frühjahr 1945 wurden alle vorhandenen Erkenntnisse über die deutsche V-2 in einem Untersuchungsbericht für die Partei- und Staatsführung der UdSSR zusammengefasst. Darin kamen die sowjetischen Experten zu folgendem Schluss: »Die Fernkampfrakete erweist sich als gewaltige wissenschaftlich technische Errungenschaft, die den Grundstein für eine neue Art der Fernartillerie legt. [...] In naher Zukunft werden analoge Raketen, bei Verbesserung ihrer Zielgenauigkeit, Reichweite und Sprengkraft als selbständige Gattung einer mächtigen reaktiven Fernartillerie, zur Bewaffnung der großen Staaten gehören.«

 

Noch bevor die Endfassung des Berichts Stalin vorgelegt wurde, befahl dieser, die Entwicklung von eigenen Raketen voranzutreiben. Währenddessen näherten sich sowjetische Truppen der Insel Usedom. Von der Besetzung der dort befindlichen Heeresversuchsanstalt versprach sich die UdSSR einen bedeutenden Erkenntniszuwachs über die deutsche Raketentechnik.

 

Am 5. Mai 1945 trafen erste Raketenspezialisten in Peenemünde ein, um die verbliebenen Reste der Forschungsanlagen zu untersuchen. Bei ihren Nachforschungen stellten die Fachleute fest, dass die meisten Prüfstände, Werkstätten, Fertigungsanlagen und Labors weit weniger zerstört waren als angenommen. Hier noch vorhandene 150 Triebwerke für die V-2, Teile der Funksteuerung der Rakete, 25 Prüfstände und anderes Material wurden unverzüglich in die UdSSR abtransportiert. Doch nicht nur in Peenemünde stießen die sowjetischen Kommandos auf die Reste der deutschen Raketenproduktion. Auch an anderen Orten fanden Suchkommandos der Roten Armee Fertigungsanlagen und Bauteile für die V-2.

 

Trotzdem schienen die Ergebnisse der Suchkommandos die sowjetische Führung nicht zu befriedigen. Es sollte bis Juli 1945 dauern, als endlich substantielle Fortschritte erzielt werden konnten. Anfang dieses Monats räumten amerikanische Truppen das bisher von ihnen besetzte Südharzgebiet. Hier befand sich in der Nähe von Nordhausen das ehemalige Mittelwerk. Dort hatten seit August 1943 Häftlinge des Konzentrationslagers Mittelbau- Dora die V-2 in Serie produziert. Nach dem Rückzug der westlichen Alliierten sollte dieses größte und wichtigste Rüstungswerk Mitteldeutschlands in die Hände der Sowjets fallen. Mit der Inbesitznahme der Mittelwerke erhielt die UdSSR schließlich den Schlüssel zur erfolgreichen Übernahme des Know­hows der deutschen Raketentechnik.

Besetzung und Demontage der Produktionsstätten



Ende 1947 wurde Stalin ein Film vorgeführt, der die Entwicklung der ersten sowjetischen Fernrakete dokumentierte. Die sowjetischen Filmemacher zeichneten dabei ein Bild, das sich bis heute tief in das Bewusstsein der Öffentlichkeit eingeprägt hat: Aufnahmen von geplünderten und zerstörten Anlagen wurden wie folgt kommentiert: »Die Region Nordhausen wurde zuerst von den Amerikanern besetzt. Die Amerikaner haben alles Wertvolle der Raketentechnik fortgeschafft: Fertige Raketen, Dokumentationen, Laboratorien und deutsche Spezialisten. Was übrig blieb wurde zerstört. An den Produktionsstätten der V-2 trafen sowjetische Spezialisten ein. Sie fanden nur Trümmerberge vor«. Dem Diktator sollte damit der Eindruck vermittelt werden, dass die Amerikaner der UdSSR nur kümmerliche Reste der deutschen Raketentechnik überlassen hätten. Zugleich wollten die sowjetischen Raketentechniker durch die bewusste Irreführung Stalins zugleich ihren eigenen Anteil an der weiteren Raketenentwicklung hervorheben und den vorhandenen deutschen Einfluss herunterspielen.

Tatsächlich aber hatten sowjetische Sonderkommandos am 5. Juli 1945 eine unterirdische Raketenfabrik in Besitz genommen, die im Wesentlichen noch intakt war. Obwohl die Amerikaner hier eine große Anzahl von Raketenteilen erbeutet hatten, waren noch Tausende von Maschinen und Geräten zur Raketenproduktion sowie zahlreiche Bauteile für die V-2 in den unterirdischen Hallen des Mittelwerks vorhanden. Noch bevor aus Moskau Befehle zur weiteren Verwendung der Anlagen eintrafen, setzten die sowjetischen Raketenspezialisten Teile der unterirdischen Produktionsanlagen wieder in Betrieb. Bereits wenige Tage nach der sowjetischen Besetzung des Raketenwerkes montierten deutsche Ingeni­eure und Techniker in einem der Stollen, unter sowjetischer Aufsicht, erste Raketenteile. Zwischen August und September 1945 wurde die Montage dann in das »Werk Nr. 3« verlegt.

Im Mittelwerk hatten unterdessen erste Demontagetrupps Einzug gehalten. Innerhalb kürzester Zeit transportierten »Trophäenkommandos« der Roten Armee mit 717 Waggonladungen 5647 Tonnen Maschinen, Ausrüstungen und Raketenbauteile in Richtung Osten. Bis Anfang 1947 ließ das für Raketentechnik zuständige Sonderkomitee Nr. 2 aus der SBZ weitere 2270 Waggons, beladen mit mehr als 14258 Tonnen Raketenbaugruppen, Halbfabrikaten, Spezialmaschinen und zahlreichem anderen technischen Gerät, in die UdSSR bringen. Zum Vergleich: 1945 hatten die US-Amerikaner aus dem Mittelwerk ca. 400 Tonnen Raketenmaterial abtransportiert und zum amerikanischen Raketentestgelände bei White Sands in New Mexiko geschafft.

 Weil die UdSSR nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges eben nicht nur deutsche Technologie und Wissenschaftler in ihre Dienste stellte, son­dern in bisher nicht gekanntem Maße die Entwaffnung des ehemaligen deutschen Gegners nutzte, um das eigene rüstungswirtschaftliche Potential zu vergrößern, gelang ihr nicht nur der Erwerb ausländischer Technologie, sondern auch deren Weiterentwicklung. Festzuhalten bleibt: ohne die völlige Demontage der deutschen Raketenindustrie wäre der erfolgreiche Transfer der deutschen Raketentechnik in die Sowjetunion nicht geglückt. Er war eine der bestimmenden Voraussetzungen für den technologischen Sprung der sowjetischen Rüstungswirtschaft nach 1945.

 

Fortsetzung folgt


 

 

Wer kann helfen?

 

Unser Vorstandsmitglied Achim Saathoff möchte das Kommandogerät der Fi-103 für Ausstellungszwecke nachbauen und sucht dafür noch originale Teile. Wenn jemand helfen kann wende er sich bitte an

 

Pommersches Bettenmuseum

Joachim Saathoff

Am Flugplatz 2

17449 Peenemünde

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir gratulieren unseren Vereinsmitgliedern
 zum Geburtstag 

 

 

 

 

 

 

 


Im April hatten Geburtstag

Madame Maria Bertram

Herr Klaus Felgentreu

Herr Rolf - Dieter Basler

Herr Jürgen Pein

Frau Oehmke Ursula

Herr Schleifenbaum Friedrich

Herr Werner Kuffner

 

 

 

 

 

Im Mai hatten Geburtstag

Im Juni haben Geburtstag

Herr Kurt Bornträger

Herr Dipl.-Ing. Heinz Bader

Herr Gerhard Brüning

Frau Doris Dornberger

Frau Ulrike Chust

Herr Bert Lichtnau

Herr Rolf Fitzner

Herr Dieter Miedtank

Herr Sven Grempler

Herr Hartmut Stöckmann

Herr Hans Neuendorf

Herr Gerhard Helm

Herr Ralf Rödel

Frau Maria Klar

Herr Wolfgang Vetter

Herr Rainer Koch

Herr Kurt Graf

Herr Andre Kleinert

 

 

 


In eigener Sache

 

Die Bankverbindungen unseres Vereins
Beitragskonto: 384 000 487 [Internationale Kontonummer (IBAN): DE64 1505 0500 0384 0004 87]
Spendenkonto: 384 001 432 [Internationale Kontonummer (IBAN): DE60 1505 0500 0384 0014 32]
Für beide Konten:
Die Bankleitzahl: 150 505 00 Bank: Sparkasse Vorpommern
Internationale Bankindentifikation (BIC): NOLADE21GRW

 

 

 

 

 


Impressum

Herausgeber: Verein zur ,,Förderung und Aufbau eines Historisch-Technischen Museums Peenemünde -Geburtsort der

                        Raumfahrt" e.V., Peenemünde

Anschrift: Förderverein Peenemünde e. V.     Am Maiglöckchenberg 21      17449 Karlshagen

Tel./Fax: 038371/25479  (mit Anrufbeantworter)

e-mail: fvpeenemuende@aol.com

Homepage: www.foerderverein-peenemuende.de

Gestaltung: Lutz Hübner und Klaus Felgentreu, Karlshagen

Layout und Druck: Mintel  Druck Ostseebad Zinnowitz

 

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