Landkreis Vorpommern-Greifswald zieht Machbarkeitsstudie für Peenemünde zurück
- Förderverein Peenemünde e.V.

- 23. Mai
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 1. Juni
Landkreis Vorpommern-Greifswald vom 22.05.2026:
Stellungnahme des Landkreises zur Machbarkeitsstudie in Peenemünde
Aufgrund des Beschlusses der Gemeindevertretung Peenemünde, eine geplante Machbarkeitsstudie zur Standortentwicklung in Peenemünde abzulehnen, gab es am gestrigen Donnerstag (21.05.2026) einen erneuten Gesprächstermin zwischen der Gemeinde und dem Landkreis.
Im Ergebnis des konstruktives Austausches wurde die Entscheidung getroffen, dass die Erstellung dieser Studie nicht weiter verfolgt wird.
Quelle:
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OZ+ vom 22.05.2026:
Widerstand gegen neue Zukunftspläne
Raumfahrtpläne in Peenemünde gestoppt: Landkreis zieht Machbarkeitsstudie zurück
Die umstrittenen Raumfahrtpläne für den Flugplatz Peenemünde sind vorerst vom Tisch. Nach heftiger Kritik aus der Gemeinde und der Rücktrittsankündigung von Bürgermeister Ralf Turowski zieht der Landkreis die geplante Machbarkeitsstudie zurück.
(...)
Quelle:
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Nordkurier-Online vom 23.05.2026:
Hightech versus Tourismus
Streit um Raketen-Forschung auf Ostsee-Insel: Behörde zieht die Notbremse
Die Idee einer Machbarkeitsstudie sei vom Tisch, erklärt Landrat Michael Sack. Jetzt soll es weitere Gespräche mit der Gemeinde Peenemünde geben. Und was sagt die Bundeswehr?
Von Frank Pubantz
Neue Entwicklung zur geplanten Etablierung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums - auch für Raketenantriebe - in Peenemünde auf der Insel Usedom: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald teilt mit, dass man von der Idee einer Machbarkeitsstudie zurücktrete. Zuvor hatte die Gemeindevertretung die Pläne abgelehnt, Bürgermeister Ralf Turowski seinen Rücktritt angekündigt.
„Wir werden das Thema Machbarkeitsstudie nicht mehr weiter verfolgen“, erklärt Landrat Michael Sack (CDU) gegenüber dem Nordkurier. Nach einem Gespräch mit der Gemeinde sei klar: Es brauche weitere Verständigung. In Peenemünde solle wieder „Ruhe einziehen“. Er hoffe, dass der Bürgermeister seinen Rückzug überdenkt, so Sack.
Das Unternehmen Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen Raketen-Triebwerken.
Firmenchef Alexander Kopp bestätigte einen „Auftrag der Bundeswehr“ zu einem zweistufigen Hyperschall-Forschungsflugzeug - Umsetzung womöglich auch in Peenemünde. Die Bundeswehr ließ wissen: Der Standort eigne sich für Flugversuche. Der Rest sei geheim.
Quelle:
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NDR vom 23.05.2026:
Peenemünde: Keine Machbarkeitsstudie für Raumfahrtzentrum
Die Pläne, Peenemünde zu einem Raumfahrtforschungs- und Erprobungszentrum zu entwickeln, sind vorerst gescheitert. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will eigenen Angaben zufolge keine Machbarkeitsstudie mehr erstellen. Hintergrund ist eine Entscheidung der Gemeindevertretung in Peenemünde, die Pläne abzulehnen. In der Studie sollte untersucht werden, ob sich das Gelände des ehemaligen Flugplatzes für ein Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnologien eignet - beispielsweise für unbemannte Flugsysteme, Testflüge sowie für Forschungs- und Start-up-Infrastruktur. Im Jahr 2024 waren Ansiedlungspläne des Unternehmen Polaris öffentlich geworden, das am Flugplatz in Peenemünde eine Betriebsstätte für Raumflugzeuge und Fluggeräte mit neuartigen Triebwerken eröffnen wollte. Der Landkreis begann daraufhin mit der Erstellung der Machbachkeitsstudie. Das Wirtschaftsministerium hatte die Ansiedlungspläne unterstützt.
Quelle:
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Pressenza vom 25.05.2026:
Peenemünde stoppt Pläne für Raketenforschungszentrum
Von Fred Schumacher
Wie die lokale Tageszeitung „Nordkurier“ am 23. Mai 2026 berichtet, läuft die Bevölkerung der 370 Einwohner zählenden Gemeinde „Sturm gegen neuerliche Raketenpläne“ und „der Landrat lenkt nun ein“.
Hintergrund ist ein Auftrag der Bundeswehr und damit der Regierung an das deutsche Unternehmen Polaris GmbH zur Entwicklung und Umsetzung eines zweistufigen Hyperschallflugzeugs. In dem kleinen Ort, im Norden der Insel Usedom gelegen, wollen die Verantwortlichen für Kriegsaktivitäten zu dem Zweck ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einrichten. Das Gelände eigne sich besonders gut für Flugversuche, ließ die Bundeswehr wissen. „Der Rest sei geheim“, berichtet der Nordkurier.
Usedom und Peenemünde haben während des zweiten Weltkriegs bereits einschlägige Erfahrungen mit Forschungs- und Umsetzungsaktionen damals im Auftrag Adolf Hitlers und der hinter ihm stehenden Rüstungskriegsverbrecher gesammelt. Die als Hitlers Geheimwaffe V2 öffentlich gepriesene Rakete sollte den Krieg herumreißen und in einen Sieg der Wehrmacht verwandeln. Sie war unter Leitung des SS-Mannes Wernher von Braun in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde entwickelt worden und ihr Einsatz brachte Tausende Todesopfer beispielsweise in London und Antwerpen.
Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die diesbezüglichen aktuellen Rüstungsaktivitäten aufs engste mit der NATO-Führung abgestimmt sind. Sie verstoßen damit nach Auffassung von Historikern gegen den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag, der für die Zeit nach Abzug der sowjetischen Truppen aus der ehemaligen DDR festlegte, es dürfen keine NATO-Institutionen auf deren Gebiet installiert werden.
Die Gemeinde führt als Begründung für ihre Ablehnung der Pläne ins Feld, sie seien schädlich für den Tourismus in der Region. Der Bürgermeister, Ralf Turowski, hatte seine Entschlossenheit gegen die Raketenforschungspläne in seiner Gemeinde klargestellt durch seine Ankündigung seines Rücktritts bei deren Realisierung.
Ein ganz besonderes Geschmäckle bringen die Vorgänge mit sich, wirft man einen Blick auf das offiziell als „Startup“ bezeichnete Unternehmen Polaris GmbH. Es wurde 2019 als Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gegründet von Alexander Kopp, der zuvor als System-Ingenieur dort wirkte. Es handelt sich also um ein klassisches Beispiel einer Vorspiegelung falscher Tatsachen, die nur den Zweck verfolgt, für echte Startups von Kleinunternehmern gedachte Gelder umzulenken in Forschung und Kriegsvorbereitungen des westlichen Finanz- und Rüstungskapitals.
Quelle:




















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