Peenemünde sucht Investor für letztes Filetstück: Sechs Hektar Bauland an Hafenpromenade
- Förderverein Peenemünde e.V.

- 29. Jan. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 17. Dez. 2025
OZ vom 29.01.2025, Seite 9
Peenemünde plant neues Ortszentrum am Hafen
Investor für sechs Hektar große Fläche gesucht / Wohnen, Gastronomie und Handel vorgesehen

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OZ+ vom 27.01.2025:
Großprojekt auf Usedom
Peenemünde sucht Investor für letztes Filetstück: Sechs Hektar Bauland an Hafenpromenade

In Peenemünde soll ein großes Areal am Hafen zu einem modernen Ortszentrum umgestaltet werden. Geplant sind Quartiere für Tourismus, Gastronomie und Wohnen sowie ein „Haus des Gastes“. Jetzt sucht die Usedomer Nordgemeinde einen Investor.
In Peenemünde soll ein großes Areal am Hafen zu einem modernen Ortszentrum umgestaltet werden. Geplant sind Quartiere für Tourismus, Gastronomie und Wohnen sowie ein „Haus des Gastes“. Jetzt sucht die Usedomer Nordgemeinde einen Investor.
Peenemünde. Zwischen Hafenpromenade, Kraftwerk und Phänomenta will die Gemeinde Peenemünde ein Baugebiet entwickeln, das den Ortscharakter entscheidend verändern dürfte. Die Rede ist von einer etwa sechs Hektar großen Fläche am Hafen, dem wohl letzten Filetstück des geschichtsträchtigen Ortes.
Auf dem Areal der ehemaligen Marinedienststelle Peenemünde soll ein modernes Ortszentrum gestaltet werden. „Wir haben fünf Quartiere für eine Nutzung vorgesehen. Bei der Fläche an der Hafenpromenade liegt der Fokus auf Tourismus, Gastronomie und Handel“, sagt Bürgermeister Ralf Turowski.
Peenemünde: Keine erkennbare Ortsmitte
Neben einem „Quartiersplatz“ gibt es weitere Bereiche für Wohnen, Fremdenbeherbergung sowie den Hafenplatz mit Kultur und Bildung. Maximal Zweigeschosser sollen dort zugelassen werden.
Mit dem Bebauungsplan Nr. 12 „Ortszentrum Peenemünde“ wagt die Gemeinde einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft. Ziel ist es, den Fokus vom bisherigen Ortskern hin zum Hafenbereich zu verlagern. Eine Arbeitsgruppe, die sich mit der Entwicklung beschäftigte, kam zum Schluss, dass der Ort „völlig zersiedelt und keine erkennbare Ortsmitte vorhanden ist“.
Gastronomie und Läden mit regionalem Bezug „Denkbar sind gastronomische Angebote direkt am Wasser, kleine Läden mit regionalem Bezug und Bereiche für kulturelle Veranstaltungen. Parkmöglichkeiten für die erwarteten Besucherströme sind auch berücksichtigt“, sagt der Bürgermeister und bezieht das auf die vorgesehenen Stellplätze entlang der Mauer am Historisch‐Technischen Museum (HTM).

Direkt neben dem Gelände soll am Hafen auch das „Haus des Gastes“ errichtet werden. In dem Gebäude sollen der Besuchereingang des HTM, die Touristeninformation, Veranstaltungsraum, Heimatstube, Bürgermeisterbüro sowie Shop‐ und Kassenbereich integriert werden.
Zwölf Jahre bis zum Planungsrecht Die Planung an der Hafenpromenade basiert auf dem Flächennutzungsplan und dem Regionalen Entwicklungskonzept der Gemeinde Peenemünde 2020.
Die Vision der Planer damals reichte bis 2020 und sah eine aufstrebende Gemeinde mit einem lebendigen Hafen, Wohnungen, Kleingewerbe sowie einer schicken Hafenpromenade vor.
„Mit dieser Fläche haben wir uns in den letzten zwölf Jahren beschäftigt. Jetzt haben wir mit dem Bebauungsplan eine Grundlage und Planungsrecht“, sagt Mario Szostak, stellvertretender Bürgermeister. Der Aufstellungsbeschluss für den B‐Plan datiert von Juli 2013.
Bürgermeister: Dort liegt kein Meter Kabel Doch für die Umsetzung der ehrgeizigen Pläne braucht es nun einen Investor, der bei einer Ausschreibung gefunden werden soll. Bewusst haben die Peenemünder die Fläche mit gut sechs Hektar groß gehalten, weil auch die Planung der einzelnen Quartiere in einer Hand liegen soll.

Vor der Bebauung brauche es nun eine komplette Erschließung. „Dort liegt kein Meter Kabel. Wir benötigen auf dem Grundstück sämtliche Versorgungsträger“, ergänzt der Bürgermeister. Wann auf dem Gelände was passiert, hängt von der Ausschreibung ab, die wegen der Größe der Fläche überregional stattfinden soll.
100 neue Wohnungen in der Bahnhofstraße
Neben der Belebung des Hafenbereiches liegt der Fokus in der kleinen Nordgemeinde gegenwärtig auf dem Wohnungsbau. Die Vakon‐Baugesellschaft aus Neubrandenburg setzt gegenwärtig eines der größten Wohnbauvorhaben auf Usedom um.
In den nächsten drei Jahren sollen in der Peenemünder Bahnhofstraße an der Zufahrt zum HTM 100 neue Wohnungen entstehen. Investiert werden rund 30 Millionen Euro.
Nürnberger wollen Sauerstoffwerk sanieren
Außerdem sind Projektentwickler von Terraplan aus Nürnberg aktuell dabei, eine der letzten Nazi‐Ruinen in Peenemünde, das Sauerstoffwerk, wieder zum Leben zu erwecken.
Sie planen in dem fünfschiffigen Aufbau Ferienwohnungen und Wohnungen für Dauernutzer. Zudem soll mithilfe einer Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem HTM an die Geschichte des ehemaligen Sauerstoffwerks erinnert werden.
OZ
Quelle:





















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