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Kurtaxe auf Usedom: Wird die Gebühr bald in Peenemünde fällig?

  • Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
    Förderverein Peenemünde e.V.
  • 25. Sept. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. Sept. 2025

OZ, Lokalausg. Wolgast vom 25.09.2025, S. 10:


Kurtaxe bald auch in Peenemünde?

Gemeindevertreter diskutieren über die Gebühr / Haus des Gastes soll 2029 fertig sein



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OZ+ vom 23.09.2025, 04:30 Uhr:


Touristische Infrastruktur

Kurtaxe auf Usedom: Wird die Gebühr bald in Peenemünde fällig?


In den politischen Gremien des Ortes im Inselnorden diskutieren Gemeindevertreter momentan über das Ob und Wann. Es fehle derzeit noch an entsprechenden Angeboten für Gäste, lautet ein Argument. Kritik kommt aus dem Yachthafen.


Von Marcus Taschke


Peenemünde. Wer auf Usedom seinen Urlaub verbringen möchte, muss Kurtaxe bezahlen – zumindest in Seebädern mit entsprechender Infrastruktur. Peenemünde erhebt den Gästebeitrag bislang nicht, ist aber Mitglied in der entsprechenden Modellregion. Jüngst wurde im Tourismusausschuss im Ort ausgelotet, ob und wann die Gebühr eingeführt werden soll.


Mario Szostak benennt die Hürden, die es bis dahin auszuräumen gilt: „Wir müssen erst die Voraussetzungen schaffen. Urlauber erwarten für die Gebühr auch mehr Angebote“, so der stellvertretende Bürgermeister.


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Wir müssen erst die Voraussetzungen schaffen.
Urlauber erwarten für die Gebühr auch mehr Angebote.

Mario Szostak

stellvertretender Bürgermeister Peenemünde

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Urlaubsgäste müssten Kurtaxe zahlen


Zudem brauche es einen gewissen Vorlauf. „Herbergsbetriebe können nicht sofort Kurtaxe erheben. Sie haben teilweise schon Buchungen fürs kommende Jahr“, nennt er ein Beispiel.


Trotzdem wird im Ort derzeit die touristische Infrastruktur ausgebaut. Ein Haus des Gastes mit einem entsprechenden Eigenbetrieb soll beispielsweise in vier Jahren, also 2029, fertig sein.


In Peenemünde wird derzeit über eine Kurabgabe diskutiert. Das Haus des Gastes beim Historisch-Technischen Museum soll 2029 eröffnet werden.

Quelle: Nalleweg Architekten


Zwischen Hafenpromenade und Museumsareal gelegen, wird das Gebäude unter anderem die Touristeninformation, einen Veranstaltungsraum, eine Heimatstube und das Bürgermeisterbüro enthalten. Das Historisch Technische Museum soll dort außerdem seinen Eingang haben.


„Wir planen, die Kurabgabe vor der Fertigstellung des Hauses einzuführen“, nennt Mario Szostak einen groben Zeitplan. „Es muss irgendwann einen Stichtag geben.“


Yachthafen-Betreiber in Peenemünde äußert Kritik


Ronny Adelsberger ist Gemeindevertreter in Peenemünde und hat grundsätzlich nichts gegen die Gebühr einzuwenden. Dennoch macht er auf eine Schwachstelle aufmerksam: „Im Yachthafen übernachten viele Segler, die nur für eine Nacht bleiben und dann weiterfahren. Von diesen Gästen müsste ich Kurtaxe verlangen, obwohl sie sich überhaupt nicht im Ort aufhalten“, verdeutlicht der Betreiber der Anlage.


Auf Rügen seien entsprechende Übernachtungen bereits rückläufig, weiß er aus Gesprächen. „Unsere Segler werden bei einer Kurabgabe vermutlich nach Polen gehen, wo es preiswerter ist“, befürchtet Adelsberger, der sich mit diesem Problem bereits an Landrat Michael Sack gewandt hat.


Haben den Yachthafen Peenemünde entwickelt: Roland Gahler (l.) und Ronny Adelsberger. Letzterer befürchtet, Segler könnten wegen der Abgabe fernbleiben. (Bild von 2023)

Quelle: Yachthafen Peenemünde GmbH


Sollte es im Ort zu der Abgabe kommen, müsste auch über deren Höhe diskutiert werden. In den Nachbarorten Karlshagen und Trassenheide werden derzeit 2,80 Euro in der Hauptsaison pro Übernachtung und Gast fällig. Das ist der niedrigste Wert auf Usedom.


In den Kaiserbädern liegt die Gebühr bei 3,30 Euro, dafür ist darin allerdings eine Fahrkarte für den Busverkehr enthalten. In Wolgast liegt die Kurtaxe bei 4,20 Euro inklusive Bus- und Zugverkehr.


oz



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