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Neue Betriebsstätte für Raketenforschung in Peenemünde

  • Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
    Förderverein Peenemünde e.V.
  • 14. Nov. 2024
  • 6 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 1. Juni

NDR, 12.11.2024:


Luft- und Raumfahrt-Startup "Polaris" plant Ansiedlung in Vorpommern


Das Unternehmen Polaris entwickelt unter anderem Raumflugzeuge mit einem neuartigen Triebwerkssystem. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin unterstützt eine Ansiedlung in Peenemünde auf Usedom. Dort wird bereits ein Demonstrator getestet und ein innovatives Triebwerk erfolgreich gezündet.


Das Raumflugzeug Aurora soll nach Angaben von "Polaris" einen wirtschaftlichen Zugang zum Weltraum ermöglichen. In den 2030er-Jahren soll es einsatzfähig sein. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH)
Das Raumflugzeug Aurora soll nach Angaben von "Polaris" einen wirtschaftlichen Zugang zum Weltraum ermöglichen. In den 2030er-Jahren soll es einsatzfähig sein. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH)

Das Luft- und Raumfahrt-Startup Polaris plant, eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zu eröffnen. Polaris gründete sich aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und entwickelt Raumflugzeuge und -fluggeräte mit neuartigen Triebwerken. Ziel des Unternehmens ist es, Raumflüge flexibler und kostengünstiger zu machen. In Peenemünde sollen in den kommenden Jahren rund 100 Arbeitsplätze geschaffen werden - überwiegend für Ingenieure und Techniker, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Das von Polaris entwickelte Antriebssystem soll dabei im Vergleich zu herkömmlichen Triebwerken um bis zu 30 Prozent effizienter sein. Zusammen mit der kompakteren Bauweise könnten Raumflüge flexibler und kostengünstiger werden.


Raumflugzeuge ab 2028 startklar?


Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben und stellt dem Unternehmen Fördermittel in Aussicht. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums seien die Anwendungsfälle der Polaris-Systeme bereits absehbar. Ab 2028 solle ein Raumflugzeug mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Objekte in den Orbit bringen können. Nach 2030 sei ein größeres System geplant, das zwischen kommerziell betriebenen Raumstationen und der Erde pendeln könne. Früheren Angaben zufolge könnte in einigen Jahren ein etwa 28 Meter langer Prototyp in Peenemünde abheben. Erste Experimentalflüge mit kleineren Modellen wurden in Peenemünde im Herbst 2022 begonnen. Der Vorteil gegenüber Raketen liegt laut Bundeswehr auf der Hand, es gebe "dadurch viele neue Möglichkeiten". Der Nurflügler könne nämlich von normalen Flughäfen starten und braucht keine Startrampen.


Triebwerk erfolgreich gezündet: "Beleg für Innovationskraft"


Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte (SPD) gratulierte den Polaris-Gründern nun zu ihrem jüngsten Erfolg, der Zündung eines sogenannten linearen Aerospike-Triebwerks: "Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands", so Schulte.


Aerospike-Triebwerke: Neue Technik, aber noch nicht serienreif


Polaris wurde 2019 von Alexander Kopp gegründet, der zuvor Systemingenieur am DLR war. 2021 bekam das Start-Up einen Forschungsauftrag der Bundeswehr, dem sich weitere Aufträge anschlossen. Dabei geht es auch um die Eignung der von Polaris vorangetriebenen Aerospike-Triebwerke. Diese Raketentriebwerke haben keine glockenförmige Düse, sondern mehrere kleine Brennkammern an der Außenseite des Triebwerks. Die Technik ist so komplex, dass es trotz Forschungen seit den 1950er-Jahren bisher kein einsatzfähiges, serienreifes System dieser Art gibt. Das neue System AS-1 von Polaris könnte das ändern. Im November 2023 wurde es erstmals erfolgreich gezündet.


Wirtschaftsministerium will Polaris-Betriebsstätte unterstützen


Das Wirtschaftsministerium in Schwerin und die Raumfahrt-Gesellschaft haben eine Absichtserklärung unterschrieben, die die Unterstützung konkretisiert. Ziel sei es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung, Entwicklung und der möglichen Produktion durch Fördermittel zu unterstützen.


Quelle:




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Pressemeldung Nr.304/24, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Regierungsportal M-V, 12.11.2024:


Wirtschaftsministerium unterstützt Ansiedlung von Luft- und Raumfahrt-Startup in Vorpommern


Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte besuchte heute den Flughafen Peenemünde, um sich über die Ansiedlungspläne der POLARIS Raumflugzeuge GmbH zu informieren. POLARIS, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten sogenannten Aerospike-Triebwerken. Eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern soll in Kürze eröffnet werden.

 

Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren rund 100 Arbeitsplätze zu schaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker. Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht.

 

Klare Anwendungsfälle sind bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann.

 

Schulte gratulierte POLARIS zu einem beachtlichen Meilenstein: Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. „Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands“, erklärte Schulte.

 

Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten das Wirtschaftsministerium und POLARIS einen Letter of Intent (LOI), der die geplante Unterstützung für das Vorhaben konkretisiert. Ziel ist es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion durch Fördermittel zu unterstützen. Das Ministerium unterstützt die Ansiedlung, um die Region Vorpommern als attraktiven Standort für Hochtechnologie weiter zu fördern.



Quelle:



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Vorhaben

Von Vorpommern ins All - Raumfahrtunternehmen soll Jobs schaffen


Ein Raumfahrtunternehmen will sich in Vorpommern ansiedeln und arbeitet an einem leistungsstarken Antrieb. Das könnte bald gut bezahlte Jobs in die strukturschwache Region locken.


Die deutsche Firma arbeitet an dem Raumflugzeug Aurora. Es soll mit einem besonders leistungsstarken Antrieb funktionieren. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH)
Die deutsche Firma arbeitet an dem Raumflugzeug Aurora. Es soll mit einem besonders leistungsstarken Antrieb funktionieren. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH)

Von Henning Stallmeyer


In Peenemünde auf der Insel Usedom soll schon bald wieder an Raketen getüftelt werden – allerdings in ziviler Mission. Die Firma Polaris Raumflugzeuge GmbH hat am Dienstag ihre Ansiedlungspläne mit dem Wirtschaftsministerium am Standort Peenemünder Flughafen diskutiert.


Staatssekretär unterzeichnet Absichtserklärung


Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten sogenannten Aerospike-Triebwerken. Eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern soll in Kürze eröffnet werden, heißt es dazu aus Schwerin.


Wirtschaftsstaatsekretär Jochen Schule unterzeichnete dazu eine Absichtserklärung gemeinsam mit Polaris. Die Ansiedlung soll rund 100 Jobs ins strukturschwache Vorpommern lotsen. Überwiegend technische Berufe und Ingenieure.

Polaris will ab 2028 ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten lassen. Die geplante Betriebsstätte in Peenemünde an der Nordspitze der Insel Usedom soll bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion von diesen neuen Antrieben helfen.


Gratulation zu einem beachtlichen Meilenstein


Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung gratulierte Staatssekretär Schulte dem Unternehmen zu einem beachtlichen Meilenstein: Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben.


„Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands“, erklärte Schulte.


Einst 12.000 militärische Beschäftigte


In Peenemünde wurden während des Zweiten Weltkriegs mit großem Aufwand Marschflugkörper und Raketen entwickelt und abgeschossen. Die Nazis hatten die Rakete ab 1944 tausendfach als sogenannte Vergeltungswaffe eingesetzt und sie deshalb als V2 bezeichnet. Vor allem England und Belgien wurde damit angegriffen. Zeitweise arbeiteten daran bis zu 12.000 Menschen.


Die Versuchsanstalten Peenemünde waren von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas. Heute erinnert das Historisch-Technische Museum an diese Zeit.


Quelle:


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OZ (online), 12.11.2024:


Raumflugzeug soll 2028 starten

100 neue Jobs: Luft- und Raumfahrt-Start-up eröffnet Standort in Peenemünde


Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Quelle: POLARIS Raumflugzeuge GmbH
Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Quelle: POLARIS Raumflugzeuge GmbH

Am Flughafen Peenemünde soll sich bald ein Luft- und Raumfahrtunternehmen ansiedeln. Für Ingenieure und Techniker soll es künftig bis zu 100 neue Arbeitsplätze geben. 2028 solle das erste Raumflugzeug starten.


Von Gina Henning


Peenemünde. Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag (12. November) mit. Das Unternehmen entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten, sogenannten Aerospike-Triebwerken.


In den kommenden Jahren werden dort rund 100 Arbeitsplätze geschaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker. Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht.


Ab 2028 soll ein Raumflugzeug starten


Klare Anwendungsfälle seien bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann.

Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. Für das Vorhaben in Peenemünde will das Ministerium das Unternehmen unterstützen. Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte war vor Ort und unterzeichnete mit Polaris einen Letter of Intent (LOI), der die geplante Unterstützung für das Vorhaben konkretisiert. Ziel ist es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion durch Fördermittel zu unterstützen.


OZ


Quelle:


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OZ (Usedom-Ausgabe), 14.11.2024, S. 15:

 

Hoffnung auf 100 neue Arbeitsplätze

 

Peenemünde. Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das Unternehmen entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten, sogenannten Aerospike-Triebwerken. In den kommenden Jahren werden dort rund 100 Arbeitsplätze geschaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker.

 

Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht. Klare Anwendungsfälle seien bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann.

 

Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben.


Die Bremer Firma "Polaris Spaceplanes" führte am 29. Oktober 2024 den Mira II-Raketen-Roll-Test am Flugplatz Peenemünde durch...



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Erst vor zwei Wochen gelang dem deutschen Start-up POLARIS Raumflugzeuge in Peenemünde ein Durchbruch in der Raketentechnologie. POLARIS zündete mit seinem Raumflugzeug MIRA 2 erstmals erfolgreich ein Aerospike-Raketentriebwerk während eines Fluges:


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