Plan für Marinemuseum auf der Hafenhalbinsel Peenemünde
- Förderverein Peenemünde e.V.

- 28. Okt. 2016
- 2 Min. Lesezeit
OZ vom 28.10.2016...
Förderverein und Marinekameradschaft Peenemünde wollen ihren Beitrag für maritim-touristische Erlebniswelt leisten
Von Dietrich Butenschön
Peenemünde. Noch ist das Genehmigungsverfahren für das Vorhaben nicht abgeschlossen, doch die Initiatoren und künftigen Träger stehen in den Startlöchern .Das Vorhaben: die Schaffung eines Marinemuseums auf der Peemeünder Hafenhalbinsel. Die Initiatoren: der Förderverein Peenemünde, die Marinekameradschaft Peenemünde und der Investor und Geschäftsführer der Peenemünder Hafenbetriebsgesellschaft Oliver Klotzin. Letzterer hat sich von Anfang an für das Projekt engagiert und seine Unterstützung zugesagt, auch weil damit für seine Absicht, der Schaffung einer maritim-touristischen Erlebniswelt zwischen Peenemünder Hafenbecken und Peenestrom, eine zusätzliche Attraktion entstehen würde. Wie gesagt, noch laufen die einzelnen Schritte des Genehmigungsverfahrens, und entgegendiversen Gerüchten kann es deshalb auch noch keine mit dem künftigen Museum direkt verbundenen Bauarbeiten geben.
Doch die Initiatoren nutzten am Mittwochnachmittag die Gelegenheit, den Teilnehmern des jährlichen Traditionstreffens von ehemaligen Angehörigen der einst in Peenemünde stationierten 1. Flottille der DDR-Volksmarine und Vertretern von damaligen Partnerbetrieben das Vorhaben vorzustellen. Volkmar Schmidt, Vorsitzender des Fördervereins, und sein Vereinskollege Jörg Weber ließen keinen Zweifel daran, dass das neu zu schaffende Marinemuseum keine Konkurrenz zum bestehenden Historisch- Technischen Museum sein soll. Im Gegenteil: Durch die vorgesehene Darstellung der Geschichte Peenemündes nach 1945 stelle es eine Ergänzung zum HTM dar. Im Mittelpunkt, so Schmidt und Weber, soll das Wirken der 1. Flottille stehen, ohne die vorherige Präsenz der Roten Armee in Peenemünde und das ebenfalls eng mit dem Ort verbundene Jagdfliegergeschwader auszuklammern. Auch das zivile Leben gehöre zu den Facetten des Lebens in Peenemünde, das ohne die Familienangehörigen der Soldaten oder die Zivilbeschäftigten nicht denkbar sei. Schließlich gab es noch das Kraftwerk mit seiner Wohnsiedlung und seinen Berührungspunkten mit dem Militär oder die kurze Episode der Bundesmarine im Inselnorden.
Jörg Webers Bitte, die Gestaltung der künftigen Ausstellung mit Gegenständen und Dokumenten zu unterstützen, die Auskunft geben über das Peenemünde zwischen dem Ende des Krieges und dem Beginn der 1990-er Jahre, fand ein unerwartetes Echo: Peter Drost, ehemaliger Offizier in der 1. Flottille, übergab aus seiner Sammlung ein Waffengattungsschild der DDR-Marine.
Allgemeine Zustimmung fand eine aus Berlin übermittelte Zusicherung Oliver Klotzins, dass das künftige Marinemuseum und das Museumsschiff „Hans Beimler“ ab dem 1. Januar 2017 in die Trägerschaft des Peenemünder Fördervereins übergehen. Er, Klotzin, werde mit seiner Peenemünder Hafenbetriebsgesellschaft Schiff und Museum vom Verein als Betreiber übernehmen. Zugleich versichert er, rechtliche Vorkehrungen dafür zu treffen, dass sämtliche Exponate in der freien Verfügung des Vereins bleiben und nicht seinem persönlichen Geschäftsrisiko ausgesetzt werden.




















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