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- Nach Covid-19-Zwangsschließung: HTM Peenemünde wieder geöffnet
Wiedereröffnung des Historisch-Technischen Museums Peenemünde (HTM) am 11. Mai 2020. Eine Presseinformation des HTM Peenemünde. Seit dem 11. Mai 2020 öffnet das Historisch-Technische Museum Peenemünde (HTM) wieder für seine Gäste, zunächst täglich in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr. Es gelten die aktuellen Handlungshinweise des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur zur Umsetzung der Verordnung der Landesregierung MV gegen das neuartige Coronavirus (Anti-Corona-VO MV) für Galerien, Ausstellungen, Museen und Gedenkstätten. Für die Saison 2020 wurde das Audioguide-System des Museums modernisiert und bietet zusätzliche Informationen zu den Inhalten der Ausstellungen in polnischer, englischer, schwedischer, französischer und deutscher Sprache. Persönliche Führungen werden bis auf Weiteres nicht angeboten. Ebenfalls komplett überarbeitet wurde die „Denkmal-Landschaft Peenemünde", ein öffentlicher Rundweg, der ausgehend vom HTM zu 23 historisch interessanten Stationen der ehemaligen Peenemünder Versuchsanstalten führt. Alle Hinweisschilder des Rundweges wurden überarbeitet und stehen nun in deutscher, englischer und polnischer Sprache zur Verfügung. Auch die kostenlose App zur Denkmal-Landschaft wird in den kommenden Tagen einem Relaunch unterzogen. Sie bietet mit vielen zusätzlichen historischen Fotos, Filmaufnahmen, Dokumenten und Zeitzeugenberichten spannende Einblicke und Hintergrundinformationen und die integrierte Kartenansicht mit Navigationsfunktion hilft beim Auffinden der Stationen und beinhaltet verschiedene Tourenvorschlägen. Ab Juni werden in diesem Jahr zwei zusätzliche Sonderausstellungen im HTM präsentiert: Vom 11. Juni bis 30. August 2020 wird in der Turbinenhalle des Kraftwerkes die Sonderausstellung „Albert Speer in der Bundesrepublik - Vom Umgang mit deutscher Vergangenheit" des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände Nürnberg gezeigt. Albert Speer war Protagonist des NS-Rüstungssystems und damit auch des Peenemünder Raketenprogramms, leugnete jedoch in der Nachkriegszeit seine Verantwortung. Die Ausstellung lässt die Besucher in die Medienwelt der 1960er bis 1980er Jahre eintauchen und stellt den (Selbst)Inszenierungen Speers historische Fakten wie Dokumente, Fotos und Stellungnahmen heutiger Historiker gegenüber. Die Sonderausstellung „ALL.TÄGLICH!" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt dokumentiert vom 25. Juni bis 29. November 2020 den Einfluss der Raumfahrt auf die unterschiedlichsten Bereiche unseres täglichen Lebens. Rund 40 Technologien, Anwendungen und Initiativen werden innerhalb der Lebensbereiche Wohnen & Arbeiten, Gesundheit & Ernährung, Mobilität & Kommunikation, Reisen & Freizeit sowie Wissen & Bildung vorgestellt. Quelle: https://museum-peenemuende.de/wp-content/uploads/2020/05/HTM-Peenem%C3%BCnde-03-2020.pdf
- Russischer Botschafter bei Gedenkveranstaltung am 8. Februar 2020 im HTM Peenemünde zum 75. Jahrestag der Flucht Dewjatajews
Am 8. Februar 2020 fand ab 12:00 Uhr eine Gedenkveranstaltung mit dem Botschafter der Russischen Föderation im Historisch-Technischen Museum Peenemünde (HTM) statt. Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs flohen der Häftling Michail Dewjatajew und neun seiner Kameraden aus dem KZ-Außenlager Karlshagen I, einem Teil der Erprobungsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West. Sie kaperten einen deutschen Bomber und flogen damit in ihre Heimat. Dies war der einzig erfolgreiche Fluchtversuch von Zwangsarbeitern aus den Peenemünder Versuchsanstalten, wo neuartige Fernwaffen wie die Flugbombe Fi 103 („V1“) und die Rakete Aggregat 4 („V2“) entwickelt und getestet wurden. Foto: Kai Hampel / HTM Peenemünde Das HTM Peenemünde und die russische Alexander-Pechersky-Stiftung gedenken dieses Ereignisses, das sich am 8. Februar 2020 zum 75sten Mal jährt. Neben Dewjatajews Sohn Alexander wird der russische Botschafter Sergei Netschajew anwesend sein. Die Teilnehmer diskutieren über die Bedeutung der Flucht und die Rolle Dewjatajews als russischer Held und legen am Gedenkstein im Freigelände des Museums Kränze nieder. Programm: 12.00 Uhr Begrüßung: Dr. Philipp Aumann, HTM Peenemünde Grußwort: Sergei Netschajew, Botschafter der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland Persönliche Erinnerungen an Dewjatajew durch seinen Sohn Alexander und Freunde aus der Region Vortrag von Ilya Vasilyev, Alexander-Pechersky-Stiftung Vortrag von Dr. Philipp Aumann 13.00 Uhr Kranzniederlegung am Gedenkstein im HTM Quelle: https://museum-peenemuende.de/08-02-2020/ ________________________________________________________ OZ vom 10.02.2020, S. 11: ________________________________________________________ «Звезда», 09.02.2020: В Германии отметили годовщину побега группы Девятаева из концлагеря Ирина Егорова К памятнику группы Девятаева дипломаты и сын летчика-истребителя возложили цветы и почтили память узников концлагерей. © Видео: ТРК "Звезда" В Пенемюнде, где в годы войны были лагерь смерти и секретная база Третьего Рейха, состоялась торжественная церемония в честь 75-летней годовщины со дня легендарного побега группы советских военнопленных во главе с Михаилом Девятаевым. 10 узников концлагеря бежали на угнанном немецком бомбардировщике Heinkel He 111. В Германию приехал и сын Героя Советского Союза, Александр Девятаев, которые последние 20 лет вплотную занимается поиском новых документов, фотографий, всего, что в очередной раз подтверждает героический поступок его отца. «Мне очень хочется, чтобы память отца была очень конкретной. Мы много до сих пор не знаем. По крупицам находим какие-то новые, интересные факты. Я надеюсь, что в этой работе мы будем продолжать память об отце» , - сказал Девятаев на торжественной части. К памятнику, на котором увековечаны имена членов группы Девятаева, дипломаты и сын летчика-истребителя возложили цветы. По словам организатора мероприятия, фонда Александра Печерского, Ильи Васильева, оно проводится с целью популяризации подвигов советских граждан в нацистских концлагерях. Он назвал подвиг Девятаева - примером сопротивления, того, что «нет безвыходных положений и невыносимых условий, в которых человеческий дух не был бы способен бороться и даже побеждать». Сын летчика-истребителя вспоминает своего отца как сильного, крепкого человека, «невероятного оптимиста до конца жизни». «К последним годам жизни он тяжело переживал воспоминания, беседы с журналистами приводили его в очень тяжелое состояние, во сне ему снился концлагерь, и с утра он долго приходил в себя» , - рассказал Александр Девятаев. Quelle: https://tvzvezda.ru/news/qhistory/content/202029713-3lcHh.html
- V1-Schusskolben am Strand von Zempin entdeckt und geborgen
Fundsituation am 14.02.2020. Foto: Th. Köhler Am 14. Januar 2020 wurde dem Historisch-Technischen Museum Peenemünde (HTM) von einem aufmerksamen Strandbesucher ein Bodenfund am Strand zwischen Zinnowitz und Zempin gemeldet. Bei dem Objekt handelte es sich um einen Schusskolben für die Startrampen der Flugbombe Fi 103 („V1“). In Zempin wurden von insgesamt drei Feldstellungen bis Juni 1944 die Flugbomben und Startrampen von Soldaten des Flakregiment 155 (W) unter Einsatzbedingungen erprobt und die Bedienungsmannschaften für den Kriegseinsatz ausgebildet. Das Areal ist Teil des historischen Rundweges “Denkmal-Landschaft” Peenemünde. In Absprache mit der unteren Denkmalschutzbehörde und der kurzfristigen Unterstützung des Bauhofes Zinnowitz konnte der Kolben geborgen und in das HTM gebracht werden. Dafür bedankt sich das HTM noch einmal herzlich bei Herrn Passow und seinen Mitarbeitern. Der Schusskolben wurde bereits gesäubert, um anschließend entsalzt und konserviert zu werden. Jeder Arbeitsschritt wird in der Fund-/ Objektdokumentation für die zuständige untere Denkmalschutzbehörde und das Landesamt für Kultur und Denkmalpflege M-V protokolliert. Damit der Schusskolben dauerhaft Teil der Objektsammlung des Museums und den Museumsbesuchern präsentiert werden kann, bedarf es einer Eigentumsübertragung durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA), die nun beantragt wird. Quelle: https://museum-peenemuende.de/29-01-2020/ _______________________________________________________ Facebook-Post vom 17.01.2020: Quelle: https://www.facebook.com/Zinnowitz/posts/2863842400339743 _______________________________________________________ OZ+ vom 17.01.2020: Relikt aus Zweitem Weltkrieg Spektakulärer Fund auf Usedom: Schussbolzen von V1-Bombe am Strand entdeckt Am Zempiner Strand wurde ein 150 kg schwerer Schussbolzen einer Walter-Schleuder aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Im Bild: Bauhofmitarbeiter Alexander Passow. Quelle: Ralf Fleischer Am Strand in Zempin wurde ein Schussbolzen für die Katapulte der Walter-Schleuder aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Laut dem Museum in Peenemünde wurde ein zweites Fundstück illegal entwendet. Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/spektakulaerer-fund-auf-usedom-schussbolzen-von-v1-bombe-am-strand-entdeckt-TM3QYHBPIPOBHJIVK34O7GEXVE.html _____________________________________________________ OZ vom 18./19.01.2020, S. 13: _______________________________________________________
- Jahrestreffen 2019: Jahreshauptversammlung am 6. Oktober 2019
Am Sonntag, dem 06.10. begann unsere Versammlung traditionell mit einem gemeinsamen Foto vor der A 4-Rakete. Zu Beginn der Jahreshauptversammlung wurde unser verstorbenes Vereinsmitglied und Mitglied des Vorstandes, Dieter Frenzel, als Ehrenmitglied postum ausgezeichnet. Anwesende Mitglieder der Familie Frenzel übernahmen die Ehrenurkunde. Unser Freund und Kamerad verstarb plötzlich am 01.März 2018. Seine Ratschläge und Mitarbeit fehlen uns sehr. Seit 1991 war er aktiv mit der Peenemünder Geschichte beschäftigt. Viele Ausstellungsstücke und Erkenntnisse bei der Erforschung der Peenemünder Geschichte verdanken wir ihm. Sein Andenken gilt es zu bewahren. Zur Mitgliederversammlung konnten wir 19 Mitglieder und 7 Gäste begrüßen. Bei derzeit insgesamt 98 Mitgliedern hätten wir uns über eine regere Teilnahme sehr gefreut. Unsere treuen Anhänger aus England, die Gebrüder Pavelin, konnten wir wieder herzlich begrüßen, sowie unser neues Mitglied aus London, Mister Giles Usher.
- Eröffnung der 35. Raumfahrttage in Peenemünde / IV. Raumfahrtforum im HTM
Unser jährliches Vereinstreffen begann mit der Eröffnung der 35. Raumfahrttage im Rahmen der "Nordischen Wochen der Raumfahrt" am 4. Oktober 2019. Im HTM war es das IV. Raumfahrtforum. Es stand unter dem Motto: " 62 Jahre nach Sputnik 1 – 50 Jahre nach Apollo 11 ". Wieder wurden interessante Vorträge geboten, die die Sicht auf alle Fragen der aktuellen und vergangenen Epochen der Raumfahrt für uns weiter öffnete. Abgeschlossen wurde der Tag mit interessanten Gesprächen mit den Referenten. Leider konnte der Chefhistoriker der NASA, William Barry, wegen einer plötzlichen Erkrankung nicht teilnehmen. Sehr interessant waren die Ausführungen von Oliver Juckenhöfel, Leiter des Airbus-Standortes Bremen. Er führte u. a. aus, dass das eigentliche Raumschiff für die Mondmission der Amerikaner die Europäer bauen. In Europa wird das Service-Modul gefertigt, mit dem Raketentriebwerk, der Energieversorgung und der Versorgung der Astronauten mit Atemgasen und Wasser. Alle Komponenten für das erste Orion-Raumschiff seien fertig. Bis 2021 soll es starten, vielleicht mit dem ersten Deutschen. Podiumsdiskussion: v.l.n.r. Dr. Oliver Juckenhöfel, Michael Gericke, Uwe Schmaling, Michael Tilgner, Dr. Wolfgang Both (Foto: L. Hübner)
- Jahrestreffen 2018: Jahreshauptversammlung am 5. Oktober 2018
Nach dem traditionellen Foto an der A4 fand am Freitag, dem 05.10.2018 um 10 Uhr, unsere Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes statt. Wir konnten 21 Mitglieder (von aktuell 92 Mitgliedern) und 8 Gäste begrüßen. Darunter wieder unsere englischen Freunde, die Brüder Pavelin. Den Abschluss der diesjährigen Jahreshauptversammlung bildete die Neuwahl des Vorstandes. Die Wahl wurde laut Wahlordnung für Vereine und unserer Satzung durchgeführt. 21 wahlberechtigte Mitglieder waren anwesend. Es wurde einstimmig beschlossen, dass die Abstimmung offen mit Handzeichen erfolgt. Folgende Vorschläge für den neuen Vorstand wurden gemacht: 1. Vorsitzender: Herr Volkmar Schmidt 2. Stellv. des Vorsitzenden: Herr Thomas Köhler 3. Schatzmeister: Herr Lutz Hübner 4. Beratende Mitglieder • Frau Ulrike Chust • Herr Manfred Kanetzki • Herr Joachim Saathoff • Herr Klaus Felgentreu • Herr Holger Neidel Die vorgeschlagenen Mitglieder wurden einstimmig in ihre vorgesehene Funktion gewählt. Sie haben die Wahl angenommen und fungieren damit für die nächsten 5 Jahre als Vorstand des Fördervereins Peenemünde e. V..
- Nach 75 Jahren: Britischer Bomberpilot besucht Peenemünde
Am 6. August 2018 besuchte der ehemalige Pilot der Royal-Air Force George C. Dunn das Historisch-Technische Museum Peenemünde. Im Alter von 20 Jahren flog er als Pilot beim ersten Luftangriff auf Peenemünde am 18. August 1943 einen Halifax-Bomber. Sein Flugzeug der 76. Squadron der 4. Bomber Group war Teil der ersten Angriffswelle, welche die Wohnsiedlung und das Lager Trassenheide fast vollständig zerstörte. Nach 75 Jahren kehrte Dunn nun erstmals an den Ort zurück, den er einst bombardierte. Er legte an der Mahn- und Gedenkstätte Karlshagen einen Kranz nieder. „Im Gedenk an alle Gefallenen, ob Piloten, Soldaten oder Zivilisten.“ Im Anschluss besuchte er die Ausstellung und gab dem Museum ein Zeitzeugeninterview, welches künftig in der geplanten neuen Dauerausstellung genutzt werden soll. ___________________________________________________________________ OZ+ vom 06.08.2018, 15:13 Uhr: Nach 75 Jahren: Britischer Bomberpilot besucht Peenemünde Kehrte nach 75 Jahren nach Peenemünde zurück: Der einstige britische Bomberpilot Sergeant George C. Dunn. Quelle: Nitzsche Henrik Für Sergeant George C. Dunn war der Großangriff auf Peenemünde in der Nacht vom 17. bis 18. August 1943 einer der ersten Feindflüge. Nun kehrte der 95-Jährige nach 75 Jahren zurück. Für ihn war es eine Herzenssache. Peenemünde. Er war 20 Jahre alt, als er mit seiner „Halifax“ die todbringende Fracht nach Peenemünde brachte. In der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 nahmen fast 600 Bomber der Royal Air Force Kurs auf den Inselnorden. Am Steuer einer Maschine saß Sergeant George C. Dunn. Der 95-Jährige kehrte jetzt zurück. Bomberpilot kehrt nach Peenemünde zurück Fast 600 Bomber der Royal Air Force nahmen in der Nacht vom 17. zum 18. August 1943 der Kurs auf Peenemünde. Am Steuer einer Maschine saß der junge Sergeant George C. Dunn . Der 95-Jährige kehrte jetzt zurück, um der Opfer zu gedenken. „Ich wusste, dass es ein besonderer Flug war und es auch viele zivile Opfer gegeben hat. Deshalb wollte ich wiederkommen, um ihnen allen zu gedenken“, sagt der Brite bei seinem Besuch am Montag im Inselnorden. Er besichtigte das Historisch-Technische Museum sowie mehrere Stationen der Denkmallandschaft. Nitzsche Henrik Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/nach-75-jahren-britischer-bomberpilot-besucht-peenemuende-6BHRTGKOJNNURU4JSJQOTUJ2OI.html ___________________________________________________________________ OZ vom 07.08.2018, S. 11:
- Museumsschiff "Hans Beimler" im Peenemünder Hafen von Linksextremisten beschmiert - Staatsschutz ermittelt
OZ+ vom 18.06.2018, 15:16 Uhr: Museumsschiff beschmiert - Staatsschutz ermittelt In der Nacht von Sonntag zu Montag wurde im Hafen Peenemünde ein Museumsschiff beschmiert. Auf der „Hans Beimler“, ehemaliges Raketenschnellboot der NVA, wurde der Schriftzug „Deutschland muss sterben“ angebracht. Die Polizei ermittelt. In der Nacht zu Montag wurde das Museumsschiff „Beimler“ im Peenemünder Hafen beschmiert. Quelle: Nitzsche Henrik Peenemünde. In der Nacht von Sonntag zu Montag wurde im Peenemünder Hafen ein Museumsschiff beschmiert. Unbekannte brachten laut Polizei an der „Hans Beimler“ den Schriftzug „Deutschland muss sterben“ mittels gelber Farbe in einer Länge von fünf Meter und einer Höhe von 50 Zentimeter an. Es entstand ein Schaden von etwa 200 Euro. Auf dem Gelände der Hafenbetriebsgesellschaft befindet sich ein Zeltplatz, der zur Tatzeit voll ausgelastet war, da dort das Festival „Meeresrauschen“ stattfand. Da von einer politisch motivierten Tat auszugehen ist, hat der Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Anklam die Ermittlungen übernommen. Mögliche Zeugen werden gebeten, sich an die Einsatzleitstelle Neubrandenburg unter 0395/5582-2224 zu wenden. Henrik Nitzsche OZ
- Zur Erinnerung an den Raketeningenieur Klaus Riedel ist auf dem Loddiner Friedhof ein neuer Gedenkstein errichtet worden
Im Infoblatt 4/2017 hatten wir zum 110. Geburtstag von Klaus Riedel sein Wirken bei der Entwicklung von Raketenantrieben gewürdigt. Unser Leser, Axel Kopsch, informierte uns nun in einer E-Mail: „In Erinnerung und zu Ehren von Klaus Riedel ist auf dem Loddiner Friedhof ein neuer Gedenkstein errichtet worden. Er wurde von dem Loddiner Bürger Werner Krüger, Mitglied des Fördervereins TECHNIKMUSEUM Wernher von Braun e. V., in privater Eigeninitiative angelegt.“ Mit freundlichen Grüßen A. Kopsch Beirat im Förderverein TECHNIKMUSEUM Wernher von Braun Wir kommen natürlich der Veröffentlichung, einschließlich Bild vom Gedenkstein, nach. kf
- Jahreshauptversammlung 2017 des Fördervereins Peenemünde e.V.
Fotos: Th. Köhler Am Sonntag, den 01. Oktober 2017 wurde das traditionelle Foto aller Teilnehmer an der A4 im HTM geschossen. Die Jahreshauptversammlung wurde dann um 10.00 Uhr mit dem Bericht des Vorsitzenden, Volkmar Schmidt, eröffnet. In seinen Ausführungen zog er ein Resümee der Vereinsarbeit 2016/17. Die Zusammenarbeit mit dem HTM hat sich weiter gefestigt. Das HTM hat sich in der internationalen Museumslandschaft gut vernetzt. (Belgien, Frankreich, Polen und Dänemark). Zurzeit wird unter Leitung von Dr. Aumann das Konzept für eine neue Dauerausstellung erarbeitet. Unsere Vorschläge dazu (Infoblatt 2-16) wurden vom Aufsichtsrat positiv bewertet und finden Eingang in die neue Ausstellung. Viel hat sich bei der Archivierung getan. So wurden z. B. die Mikrofilme mit den Peenemünder Dokumenten digitalisiert und stehen damit interessierten Personen zur Verfügung. Wir danken unserem Vorstandmitglied Thomas Köhler für seine Arbeit, die sehr aufwändig war. Foto: Th. Köhler Foto: L. Hübner Unterstützt haben wir eine Jugendgruppe, die während ihres Ferienseminars über die Peenemünder Geschichte die Zeit fanden die Peenebunker vom Unkraut zu befreien. 1000 EUR haben wir dafür ausgegeben. Zweimal im Jahr haben wir uns mit Verantwortliche des HTM getroffen. Die Gespräche zu allen Themen der Peenemünder Geschichte fand in einer offenen Atmosphäre statt. Alle sechs Wochen hat sich Volkmar Schmidt mit dem Geschäftsführer des HTM, Herrn Gericke, getroffen. Auch hier ging es um die Abstimmung der weiteren gemeinsamen Arbeit. Zur Mitgliederbewegung wurde berichtet: Unser Verein hat 94 eingeschriebene Mitglieder. Uns ist es aber nicht gelungen junge Mitglieder für unseren Verein zu gewinnen. Der Vorstand hat in der bekannten Besetzung gearbeitet. Jeden ersten Montag des Monats wurden die Vorstandssitzungen durchgeführt. Volkmar Schmidt weist in seinem Bericht darauf hin, dass 2018 die Wahlen für einen neuen Vorstand anstehen. Dafür werden Vorschläge von unseren Mitgliedern erwartet. Ein neuer Schwerpunkt unserer Arbeit ist die Erforschung und Darstellung der Marinegeschichte . Dafür konnten wir die Marinekameradschaft Karlshagen gewinnen und einige Vertreter als Mitglieder in unserem Verein aufnehmen. Holger Neidel, ehemaliger Kommandant eines Raketenschnellbootes (Tarantul), wurde in unseren Vorstand berufen. Er befasst sich speziell mit der Marinethematik. Es wird immer wichtiger die Arbeit mit Zeitzeugen zu sichern. Wir versuchen, in Zusammenarbeit mit dem HTM, alle Quellen und Dokumente für die Zukunft zu bewahren und für spätere Forschungen authentisches Material zu hinterlassen. Im vergangenen Jahr wurde nicht nur das Museumsschiff saniert, sondern neue Ausstellungsräume für die Marinegeschichte geschaffen. Ab Mai 2018 sollen sie der Öffentlichkeit zugänglich sein. Gedankt wurde Herrn Klotzin, Eigentümer der Halbinsel Peenemünde und Vereinsmitglied, für die kostenlose Bereitstellung des Liegeplatzes für das Museumsschiff und des Ausstellungsraumes. Marinemuseum Peenemünde im Aufbau 2017 (Foto: L. Hübner) Hans Opitz und Lutz Hübner haben sich sehr intensiv, zusammen mit Holger Neidel und der Marinekameradschaft, mit der Ausgestaltung der Ausstellung befasst Es kam besonders darauf an, die gespendeten Exponate vernünftig zu archivieren, in guter Zusammenarbeit mit dem Archivar des HTM, Thomas Köhler, bzw. auszustellen. Im Bericht wird darauf hingewiesen, dass der Schwerpunkt weiterhin die Peenemünder Geschichte von 1936 – 1945 bleibt. In diesem Sinne dienen die Rundfahrten zu den Stätten der Museumslandschaft und die Vorträge über Peenemünde, dank der aktiven Vortragstätigkeit von Manfred Kanetzki, Lutz Hübner und Dieter Frenzel. Das vierteljährliche Infoblatt, unter Leitung von Lutz Hübner und Klaus Felgentreu trägt dazu bei, unsere Mitglieder regelmäßig über das Geschehen in und um Peenemünde zu informieren. Vereinsmitglieder am Markierungsstein im Prüfstand VII am 29.09.2017 (Foto: L. Hübner) Überarbeitet wurden der Gedenkstein für Dewjatajew und der Markierungsstein an der Startstelle A4 im P VII. Dieter Frenzel und Lutz Hübner haben sich um die Organisation der Restaurierung gekümmert. Der Vorstand arbeitet aktiv mit anderen Vereinen zusammen, oft vertreten durch Mitglieder unseres Vorstandes. Dazu gehört der IFR, Museumsverein Peenemünde, Förderverein Technikmuseum, die Raumfahrttage Neubrandenburg und die Zusammenarbeit mit Schülern. 21 Mitglieder und 7 Gäste nahmen an der Versammlung teil. Im Jahresfinanzbericht vom Schatzmeister, Herrn Lutz Hübner, wurde Dank für die Spenden in Höhe von 2.345,00 EUR gesagt. Besonderen Dank gelten der PHBG Peenemünde für 250 EUR und der zahlreichen Spender der Marinekameradschaft mit insgesamt 620 EUR gesagt. Unsere Einnahmen ergaben sich aus den Mitgliedsbeiträgen, 4.090,00 EUR, und den Spenden von 2.345 EUR. Ausgegeben wurde u.a.: · Für Mitgliederverwaltung und Organisation der Vereinsarbeit 478,85 EUR. · Druck der Infoblätter 507,04 EUR. · Für Modellbau und Instandsetzung 3.955,60 EUR. · Für das Europaprojekt der Jugend haben wir 1.000 EUR gespendet. Auch für 2018 sind die Mittel vorhanden, um eine Vielzahl von neuen Aufgaben in Angriff zu nehmen, sowie eine interessante Vereinsarbeit zu gestalten. Der Bericht der Revisionskommission , vertreten durch Herrn Kanetzki und Herrn Frenzel, wurde festgestellt, dass alle Einnahmen und Ausgaben ordnungsgemäß gebucht sind. Die Verwendung der Finanzen entspricht unserer Vereinssatzung. Die Revisionskommission weist darauf, dass Spenden nicht auf das Beitragskonto überwiesen werden dürfen. Eine Umbuchung kostet Zeit und Geld. Die Kommission dankt dem Schatzmeister, Herrn Hübner, für seine Arbeit. Wir möchten darauf hinweisen, dass die vollständigen Berichte durch unsere Vereinsmitglieder jederzeit beim Vorstand eingesehen werden können. Der Vorstand wurde für das Jahr 2016/17 durch die Mitgliederversammlung ohne Gegenstimme entlastet. Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender Förderverein Peenemünde e. V.
- Jahrestreffen 2017: Gemeinsamer Ausflug zur Greifswalder Oie
Am 30. September 2017 fuhren wir gemeinsam mit dem Schiff von Peenemünde aus zur Greifswalder Oie. An Bord der "Seeadler" ging vorbei am Ruden und dann auf die Oie - windig, aber bei Kaiserwetter. An Land erkundeten wir bei bestem Herbstwetter die Insel. Auf halber Wegstrecke vom Hafen zum Leuchtturm machten wir Halt in Höhe der einstigen Startstelle der ab 1937 von hier verschossenen A3-Raketen, von ab 139 verschossenen A5-Raketen und den hier 1944 getesteten Flugabwehrraketen C2 "Wasserfall" und E1-E3 "Enzian". Volkmar Schmidt und Reiner Siegmund erläuterten mit Bildern und Videos die hier getesteten Typen und baulichen Strukturen. An die frühere A4-Startstelle, von welcher im Sommer 1944 die Senkrechtschüsse über die 100 km-Grenze erfolgten, kamen wir leider nicht mehr heran - alles ist inzwischen zugewuchert. Dann ging es zum Leuchtturm und die vielen Stufen hoch, um mit einem herrlichen Ausblick belohnt zu werden. Anschließend ging es zurück auf dem Pfand an der südlichen Steilküste zurück Richtung Hafen. Nach einer Stunde Landgang mussten wir dann schon wieder zurück auf die "Seeadler". Wir wären gern noch länger geblieben. Wir ließen die Greifswalder Oie hinter uns und es ging wieder auf dem Schiff zurück nach Peenemünde, bei bester Stimmung an Bord. Und wieder zurück in den Heimathafen Peenemünde. Es war ein wirklich gelungener Tagesausflug.
- 01.10.-03.10.2016: Jahreshauptversammlung 2016 und Peenemünder Treffen
Traditionell haben wir unser Treffen am 1. Oktober 2016 mit dem Peenemünde-Tag im HTM und mit dem Foto vor der A-4 begonnen. Unsere englischen Freunde, John und William Pavelin, scheuten nicht den weiten Weg, um an unserem Treffen teilzunehmen. Vor allen Dingen aber freuten wir uns über das Kommen unserer letzten drei Ehemaligen Peenemünder: Lucia Mokelke, Maria Klar und Botho Stüwe. Thomas Köhler, Archivar des HTM und Vereinsmitglied, lud anschließend zu einem Rundgang im HTM ein, an dem sich viele beteiligten. Ein sehr interessanter Vortrag – „Die Entwicklung von Peenemünde nach 1945“ - von Vereinsmitglied Manfred Kanetzki rundete den Tag ab. Neu waren in diesem Jahr die gewählten Örtlichkeiten für unsere Veranstaltungen. So fand unser gemeinsamer Abend im neuen Veranstaltungsraum der „Halb-Insel-Peenemünde GmbH statt. Neben vielen interessanten Gesprächen unserer Mitglieder konnte erstmals der Beginn einer Ausstellung über die 1. Flottille der Volksmarine der NVA besichtigt werden. Viele Ausstellungsstücke wurden bereits gesammelt. Am 2. Oktober 2016 haben wir unsere Jahreshauptversammlung durchgeführt. Sie fand auch diesmal an einem anderen Ort statt, im Seminarraum des HTM. Wir danken Herrn Gericke, dass er das ermöglicht hat. Was wurde hier beraten und besprochen? Die Zusammenarbeit mit dem HTM hat sich gut entwickelt. Wir unterstützen das Museum sich in der internationalen Museumswelt weiter zu vernetzen. Die Beziehungen zu Museen in Frankreich, Polen, Belgien und Dänemark wurden ausgebaut. Sichtbar wurde das erstmals durch die Organisation eines internationalen Ferienseminars mit Schülern dieser Länder (siehe Artikel OZ vom 26. Oktober 2016) Wir haben das Seminar finanziell unterstützt. Der Kurator des HTM, Dr. Aumann, erarbeitet z. Z. das Konzept für eine neue Ausstellung. Unsere Vorschläge (Infoblatt 2-16) hat er aufgenommen. Es ist vorgesehen, dass wir bei der Erarbeitung der einzelnen Themenkomplexe einbezogen werden. Gemeinsame Beratungen mit der Geschäftsführung des HTM tragen dazu bei. Gleichzeitig tauschen wir uns über aktuelle Probleme bei der Darstellung der Peenemünder Geschichte aus. Zwei Mal im Jahr gibt es ein Treffen mit Herrn Gericke und Volkmar Schmidt trifft sich mit ihn mindestens alle 6 Wochen. Da Thomas Köhler in unserem Vorstand mitarbeitet ist eine effektive Zusammenarbeit mit dem HTM gewährleistet. Die Anzahl unserer Mitglieder ist auf 92 angewachsen. Leider ist es uns nicht gelungen junge Mitglieder zu gewinnen. Der Vorstand arbeitet in folgender Zusammensetzung: 1. Vorsitzender – Volkmar Schmidt 2. Vorsitzender – Klaus Felgentreu Schatzmeister – Lutz Hübner Erweiterter Vorstand : Ullrike Chust Dieter Frenzel Joachim Saathoff (Verein Flugplatz Peenmünde) Manfred Kanetzki Thomas Köhler (Archivar HTM) Holger Neidel (neu: Arbeitsgruppe Marine) Die Information über unsere Arbeit und wesentliche Fragen der Vereinsarbeit werden über das Infoblatt (alle 3 Monate) unseren Mitgliedern kostenlos zugeschickt. Natürlich hat jedes Mitglied die Möglichkeit das Infoblatt für seine Mitarbeit zu nutzen. Wir, Herr Hübner und Herr Felgentreu, würden uns über interessante Artikel oder Meinungen freuen. der Diskussion auf der Jahreshauptversammlung standen folgende Probleme im Mittelpunkt: Die weitere Tätigkeit der Arbeitsgruppe Marine Die Darstellung der Heimatgeschichte Peenemünde Die Museumspädagogik im HTM und die Arbeit mit Schülern Naturschutz als Bestandteil der neuen Ausstellung Gewürdigt wurden die Aktivitäten der Herren Kanetzki, Hübner, Frenzel und Saathoff. Durch ihre Vorträge und Rundfahrten leisten sie einen wesentlichen Beitrag die Peenemünder Geschichte den Menschen näher zu bringen. Der Bericht des Vorsitzenden, der Revisionskommission und des Schatzmeisters wurden ohne Gegenstimmen bestätigt und damit der Vorstand entlastet. Vorstandstätigkeit : Am ersten des Monats führen wir unsere Vorstandssitzungen durch. Gäste sind herzlich willkommen. In den vergangenen Monaten haben wir uns mit folgenden Schwerpunkten befasst: Aktuelle Fragen und die daraus resultierenden Aufgaben für den Monat. Erarbeitung eines Konzepts für die neue Ausstellung. Berücksichtigung der Militärgeschichte ab 1955 (NVA in Peenemünde). Dank der aktiven Arbeit unserer Vereinsmitglieder Adam und Weber ist es gelungen, das Interesse ehemaliger Marineangehöriger für die Darstellung ihrer eigenen Geschichte zu wecken. Wie bereits gut sichtbar, wurden schon viele Ausstellungstücke gesammelt. Sie sind für den Aufbau eines Marinemuseums gedacht. Wir haben darum Herrn Holger Neidel, ehemaliger Kapitän eines Raketenschnellbootes, in unseren Vorstand berufen. An dieser Stelle danken wir Herrn Klotzin, der uns den Raum für die Sammlung der vielen Marine-Exponate zur Verfügung gestellt hat. Das Museumsschiff „Tarantul“, mit Hilfe unseres Vereins teilweise restauriert, steht an der Spitze der neuen Ausstellung. Lutz Hübner wird ab 2017, mit Unterstützung des HTM, die Archivierung der Marine-Exponate übernehmen. Der Vorstand arbeitet eng zusammen mit dem Museumsverein Peenemünde-Geschichte des Flugplatzes, dem Verein „Initiative 2000 plus“, der auch dieses Jahr die 32. Raumfahrttage organisiert. Ein Tag, (18.11.) war wieder Peenemünde gewidmet, weiterhin besteht guter Kontakt zum IFR und der Arbeitsgruppe „Regionale Geschichte“ der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen. Am 3. Oktober 2016 fand unser Treffen im Müggenhof statt. Der 25. Jahrestag des Museums Peenemünde und der erste erfolgreiche Start einer A-4 wurde gefeiert. Wir danken dem Flugplatz-Museum für die gute Betreuung, besonders Sigmund.




























