Search this site
339 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche
- Vorankündigung zum Usedomer Musikfestival 2026, vom 19. September bis 10. Oktober 2026 in Peenemünde und Zinnowitz
Festival-Höhepunkte im Norden unserer Insel Zwei große Konzerte in Peenemünde und ein junges Talent in Zinnowitz Schweden zu Gast im Norden Usedoms Vom 19. September bis 10. Oktober 2026 findet das Usedomer Musikfestival statt. In diesem Jahr ist Schweden das Gastland. Direkt vor Ihrer Haustür gibt es drei Konzerte, zu denen wir Sie herzlich einladen: zwei im Kraftwerk Peenemünde und eines in der Kirche Zinnowitz. Eröffnung im Kraftwerk Peenemünde Samstag, 19. September 2026, 20 Uhr Baltic Sea Philharmonic - Eröffnungskonzert Das Festival beginnt mit einem großen Orchester, das vor fast zwanzig Jahren auf Usedom gegründet wurde: das Baltic Sea Philharmonic – Botschafter Usedomes. Musikerinnen und Musiker aus allen zehn Ländern an der Ostsee spielen gemeinsam. Wahrscheinlich gibt es weltweit kaum eine andere Insel, die ihr eigenes Orchester hat - wir auf Usedom schon. An diesem Abend dirigiert der amerikanische Dirigent Robert Treviño. Solistin ist die erst zwölf Jahre alte Cellistin Charlotte Melkonian. Sie spielt schon in den größten Konzertsälen der Welt, zum Beispiel in New York und Berlin - und am 19. September bei uns. Sie ist in diesem Jahr Usedomer Musikpreisträgerin, ein wahres Wunderkind! Auf dem Programm stehen Werke des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar, die berühmten Rokoko-Variationen von Peter Tschaikowsky und die 1. Sinfonie von Johannes Brahms. Eintritt: ab 28 € Junge Weltklasse in der Kirche Zinnowitz Mittwoch, 23. September 2026, 19:30 Uhr Estel Vivó Casanovas (Saxophon) und Daniel García (Klavier) Eine Saxophonistin aus Barcelona kommt nach Zinnowitz: Estel Vivó Casanovas. Sie hat im letzten Jahr in New York einen der wichtigsten Wettbewerbe für junge Musiker gewonnen: Young Concert Artists. Die Tür zu diesem Wettbewerb hat dem Usedomer Musikfestival vor über dreißig Jahren der berühmte Dirigent Kurt Masur geöffnet - derselbe Kurt Masur, der 1989 als Gewandhauskapellmeister in Leipzig mit dem „Aufruf der Sechs“ zu einer friedlichen Wende beigetragen hat und der dem Festival viele Jahre als Ehrenschirmherr verbunden war. Seitdem stellt das Festival Jahr für Jahr die jungen Siegerinnen und Sieger aus New York einem deutschen Publikum vor. In der Ev. Kirche Zinnowitz spielt Estel Vivó Casanovas Musik von Johann Sebastian Bach, Fritz Kreisler, Manuel de Falla, Darius Milhaud und Sergej Rachmaninow. Begleitet wird sie am Klavier von Daniel García. Eintritt: ab 22 € Mittsommernacht im Kraftwerk Peenemünde Samstag, 3. Oktober 2026, 20 Uhr NDR Elbphilharmonie Orchester und Martin Fröst Zum zweiten großen Konzert im Kraftwerk kommt das NDR Elbphilharmonie Orchester aus Hamburg. Es spielt unter der Leitung des Dirigenten Andris Poga. Solist ist der berühmte schwedische Klarinettist Martin Fröst - einer der bekanntesten Musiker seines Landes. Er spielt das wunderschöne Klarinettenkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart. Wer den Filmklassiker „Jenseits von Afrika“ mit Meryl Streep und Robert Redford kennt, hat die Melodie vermutlich noch im Ohr - der zarte zweite Satz dieses Konzertes zieht sich als Hauptmotiv durch den ganzen Film. Außerdem auf dem Programm: die fröhliche „Mittsommernacht“ des schwedischen Komponisten Hugo Alfvén - ein bisschen schwedischer Hochsommer mitten im Oktober - und die große „Manfred-Symphonie“ von Peter Tschaikowsky - ein deutsch/ österreichisch-, schwedisch-, russischer Dreiklang und ein Konzert des Friedens am historischen Ort. Eintritt: 98 / 88 / 73 / 58 / 38 / 28 € Tickets - so kommen Sie an Ihre Karten • Im Internet: www.usedomer-musikfestival.de • Telefon: 038378 346-47 • Vor Ort: in allen Kurverwaltungen auf der Insel • Per Fax: 038378 346-48 So kommen Sie zum Kraftwerk Peenemünde Für die beiden Konzerte in Peenemünde (19.09. und 03.10.) gibt es einen Bus-Transfer. Zustiegsstellen im Amt Usedom-Nord: • Zinnowitz, Kurverwaltung • Karlshagen, L264 (Höhe EP:Wolter) Das Usedomer Musikfestival 2026 wird gefördert durch die Bundesregierung, die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern, den Landkreis Vorpommern-Greifswald, die Ämter Usedom-Nord und Usedom-Süd, die Stadt Świnoujście, die Gemeinden der Insel Usedom sowie zahlreiche Sponsoren und Förderer. Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 18-19 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf
- Festkomitee "200 Jahre Karlshagen" gegründet
Auf dem Weg zum Jubiläum: 200 Jahre Karlshagen! Liebe Einwohnerinnen, liebe Einwohner und liebe Gäste, Karlshagen steuert auf ein historisches Ereignis zu: Im Jahr 2029 feiern wir das 200-jährige Bestehen unserer Gemeinde. Was 1829 als „Pudagla II – Forstfiskalischer Gutsbezirk“ begann und 1837 den Namen „Carlshagen“ erhielt, soll im Jubiläumsjahr gebührend gefeiert werden. Das durch die Gemeindevertretung bestätigte Festkomitee hat bereits die Arbeit aufgenommen. Ihm gehören an: Vorsitz: Stefan Bethke Mitglieder: Dagmar Hidde, Regina Juretzko, Annegret Baumgart, Lutz Euen und Horst Lewerenz. Wir suchen Ihre Schätze: Ein Aufruf an alle Haushalte. Ein Jubiläum lebt von der Erinnerung. Deshalb erneuern wir heute unseren Aufruf: Bitte unterstützen Sie uns mit historischen Materialien, die die Geschichte Karlshagens erzählen. Wir suchen: Bildmaterial & Fotos (aus allen Jahrzehnten) Schriften, Briefe & Dokumente Persönliche Berichte & Erinnerungsstücke Wir freuen uns über Kopien, die wir für Sie auch anfertigen können, oder Leihgaben. Wichtig: Bitte nehmen Sie vorab Kontakt zu uns auf, um die Übergabe abzustimmen: Per E-Mail: 200jahre@karlshagen.de oder telefonisch: 038377-73208. Gemeinsam planen – das Festjahr 2029 Das Jubiläum soll kein einzelnes Fest sein, sondern ein ganzes Festjahr, das von der Gemeinschaft getragen wird. Wir möchten, dass alle Veranstaltungen der Gemeinde, der Vereine, der Institutionen und unserer Unternehmer im Jahr 2029 unter dem gemeinsamen Motto „200 Jahre Karlshagen“ stehen. Die nächsten Schritte: Vereinsstammtisch: Am 25. Juni werden wir unsere ersten Vorstellungen und Konzepte den Vereinen vorstellen. Information: Wir werden Sie hier im Amtsblatt regelmäßig über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren. Eine frühzeitige Planung ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Jubiläum. Bleiben Sie mit uns in Verbindung – gestalten wir gemeinsam ein unvergessliches Jahr 2029! Ihr Festkomitee „200 Jahre Karlshagen“ Horst Lewerenz Festkomitee 200 Jahre Karlshagen Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 29 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf
- Wählergemeinschaft Peenemünde - Frühjahrsputz 2026
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner, der diesjährige Frühjahrputz in unserer Gemeinde fand am 11. April 2026 statt. Rund 25 engagierte Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich an der gemeinsamen Aktion. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Müllsammeln im Bereich des B-Plan 12 – der großen freien Fläche am Hafen, auf der sich einst die Unterkunfts- und Dienstgebäude der ehemaligen 1. Flottille der Volksmarine befanden. Ein herzliches Dankeschön gilt auch der Bootsangelgemeinschaft, die sich intensiv um das umliegende Gelände sowie die zugehörigen Parkflächen gekümmert hat. Durch diesen gemeinsamen Einsatz konnte ein sichtbarer Beitrag für ein sauberes und gepflegtes Ortsbild geleistet werden. Zum Ausklang des erfolgreichen Einsatzes gab es als kleines Dankeschön Getränke sowie die traditionelle Bratwurst vom Grill, was den gemeinsamen Tag in geselliger Runde abrundete. Sehr erfreulich zeigt sich zudem das Ergebnis der herbstlichen Pflanzaktion: Im Frühjahr präsentieren sich die gesetzten Pflanzen in gelb-grüner Blütenpracht und sorgen für ein freundliches und einladendes Erscheinungsbild unseres Ortes. Auch aus der aktuellen Gemeindepolitik gibt es positive Entwicklungen zu berichten. Ein wichtiger Punkt aus dem Wahlprogramm der Wählergemeinschaft (WG), der Neubau des Fußweges an der Bahnhofstraße, befindet sich derzeit in der Umsetzung. Das Vorhaben wird von vielen Einwohnerinnen und Einwohnern sehr positiv aufgenommen. Ein weiteres bedeutendes Projekt ist die Neugestaltung des Strandparkplatzes Kienheide. Dieser soll ein vollständig neues Erscheinungsbild und Konzept erhalten. Der Baustart ist für den kommenden Herbst geplant. Auch dieses Vorhaben war Teil der Agenda der WG. Darüber hinaus sucht die Gemeinde im Rahmen einer Ausschreibung für den B-Plan 12 einen geeigneten Investor. Dieses Projekt stellt potenzielle Bewerber nicht nur vor finanzielle, sondern auch vor planerische Herausforderungen. Den Gemeindevertretern – insbesondere der Wählergemeinschaft in verantwortlicher Position – kommt hierbei eine besondere Bedeutung zu. Abschließend möchten wir uns herzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die sich aktiv an den gemeinschaftlichen Aktionen beteiligt haben. Ebenso gilt unser Dank den Mitgliedern unserer Wählergemeinschaft für ihr Engagement zum Wohle unserer Gemeinde. Ihre Wählergemeinschaft Peenemünde (WG) Text u. Fotos: Roland Schult Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 8 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf
- Vortrag über Peenemünde am 17. Juni 2026 in Zinnowitz
Dietrich Gildenhaar hält unter dem Titel "Geheime Kommandosache Peenemünde – Personen, Pläne, Projekte" am 17. Juni 2026 um 19.30 Uhr einen multimedialer Vortrag im Haus des Gastes Zinnowitz. Willkommen zu einer spannenden Entdeckungsreise in die geheimnisvolle Welt von Peenemünde! Hier, an der Küste der Insel Usedom, wurde Geschichte geschrieben – und das nicht immer im Licht der Öffentlichkeit. Lassen Sie sich in einen Abend voller interessanter Einblicke und spannender Geschichten entführen! Mindesteilnehmer: 5 Personen Bitte um Anmeldung bis zum Vortag im Haus des Gastes! Infos unter: https://www.zinnowitz.de/de/veranstaltungen/ostseebad-zinnowitz/vortrag-geheime-kommandosache-peenemuende-personen-17062026 Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 05/2026 (20. Mai 2026), S. 13 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/05/3429_UsedomNord052026.pdf
- Rainer Adam wird Ehrenmitglied des Fördervereins Peenemünde
Während der monatlich stattfindenden Vorstandsitzung des Fördervereins Peenemünde wurde am 2. Juni 2026 einstimmig beschlossen, unser Gründungsmitglied Rainer Adam, Käpitän zur See a.D., für seine langjährige Vereinsarbeit mit der Ehrenmitgliedschaft auszuzeichnen. Seit seinem Eintritt in unseren Verein am 23. Februar 1991 (Mitglieds-Nr. 6) engagierte sich Rainer bei uns. Er hielt lange Jahre regelmäßig Vorträge ab, insbesondere zur Natur Peenemündes. Mit seiner Idee zur Einrichtung einer Heimatstube legte er die Weichen für unser jetziges Marine- und Fliegermuseum in der Hafengalerie auf der Halbinsel Peenemünde. Als Chef der rückwärtigen Dienste der 1. Flottille der Volksmarine der DDR und passionierter Jäger prägte er über lange Zeiten hinweg den Ort Peenemünde. Von Anfang an, war er sozusagen "das grüne Gewissen" unseres Vereins, lag und liegt ihm doch besonders die Flora und Fauna des Peenemünder Hakens am Herzen, für deren Schutz und korrekte Darstellung er mit Leidenschaft eintrat. Ehrenamtlich war er nicht nur bei uns aktiv, er war und ist Mitglied vieler Vereine und Organisationen, wie die Marinekameradschaft Peenemünde, BUND und NABU. Sein 90. Geburtstag Anfang diesen Jahres wurde leider überschattet durch einen Sturz, mit dessen gesundheitlichen Folgen er immer noch kämpft. Am 10. Juni 2026 überraschte ihn der Vorstand mit der Auszeichnung der Ehrenmitgliedschaft und überreichte ihm die entsprechende Urkunde.
- Neuwahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Peenemünde findet am Sonntag, den 20. September 2026 statt
Bekanntmachung der Gemeindewahlleitung gem. § 45 Abs. (2) Satz 3 LKWG M-V i.V.m. $ 39 Abs. (2) LKWO M-V Die Gemeindewahlleitung hat am 26.05.2026 gem. $ 45 Abs. (1) LKWG M-V die Notwendigkeit der Neuwahl des ehrenamtlichen Bürgermeisters der Gemeinde Peenemünde nach § 44 Abs. (10) LKWG M-V festgestellt. Gemäß § 45 Abs. (2) Satz 1 LKWG M-V hat die Gemeindevertretung der Gemeinde Peenemünde durch Beschluss vom 02.06.2026, Beschlussnummer: GVPm/185/2026 als Tag der Neuwahl der / des ehrenamtlichen Bürgermeisterin / Bürgermeisters der Gemeinde Peenemünde Sonntag, den 20. September 2026 bestimmt. Eine mögliche Stichwahl wird am Sonntag, den 04. Oktober 2026 stattfinden. Zinnowitz, den 03.06.2026 Die Bekanntmachung erfolgte am 04.06.2026 im Internet unter der Website „www.amtusedomnord.de“. Veröffentlicht: 04.06.2026 gez. Krüger Quelle: Wahlbekanntmachung gem. § 45 Abs. 2 LKWG M-V über den Wahltag und evtl. Stichwahl Hier finden Sie weitere Informationen des Amts Usedom Nord über die aktuellen Bekanntmachungen zur Bürgermeisterwahl der Gemeinde Ostseebad Peenemünde: https://amtusedomnord.de/2026-buergermeisterwahl-peenemuende/ Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 7 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf
- Gemeinde Peenemünde - Bericht des Bürgermeisters
Liebe Peenemünderinnen und Peenemünder, wir haben für Peenemünde gemeinsam viel erreicht. Einiges sieht man, wie z.B. neue Sitzbänke/Mülleimer, den neuen Gehweg Bahnhofstraße und unseren Bauhof, anderes wird im Hintergrund geplant und erarbeitet, wie unser zu errichtendes Haus des Gastes, die weitere Entwicklung der touristischen Infrastruktur, der Shuttle-Bus, oder auch die Usedom-Card. Es ist schön anzusehen, wie sich unsere beiden Häfen (Halbinsel Peenemünde und Nordhafen) entwickeln und dadurch für Einheimische, wie Touristen immer breiter gefächerte, abwechslungsreiche Veranstaltungen bieten. Ich bin stolz und dankbar dafür, dass ich Euch und dem Ort zwei Jahre lang dienen konnte. Dabei stand für mich im Vordergrund, den Ort für alle Peenemünder weiter zu entwickeln. Nun stehen Gespräche betreffend Erweiterung des bereits bestehenden zivilen Forschungs- und Entwicklungszentrums unter Beteiligung der Universität Greifswald an. Diese sind mit Bedacht und Weitblick zu führen, damit unser Ort lebenswert bleibt. Wir können aber leider nur bedingt Einfluss nehmen. Keinesfalls darf die Bundeswehr maßgeblichen Einfluss gewinnen. Es muss sichergestellt sein, dass es zu keinerlei Beeinträchtigung der Einwohner und Urlauber der Region kommt. Die sich ergebende Chance der Schaffung von Arbeitsplätzen etc. darf nicht zu einem neuen Bundeswehrstandort führen. Aber gerade hierfür sollte bekanntlich eine Machbarkeitsstudie erstellt werden, zu der es hieß, dass Peenemünde keine Mitsprachemöglichkeiten habe, die Studie also auch gegen den Widerspruch Peenemündes durchgeführt werde. In einem sehr intensiven persönlichen Gespräch mit unserem Landrat konnte ich allerdings das scheinbar Unmögliche für Peenemünde erreichen, nämlich, dass die Erstellung dieser Machbarkeitsstudie vollständig gestoppt wurde. Das gesamte Geschehen war, wenn auch dieses Ergebnis erreicht werden konnte, sehr aufreibend. Ich habe mich daher dazu entschieden, mich zurück zu ziehen und wünsche meinem Nachfolger, dass er ein gutes Händchen und das diplomatische Geschick hat, die Interessen Peenemündes weiter nach vorne zu bringen. In diesem Sinne: „alles, alles Gute für unser Dorf“. Ich bin zurückgetreten zum 30.06.2026. Mein Stellvertreter Mario Szostak hat bereits die Geschäfte vorläufig übernommen bis zum Zeitpunkt einer Bürgermeisterwahl, welche für den 20.09.2026 vorgesehen ist. Ich bedanke mich bei allen Gemeindevertretern und sachkundigen Einwohnern. Ebenfalls bedanke ich mich bei allen Mitarbeitern des Amtes Usedom-Nord, der Leitenden Verwaltungsbeamtin Kerstin Teske, sowie dem Amtsvorsteher Wolfgang Gehrke, welche mir ohne Einschränkung bei Fragen immer helfend zur Seite standen. Besonders hervorheben möchte ich die äußerst kooperative Zusammenarbeit mit allen Nachbargemeinden, welche mir viel Freude bereitet hat. Ralf Turowski Bürgermeister Peenemünde Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 7 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf
- Neue Betriebsstätte für Raketenforschung in Peenemünde
NDR, 12.11.2024: Luft- und Raumfahrt-Startup "Polaris" plant Ansiedlung in Vorpommern Das Unternehmen Polaris entwickelt unter anderem Raumflugzeuge mit einem neuartigen Triebwerkssystem. Das Wirtschaftsministerium in Schwerin unterstützt eine Ansiedlung in Peenemünde auf Usedom. Dort wird bereits ein Demonstrator getestet und ein innovatives Triebwerk erfolgreich gezündet. Das Raumflugzeug Aurora soll nach Angaben von "Polaris" einen wirtschaftlichen Zugang zum Weltraum ermöglichen. In den 2030er-Jahren soll es einsatzfähig sein. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH) Das Luft- und Raumfahrt-Startup Polaris plant, eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde (Landkreis Vorpommern-Greifswald) zu eröffnen. Polaris gründete sich aus dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und entwickelt Raumflugzeuge und -fluggeräte mit neuartigen Triebwerken. Ziel des Unternehmens ist es, Raumflüge flexibler und kostengünstiger zu machen. In Peenemünde sollen in den kommenden Jahren rund 100 Arbeitsplätze geschaffen werden - überwiegend für Ingenieure und Techniker, wie das Wirtschaftsministerium mitteilte. Das von Polaris entwickelte Antriebssystem soll dabei im Vergleich zu herkömmlichen Triebwerken um bis zu 30 Prozent effizienter sein. Zusammen mit der kompakteren Bauweise könnten Raumflüge flexibler und kostengünstiger werden. Raumflugzeuge ab 2028 startklar? Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsministerium unterstützt das Vorhaben und stellt dem Unternehmen Fördermittel in Aussicht. Laut einer Pressemitteilung des Ministeriums seien die Anwendungsfälle der Polaris-Systeme bereits absehbar. Ab 2028 solle ein Raumflugzeug mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Objekte in den Orbit bringen können. Nach 2030 sei ein größeres System geplant, das zwischen kommerziell betriebenen Raumstationen und der Erde pendeln könne. Früheren Angaben zufolge könnte in einigen Jahren ein etwa 28 Meter langer Prototyp in Peenemünde abheben. Erste Experimentalflüge mit kleineren Modellen wurden in Peenemünde im Herbst 2022 begonnen. Der Vorteil gegenüber Raketen liegt laut Bundeswehr auf der Hand, es gebe "dadurch viele neue Möglichkeiten". Der Nurflügler könne nämlich von normalen Flughäfen starten und braucht keine Startrampen. Triebwerk erfolgreich gezündet: "Beleg für Innovationskraft" Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte (SPD) gratulierte den Polaris-Gründern nun zu ihrem jüngsten Erfolg, der Zündung eines sogenannten linearen Aerospike-Triebwerks: "Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands", so Schulte. Aerospike-Triebwerke: Neue Technik, aber noch nicht serienreif Polaris wurde 2019 von Alexander Kopp gegründet, der zuvor Systemingenieur am DLR war. 2021 bekam das Start-Up einen Forschungsauftrag der Bundeswehr, dem sich weitere Aufträge anschlossen. Dabei geht es auch um die Eignung der von Polaris vorangetriebenen Aerospike-Triebwerke. Diese Raketentriebwerke haben keine glockenförmige Düse, sondern mehrere kleine Brennkammern an der Außenseite des Triebwerks. Die Technik ist so komplex, dass es trotz Forschungen seit den 1950er-Jahren bisher kein einsatzfähiges, serienreifes System dieser Art gibt. Das neue System AS-1 von Polaris könnte das ändern. Im November 2023 wurde es erstmals erfolgreich gezündet. Wirtschaftsministerium will Polaris-Betriebsstätte unterstützen Das Wirtschaftsministerium in Schwerin und die Raumfahrt-Gesellschaft haben eine Absichtserklärung unterschrieben, die die Unterstützung konkretisiert. Ziel sei es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung, Entwicklung und der möglichen Produktion durch Fördermittel zu unterstützen. Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/vorpommern/Raumfahrt-Startup-plant-Ansiedlung-in-Peenemuende-Tests-mit-Raumgleiter,mvregiogreifswald1356.html ________________________________________________________________________ Pressemeldung Nr.304/24, Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit, Regierungsportal M-V, 12.11.2024: Wirtschaftsministerium unterstützt Ansiedlung von Luft- und Raumfahrt-Startup in Vorpommern Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte besuchte heute den Flughafen Peenemünde, um sich über die Ansiedlungspläne der POLARIS Raumflugzeuge GmbH zu informieren. POLARIS, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten sogenannten Aerospike-Triebwerken. Eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern soll in Kürze eröffnet werden. Das Unternehmen plant, in den kommenden Jahren rund 100 Arbeitsplätze zu schaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker. Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht. Klare Anwendungsfälle sind bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann. Schulte gratulierte POLARIS zu einem beachtlichen Meilenstein: Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. „Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands“, erklärte Schulte. Im Rahmen des Besuchs unterzeichneten das Wirtschaftsministerium und POLARIS einen Letter of Intent (LOI), der die geplante Unterstützung für das Vorhaben konkretisiert. Ziel ist es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion durch Fördermittel zu unterstützen. Das Ministerium unterstützt die Ansiedlung, um die Region Vorpommern als attraktiven Standort für Hochtechnologie weiter zu fördern. 121124-1 StS Ansiedlungspläne Polaris Peenemünde.pdf (PDF, 0,2 MB) Quelle: https://www.regierung-mv.de/Aktuell/?id=206312 ________________________________________________________________________ Vorhaben Von Vorpommern ins All - Raumfahrtunternehmen soll Jobs schaffen Ein Raumfahrtunternehmen will sich in Vorpommern ansiedeln und arbeitet an einem leistungsstarken Antrieb. Das könnte bald gut bezahlte Jobs in die strukturschwache Region locken. Die deutsche Firma arbeitet an dem Raumflugzeug Aurora. Es soll mit einem besonders leistungsstarken Antrieb funktionieren. (Bild: POLARIS Raumflugzeuge GmbH) Von Henning Stallmeyer In Peenemünde auf der Insel Usedom soll schon bald wieder an Raketen getüftelt werden – allerdings in ziviler Mission. Die Firma Polaris Raumflugzeuge GmbH hat am Dienstag ihre Ansiedlungspläne mit dem Wirtschaftsministerium am Standort Peenemünder Flughafen diskutiert. Staatssekretär unterzeichnet Absichtserklärung Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten sogenannten Aerospike-Triebwerken. Eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde in Mecklenburg-Vorpommern soll in Kürze eröffnet werden, heißt es dazu aus Schwerin. Wirtschaftsstaatsekretär Jochen Schule unterzeichnete dazu eine Absichtserklärung gemeinsam mit Polaris. Die Ansiedlung soll rund 100 Jobs ins strukturschwache Vorpommern lotsen. Überwiegend technische Berufe und Ingenieure. Polaris will ab 2028 ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten lassen. Die geplante Betriebsstätte in Peenemünde an der Nordspitze der Insel Usedom soll bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion von diesen neuen Antrieben helfen. Gratulation zu einem beachtlichen Meilenstein Bei der Unterzeichnung der Absichtserklärung gratulierte Staatssekretär Schulte dem Unternehmen zu einem beachtlichen Meilenstein: Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. „Dieser Erfolg belegt die Innovationskraft, die in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend Fuß fasst. Unser Bundesland etabliert sich als Standort für Spitzentechnologien und leistet einen wichtigen Beitrag zur technologischen Vielfalt Deutschlands“, erklärte Schulte. Einst 12.000 militärische Beschäftigte In Peenemünde wurden während des Zweiten Weltkriegs mit großem Aufwand Marschflugkörper und Raketen entwickelt und abgeschossen. Die Nazis hatten die Rakete ab 1944 tausendfach als sogenannte Vergeltungswaffe eingesetzt und sie deshalb als V2 bezeichnet. Vor allem England und Belgien wurde damit angegriffen. Zeitweise arbeiteten daran bis zu 12.000 Menschen. Die Versuchsanstalten Peenemünde waren von 1936 bis 1945 das größte militärische Forschungszentrum Europas. Heute erinnert das Historisch-Technische Museum an diese Zeit. Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/usedom/von-vorpommern-ins-all-raumfahrtunternehmen-soll-hochbezahlte-jobs-schaffen-3070913 ________________________________________________________________________ OZ (online), 12.11.2024: Raumflugzeug soll 2028 starten 100 neue Jobs: Luft- und Raumfahrt-Start-up eröffnet Standort in Peenemünde Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Quelle: POLARIS Raumflugzeuge GmbH Am Flughafen Peenemünde soll sich bald ein Luft- und Raumfahrtunternehmen ansiedeln. Für Ingenieure und Techniker soll es künftig bis zu 100 neue Arbeitsplätze geben. 2028 solle das erste Raumflugzeug starten. Von Gina Henning Peenemünde. Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Das teilte das Wirtschaftsministerium am Dienstag (12. November) mit. Das Unternehmen entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten, sogenannten Aerospike-Triebwerken. In den kommenden Jahren werden dort rund 100 Arbeitsplätze geschaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker. Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht. Ab 2028 soll ein Raumflugzeug starten Klare Anwendungsfälle seien bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann. Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. Für das Vorhaben in Peenemünde will das Ministerium das Unternehmen unterstützen. Wirtschaftsstaatssekretär Jochen Schulte war vor Ort und unterzeichnete mit Polaris einen Letter of Intent (LOI), der die geplante Unterstützung für das Vorhaben konkretisiert. Ziel ist es, die geplante Betriebsstätte in Peenemünde bei Forschung und Entwicklung sowie in der Vorbereitung einer späteren Produktion durch Fördermittel zu unterstützen. OZ Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/mecklenburg-vorpommern/luft-und-raumfahrt-startup-polaris-eroeffnet-standort-in-peenemuende-COOY27XZANCUDICGLAVWMEF26I.html ________________________________________________________________________ OZ (Usedom-Ausgabe), 14.11.2024, S. 15: Hoffnung auf 100 neue Arbeitsplätze Peenemünde. Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt (DLR), eröffnet in Kürze eine Betriebsstätte am Flughafen Peenemünde. Das teilte das Wirtschaftsministerium mit. Das Unternehmen entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen, effizienten, sogenannten Aerospike-Triebwerken. In den kommenden Jahren werden dort rund 100 Arbeitsplätze geschaffen, überwiegend für Ingenieure und Techniker. Das neue Antriebssystem soll eine bis zu 30 Prozent höhere Effizienz als herkömmliche Antriebe aufweisen und kompakter gebaut werden, was Raumflüge flexibler und kostengünstiger macht. Klare Anwendungsfälle seien bereits in Sicht: ab 2028 soll ein Raumflugzeug mit einer Nutzlastkapazität von bis zu einer Tonne Satelliten und andere Nutzlasten in den Orbit starten können. Nach 2030 ist ein noch größeres System geplant, dass dann Nutzlasten zu künftigen kommerziell betriebenen Raumstationen und zurück transportieren kann. Das Unternehmen hat kürzlich weltweit erstmals erfolgreich ein lineares Aerospike-Triebwerk im Flug gezündet und Luft- und Raumfahrtgeschichte geschrieben. Die Bremer Firma "Polaris Spaceplanes" führte am 29. Oktober 2024 den Mira II-Raketen-Roll-Test am Flugplatz Peenemünde durch... ________________________________________________________________________ Erst vor zwei Wochen gelang dem deutschen Start-up POLARIS Raumflugzeuge in Peenemünde ein Durchbruch in der Raketentechnologie. POLARIS zündete mit seinem Raumflugzeug MIRA 2 erstmals erfolgreich ein Aerospike-Raketentriebwerk während eines Fluges: https://www.foerderverein-peenemuende.de/post/polaris-raumflugzeuge-testet-in-peenemünde-erstmals-erfolgreich-einem-aerospike-antrieb
- POLARIS feiert 250 absolvierte Flüge auf dem Flugplatz Peenemünde
Mitteilung der POLARIS Raumflugzeuge GmbH, 13.11.2025: Wir feiern 250 Flüge unserer Fahrzeugflotte! Herzlichen Glückwunsch an das gesamte POLARIS-Team zum Erreichen dieses Meilensteins! Wir freuen uns auf die kommenden Tausenden von Flügen – in der Atmosphäre und ins All Quelle: https://www.linkedin.com/posts/polaris-spaceplanes_we-are-celebrating-250-flights-of-our-vehicle-activity-7394660861845479424-6R_l
- Raumgleiter in Peenemünde: Bundeswehr will im Weltall "kriegstüchtig" werden und investiert 35 Milliarden Euro in Raumfahrtprojekte
ZDF vom 03.02.2026: Aufrüsten im All: Start-up baut Raumflugzeug für die Bundeswehr von Alexander Poel und David Römhild Eine Bremer Firma entwickelt ein Hyperschall-Raumflugzeug für die Bundeswehr. Die will im Weltall "kriegstüchtig" werden – und investiert 35 Milliarden Euro in Raumfahrtprojekte. Das Bremer Start-up Polaris entwickelt für die Bundeswehr ein Hyperschall-Raumflugzeug für Missionen im Weltall: halb Rakete, halb Flugzeug und von Flughäfen aus einsetzbar. 03.02.2026 | 1:36 min Kleines Start-up, großer Auftrag: Die Bundeswehr hat das Bremer Unternehmen Polaris mit dem Bau eines Raumflugzeugs beauftragt. Das Fluggerät soll mit Hyperschall, also oberhalb der fünffachen Schallgeschwindigkeit, unterwegs sein. Der etwa bei Trägerraketen notwendige Startplatz entfalle, so Firmengründer Alexander Kopp. "Wir können wirklich von Flughäfen und Flugplätzen weltweit aus operieren. Dadurch haben wir ein sehr flexibles System, ein sicheres System - und wir können extrem kostengünstig operieren." Alexander Kopp, Gründer Polaris Raumflugzeuge Das unbemannte Flugzeug mit der "Größe und Startmasse eines Kampfjets" soll laut Hersteller bereits bis Ende 2027 flugbereit sein. Neben zwei Düsentriebwerken soll es auch von einem sogenannten Aerospike-Raketentriebwerk beschleunigt werden - technisch eine Herausforderung: "Weil wir wie mit einem regulären Flugzeug agieren müssen, das heißt: Ganz normal starten, ganz normal landen. Gleichzeitig müssen auch der Hyperschallflug funktionieren und das Raketentriebwerk." Alexander Kopp, Gründer Polaris Raumflugzeuge Der Hauptzweck des zweistufigen Systems bestehe darin, als Hyperschall-Testplattform für "verteidigungsbezogene Forschung" zu dienen. Das Raumflugzeug könne aber auch für den Start kleiner Satelliten verwendet werden, teilte das Unternehmen mit. Die Idee, wiederverwendbare Raumschiffe zu entwickeln, ist nicht neu. Auch die deutsche Firma Polaris versucht sich daran - ihr Rezept: Raumflugzeuge, die von herkömmlichen Startbahnen abheben können. Generalmajor: Wir müssen bis 2029 kriegstüchtig sein Schnell fliegen, Ziele flexibel aus der Luft aufklären und unabhängig Satelliten in den Erdorbit bringen. All das sind Fähigkeiten, die sie beim Weltraumkommando der Bundeswehr in Nordrhein-Westfalen schätzen. Von Uedem aus koordiniert die Luftwaffe ihre Aktivitäten im Weltraum. Die sicherheitspolitische Lage im All verändere sich - es sei an der Zeit, Geschwindigkeit an den Tag zu legen, betont Generalmajor Michael Traut im ZDF-Interview. "Wir sind in einer Situation, wo wir bis 2029 kriegstüchtig sein müssen, um uns in einem möglichen Angriffsfall durch Russland auch verteidigen zu können." Generalmajor Michael Traut, Kommandeur Weltraumkommando der Bundeswehr Milliardenpaket für Weltraumsicherheit Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hatte im vergangenen Jahr 35 Milliarden Euro Investitionen in die Raumfahrt angekündigt. Das Weltraumsicherheitspaket umfasst Weltraumoperationen, weltweite Aufklärung, die Abwehr von Flugkörpern und Erdbeobachtung. Deutschland rüstet sich gegen Angriffe im All Die Bundeswehr gehörte mit Forschungsmitteln bereits zu den ersten Investoren des Bremer Unternehmens. Start-ups hätten den Vorteil, deutlich risikofreudiger und agiler als große Rüstungsunternehmen zu sein, so General Traut weiter. In Bremen investiert die Truppe nun erneut einen Millionenbetrag - wie hoch, bleibt geheim. Die ArianeGroup zeigt ihre neue Raketenstufe und betont damit die militärische Nutzung von Raumfahrttechnik. Die Branche wittert viele Aufträge in Milliardenhöhe. Alexander Kopps Vision geht allerdings weit über den Rüstungsauftrag hinaus. Der Gründer träumt von einer "Airline in den Weltraum", mit Fracht- und Personenverkehr zu Raumstationen. Zunächst aber wird sein Unternehmen in Bremen einen neuen Standort beziehen, um dort das von der Bundeswehr bestellte Raumflugzeug zu bauen. Quelle: https://www.zdfheute.de/wirtschaft/ruestung-bundeswehr-raumflugzeug-start-up-bremen-100.html
- In Peenemünde getestete POLARIS-Raumgleiter sind Teil der Weltraumsicherheitsstrategie der Bundesregierung
Die Bundesregierung hat am 19. November 2025 erstmals eine Weltraumsicherheitsstrategie beschlossen, "um Deutschlands Position im Weltraum angesichts wachsender internationaler Konkurrenz und Sicherheitsrisiken zu stärken". Auf Seite 36 besagter Weltraumsicherheitsstrategie findet sich die Aussage: "Als ein Beispiel für solche Innovationen dienen hypersonische Raumflugzeuge, die zukünftig über das Potenzial von zahlreichen technologischen Sprunginnovationen verfügen werden. Sie können von konventionellen Flugplätzen starten und landen, sind wiederverwendbar, erzeugen nahezu keinen Weltraummüll, ermöglichen schnellere Einsätze als Trägerraketen und verursachen in der Startphase eine geringere Umweltbelastung." Unter dem Text findet sich folgende Grafik: Künstlerische Darstellung des Raumflugzeugs „Aurora“ eines deutschen Start-ups. Das bedeutet, dass die seit 2022 in Peenemünde getesteten Raumgleiter des Bremer Start-ups POLARIS nun offiziell Teil der Weltraumsicherheitsstrategie der deutschen Bundesregierung sind. Es bleibt abzuwarten, inwieweit dieses Auswirkungen auf die Ortsentwicklung Peenemündes hat. Der Großteil der Einwohner möchte jedenfalls kein neues militärisches Sperrgebiet in und um Peenemünde, nur weil Hardliner innerhalb der Bundesregierung und bestimmte Lobbygruppen und Rüstungsbetriebe Deutschland wieder "kriegstüchtig" machen wollen. Hier finden Sie die Weltraumsicherheitsstrategie der Bundesregierung 2025 als PDF-Datei: _______________________________________________________________ Mitteilung der POLARIS Raumflugzeuge GmbH, 18.11.2025: Jetzt ist es offiziell: Unsere Raumflugzeuge sind Teil von Deutschlands erster Weltraumsicherheitsstrategie Quelle: https://www.linkedin.com/posts/now-its-official-our-spaceplanes-are-part-share-7397551461208858624-wzYZ/
- Bundeswehr testet neues Raumgleiter-Modell in Peenemünde
OZ (Usedom-Ausgabe) vom 17.03.2023, S. 12: Bundeswehr testet Raumgleiter in Peenemünde Der sogenannte Demonstrator „Athena“ könnte eines Tages zu einem 30 Meter langen Raumflugzeug werden, das zur Aufklärung genutzt wird Bundeswehr testet neues Raumgleiter-Modell in Peenemünde. Foto: Polaris Raumflugzeuge GmbH Von Stefanie Ploch Peenemünde. Die Bundeswehr will hoch hinaus – und hat sich dafür Usedom ausgesucht: Auf dem Flugplatz Peenemünde im Norden der Insel Usedom sind Modelle eines neuen Raumflugzeugs getestet worden. Der turbostrahlgetriebene Raumflugzeug-Demonstrator „Athena“ wurde von der Bundeswehr in Auftrag gegeben und soll Erkenntnisse zu Aufklärung und Satellitenverbringung bringen. Das Besondere an diesen Raumflugzeugen: Sie sollen von jedem Flughafen starten können und benötigen keine Startrampen. Insgesamt eröffne das Projekt viele neue Möglichkeiten, heißt es in einer Mitteilung der Bundeswehr. Schon für dieses Jahr ist der Bau des vergrößerten Modells „Nova“ geplant. Dieses soll mit einem Raketenantrieb ausgestattet werden und Überschallflüge möglich machen. Die Chancen stehen gut, dass auch dieses Modell in Peenemünde getestet werden könnte – geplant ist der erste Test der „Nova“ für Ende des Jahres. Die Bremer Firma „Polaris Raumflugzeuge“ stellt die ferngesteuerten Fluggeräte her und hat den Demonstrator „Athena“ und das Vorgängermodell „Aldea“ in Peenemünde auf Herz und Nieren getestet. Sie sagen, dass der Flughafen Peenemünde aufgrund seiner einzigartigen geografischen Gegebenheiten für den Flugtest ausgewählt wurde. „Der Airport bietet als einziger Flugplatz Deutschlands eine lange Start- und Landebahn (2,5 Kilometer) direkt in Richtung Meer, ohne Siedlungen im Anflugkorridor oder in Flughafennähe.“ Während der Tests wurde ein temporäres Flugbeschränkungsgebiet mit einer Gesamtfläche von 260 Quadratkilometern eingerichtet. Das Modell „Athena“ hat eine Länge von 3,5 Metern und ist 120 Kilogramm schwer. „Im Gegensatz zu früheren Demonstratoren viel schwerer, leistungsstärker und ausgefeilter. Deswegen benötigte Athena ein umfassendes Zulassungsverfahren. Um das Sicherheitsniveau im Notfall zu erhöhen, ist das Fahrzeug außerdem mit einem redundanten Flight Termination System (FTS) und einem Rettungsfallschirm ausgestattet“, heißt es von Polaris. Die ersten Tests der Raumflugzeug-Demonstratoren in Peenemünde fanden im November vergangenen Jahres statt. Zunächst wurden mit dem leichteren Vorgängermodell „Aldea“ 13 Testflüge durchgeführt, die nach Angaben des Unternehmens ohne Probleme verliefen. „Hauptzweck der Flüge war die Untersuchung der Flugstabilität sowie die Ermittlung und Anpassung von Flugreglerparametern.“ Wegen schlechter Sicht wurde der anschließende Test der „Athena“ um einige Wochen verschoben. Mit dem 120 Kilo Flugobjekt wurden insgesamt 21 Testflüge durchgeführt. Der erste Flug legte etwa zehn Kilometer Bodenentfernung zurück. „Diese Flugkampagnen lieferten unschätzbare Daten, die zur Projektbeschleunigung und Risikominderung des Raumflugzeugs in voller Größe verwendet und 2023 fortgesetzt werden.“ Inzwischen haben die Konstruktionsarbeiten am vierten Demonstrator „Nova“ begonnen. Das Modell soll noch größer werden und die Fähigkeit zum Überschallflug demonstrieren. „Nova ist der letzte Hochleistungs-Demonstrator, bevor sich der Fokus auf die Entwicklung des Raumflugzeugs in Originalgröße verlagert“, schreibt Polaris in einer Mitteilung. Peenemünde nimmt also wieder eine wichtige Rolle bei der Weiterentwicklung der Raumfahrt ein. Der Ort gilt historisch als „Die Wiege der Raumfahrt“: Dort startete 1942 die weltweit erste Rakete in den Weltraum. In den Heeresversuchsanstalten der Nazis mussten Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge an der Entwicklung der Raketen mitarbeiten – und kostete vielen Menschen das Leben. Der Flugplatz war Bestandteil der Erprobungsstelle der Luftwaffe und gehörte mit seinem großen Rollfeld während des Zweiten Weltkrieges zu den größten Flugplätzen Deutschlands. In den Jahren von 1938 bis 1945 wurden hier die verschiedensten Fernlenkwaffen, Flugzeuge mit Raketenantrieb und Starthilfsraketen getestet. Eine Zeit lang war Peenemünde auch als Weltraumbahnhof im Gespräch. Von dort sollten Touristen ins All fliegen. _______________________________________________________________________ Europäische Sicherheit & Technik, 17.03.2023: Unbemanntes Raumflugzeug im Test Der Raumflugzeug-Demonstrator „Athena“ der Polaris Raumflugzeuge GmbH hat im November 2022 bei seinem erfolgreichen Erstflug wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung eines Raumflugzeugs für die Bundeswehr gebracht, wie die Bundeswehr kürzlich auf ihrer Webseite bekanntgegeben hat. Ein Raumflugzeug startet von einem üblichen Flugplatz mit seinem Jet-Antrieb. Im Flug wird das Raketentriebwerk gestartet, mit dem das Fluggerät auf die Arbeitsposition fliegt. Nach Erledigung der Aufgabe kehrt das Flugzeug zum Boden zurück. Die Bundeswehr lässt von Polaris ein Fluggerät entwickeln, dass als Aufklärungs- oder Transportflugzeug außerhalb der Atmosphäre operieren kann. Der Demonstrator Athena sei in acht Monaten entwickelt und für den Erstflug vorbereitet worden, schreibt Polaris. Zu den Vorbereitungen gehöre auch die Beherrschung der komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, die es Polaris ermöglichten, ein 120 kg schweres Demonstrations-Raumflugzeug in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland zu betreiben. In dem Forschungs- und Technologievorhaben arbeiten die Wehrtechnische Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät in Manching (WTD 61), der „Drone Innovation Hub“ und das Kompetenzzentrum für unbemannte Fluggeräte eng mit der Industrie zusammen. Der Raumflugzeug-Demonstrator „Athena“ absolvierte seinen Erstflug in Peenemünde. (Foto: Polaris Raumflugzeuge) Der Demonstrator „Athena“ ist nach Angaben von Polaris 3,5 m lang und wiegt 120 kg. Vier Turbomotoren beschleunigen das Flugzeug auf bis zu 0,4 Mach. Die stabile und steife Struktur sei für seitliche Manöverbelastungen von 6,6 g ausgelegt und könne in der nächsten Entwicklungsstufe ein Raketentriebwerk und das entsprechende Raketentreibstoffsystem aufnehmen. Drei Exemplare wurden für die Flugversuche in Rotenburg/Wümme und Peenemünde gebaut. Ziel der Flugtests im November war nach Angabe der Bundeswehr das Gewinnen von aerodynamischen und flugmechanischen Erkenntnissen und Daten als Grundlage für die weitere Entwicklung des Systems. Konstruktion und Bau des vierten Demonstrators „Nova“ haben bereits begonnen, wie Polaris schreibt. Nova werde wesentlich größer und ausgefeilter sein als die bisherigen Fahrzeuge und erhalte in der Rumpfmitte ein Raketentriebwerk. Damit soll die Fähigkeit zum Überschallflug demonstriert werden. Flugtests mit dem Hochleistungs-Demonstrator seien für die zweite Hälfte dieses Jahres geplant. Danach verlagert sich der Schwerpunkt Polaris zufolge auf die Entwicklung des vollwertigen Raumflugzeugs. Die Bundeswehr will im Rahmen des Projekts einen 1:1 Prototypen bauen lassen. Redaktion / gwh Quelle: https://esut.de/2023/03/meldungen/40622/unbemanntes-raumflugzeug-im-test/ _______________________________________________________________________ NDR, 14.03.2023: Bundeswehr testet neues Raumgleiter-Modell in Peenemünde Die Bundeswehr hat auf dem Flugplatz in Peenemünde auf Usedom das Modelleines Raumflugzeugs getestet. Der sogenannte Demonstrator "Athena" könnte eines Tages zu einem 30 Meter langen Raumgleiter werden, der zur Aufklärung genutzt wird oder Satelliten ins All bringt. Der Demonstrator "Athena" kurz vor dem Start in Peenemünde. © POLARIS Raumflugzeuge GmbH Knapp 80 Jahre nach den letzten Teststarts von Raketen der Nazis sind in Peenemünde am Nordzipfel Usedoms wieder Versuche mit innovativen Flugkörpern durchgeführt worden. Wie die Bundeswehr mitteilte, fanden im Herbst 2022 erste Testflüge eines sogenannten Raumflugzeug-Demonstrators "Athena" von dem privat betriebenen Flugplatz in Peenemünde statt. Bei dem Fluggerät des Bremer Unternehmens Polaris handelt es sich um ein ungefähr 3,5 Meter langes und 120 Kilogramm schweres Modell. Neuartiges Aufklärungssystem und Satellitentransport Dieser Demonstrator wurde in Peenemünde getestet. Bei diesem Projekt arbeiten die Bundeswehr und das Bremer Unternehmen zusammen. Die Bundeswehr sieht in der neuen Technik vor allem Möglichkeiten für ein neuartiges Aufklärungssystem sowie zum Transport von Satelliten ins All. Der Vorteil gegenüber Raketen liegt auf der Hand. Der Nurflügler kann nämlich von normalen Flughäfen starten und braucht keine Startrampen. "Insgesamt eröffnet das Projekt für die Bundeswehr dadurch viele neue Möglichkeiten", teilte die Bundeswehr mit. Bis 2026 soll ein 28 Meter langer Raumgleiter entstehen Die Pläne sehen vor, dass der Demonstrator bis Ende 2023 zu einem fortgeschrittenen etwa sechs bis sieben Meter langen Modell mitsamt Raketentriebwerk weiterentwickelt wird. 2026 könnte dann, wenn alles klappt, erstmals der nach Polaris-Angaben etwa 28Meter lange Prototyp abheben. Die ersten Experimentalflüge in Peenemünde wurden im vergangenen Herbst begonnen. Wahl auf Peenemünde fiel wegen der abgeschiedenen Lage Wie lange die Flüge dauerten und wie hoch das neue "Athena"-Modell aufstieg, wurde nicht mitgeteilt. Allerdings wurden laut Bundeswehr während der Tests zeitlich begrenzte Flugbeschränkungsgebiete (sogenannte NOTAMs) eingerichtet, um die zivile Luftfahrt nicht zu gefährden. "Der Standort ist einzig aufgrund der einzigartigen geografischen Lage des Flugplatzes gewählt worden", sagte ein Polaris-Sprecher dem NDR in MV. "Wir wollen nicht in der Tradition früherer Arbeiten in Peenemünde gesehen werden, die unter einem ganz anderen Stern standen." Die Bundeswehr betonte, dass es dort die einzige Landebahn im Bundesgebiet gibt, die mit 2.400 Metern einerseits lang genug ist und andererseits direkt auf die Ostsee - also unbewohntes Gebiet - führt. "Sicherheit hat immer oberste Priorität", hieß es von der Bundeswehr. Schauplatz mit dunkler Geschichte "Von diesem Test-Flugplatz aus wurden ab 1937 kleinere raketenbetriebene Flugkörpergestartet und getestet", sagte der Kurator des Historisch-Technischen Museums Peenemünde, Philipp Aumann, NDR.de. Das Museum befindet sich im ehemaligen Kraftwerk der Versuchsanstalt - rund zwei Kilometer von dem Flugplatz entfernt. Es dokumentiert die dunkle Geschichte dieses Schauplatzes. Ab Mitte der 1930er-Jahrewurde auf einem rund 25 Quadratkilometer großen Areal rund um das ehemalige Fischerdorf Peenemünde eine Versuchsstelle des Heeres und der Luftwaffe gebaut. Die Wahl der Nazis auf Peenemünde sei seinerzeit aus zwei Gründen gefallen: "Es ging darum, von der Nordspitze der Insel Raketen und andere Fluggeräte in die Ostseereinzuschießen, um die Ostsee als sicheres Zielfeld zu nutzen", so Aumann. Außerdem seien die Nazis davon ausgegangen, dass der abgelegene Ort von alliierten Aufklärungsflugzeugen unentdeckt bleiben würde. 1944 fliegt eine Rakete von Peenemünde an den Rand des Weltalls In Peenemünde wurden von Ingenieuren um Wernher von Braun auch sogenannte Vergeltungswaffen wie der Marschflugkörper "V1" und die Rakete "V2" entwickelt und getestet. Eine solche "V2" erreichte am 3. Oktober 1942 erstmals eine Höhe von 80Kilometern. Sie gilt als das erste menschengemachte Objekt, das den Rand des Weltalls erreichte. Zehntausende Menschen bezahlten mit ihrem Leben Die Nutzung dieser neuartigen Technologie brachte allerdings Zehntausenden Menschen den Tod - Zivilisten in Städten in England und Belgien, auf die die "V"-Waffenabgeschossen wurden und Zwangsarbeitern, die bei der Produktion der Waffen untermenschenunwürdigen Bedingungen rücksichtslos eingesetzt wurden. Nach der Entdeckung und späteren Bombardierung Peenemündes durch die Alliierten im August1943 wurde die Produktion unterirdisch nach Mittelbau-Dora im Harz verlagert. Nach1945 wurde der Flugplatz in Peenemünde von der NVA genutzt. Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/Bundeswehr-testet-neues-Raumgleiter-Modell-in-Peenemuende,peenemuende352.html _______________________________________________________________________ Bundeswehr, 13.03.2023: Forschung und Technologie Aus „ATHENA“ wird „NOVA“ - Unbemanntes Raumflugzeug getestet Im Herbst 2022 wurden erste Flugversuche mit dem turbostrahlgetriebenen Raumflugzeug-Demonstrator „ATHENA“ durchgeführt. Das ferngesteuerte Fluggerät wurde von der Firma Polaris Raumflugzeuge GmbH im Auftrag der Bundeswehr gebaut. Es ist mit 3,5 Meter Länge etwa 120 Kilogramm schwer. Der Demonstrator „ATHENA“ kurz vor dem Start in Peenemünde. © POLARIS Raumflugzeuge GmbH Forschungs- und Technologie-Projekt eröffnet neue Möglichkeiten Bei dem zugrundeliegenden Forschungs- und Technologie-Projekt arbeiten Industrie und Bundeswehr eng zusammen. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf einem neuartigen Aufklärungssystem. Aber auch die optionale Nutzung als Satellitenverbringungssystem ist Teil der Versuche. Insgesamt eröffnet das Projekt für die Bundeswehr dadurch viele neue Möglichkeiten. Der Wehrtechnischen Dienststelle für Luftfahrzeuge und Luftfahrtgerät in Manching (WTD 61) kommt in dem Forschungs- und Technologievorhaben eine besondere Bedeutung zu. Beteiligt ist nicht nur der bei ihr angesiedelte „Drone Innovation Hub“, der als Bindeglied der Bundeswehr zu drohnenrelevanten Start-Up-Unternehmen fungiert. Auch das bei der Dienststelle eingerichtete Kompetenzzentrum für unbemannte Fluggeräte (Unmanned Aerial Systems - UAS) ist in das Projekt eingebunden. Sicherheit an erster Stelle Initiale Flugversuche mit Demonstratoren bergen immer gewisse Risiken. Um deren Durchführung gleichwohl zu ermöglichen und die Sicherheit aller Beteiligten sowie der Umgebung zu gewährleisten, waren im Vorfeld umfangreiche Abstimmungen notwendig. Sicherheit hat immer oberste Priorität. Die Versuche mit dem Raumflug-Demonstrator fanden daher auf dem Flugplatz Peenemünde auf der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern statt. Dessen abgeschiedene Lage und die direkt in die Ostsee ragende Start- und Landebahn mit 2.400 Metern Länge erfüllten alle Voraussetzungen für die Durchführung der Tests. Auch ein temporäres Flugbeschränkungsgebiet wurde eingerichtet. Daten für die Zukunft Die mit „ATHENA“ gewonnenen aerodynamischen und flugmechanischen Erkenntnisse und Daten fließen in die weitere Entwicklung des Systems ein. Schon für 2023 ist der Bau des vergrößerten Modells „NOVA“ geplant. Dieses soll mit einem Raketenantrieb ausgestattet werden und Überschallflüge möglich machen. Anschließend ist der Bau eines 1:1 Prototypen geplant. Quelle: https://www.bundeswehr.de/de/organisation/ausruestung-baainbw/aktuelles/wtd61-unbemanntes-raumflugzeug-getestet-5594484




























