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Besucherrekord im HTI Peenemünde über Pfingsten

Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
Förderverein Peenemünde e.V.
9. Juni 1992
2 Min. Lesezeit

Wolgaster Anzeiger vom 9. Juni 1992, Seite 4:


Peenemünder Info-Zentrum war Ziel vieler Ausflügler / Profe:

"Manchmal war der Ansturm kaum zu verkraften"


rf Peenemünde. Ordentlich was los war am Pfingstwochenende auch in Peenemünde. Das Historisch-technische Informationszentrum ist während der Feiertage das Ausflugsziel vieler Kurzurlauber und Reisegruppen gewesen.


Wie der Leiter der Einrichtung, Peter Profe, erläuterte, kamen die Besucher „aus aller Herren Länder". So habe es mehrere Führungen gegeben für Reisegruppen aus Großbritannien, Dänemark und Holland. Aber es seien natürlich auch, wie es für Pfingsten üblich ist, viele Einzelbesucher gekommen.


Peter Profe nannte auch ganz: konkrete Zahlen. So wurden laut seiner Aussage, am Sonnabend etwa 1000 Gäste, am Pfingstsonntag sogar 2000 und gestern immer noch mehr als 500 Besucher gezählt worden. Profe zu dem Andrang:

„Manchmal war der Ansturm kaum noch zu verkraften. Aber wir waren natürlich sehr zufrieden mit diesem Ergebnis.


Als Grund für den Ausflug nach Peenemünde hatten die Touristen verschiedene Antworten. Die einen suchten einfach nur eine Alternative zum Sonnenbad an der Ostsee, andere wurden von ihren Verwandten zu den Sehenswürdigkeiten der Insel Usedom geführt.


Ein Osnabrücker bezeichnete das Info-Zentrum als äußerst interessant. Wie er erklärte, würde er sich „an diesem Ort an Zeiten erinnern", die er in seiner Jugend durchlebt hatte.


Eine andere Meinung hatte dagegen eine Karlshagenerin. Sie hält die Ausstellung zwar auch für sehenswert und informativ, betonte aber, daß das Zentrum „dunkle Zeiten" dokumentiert. Zum einen bezog sie sich auf die Geschichte der V-Waffenentwicklung, zum anderen verwies sie aber auch darauf, daß diese traurige Tradition nach- dem Krieg fortgeführt wurde. Denn Peenemünde sei „bis '87 ein Militärstützpunkt geblieben”.


Leiter Peter Profe begründete die Zusammenstellung der Zeugen verschiedener Zeitepochen mit dem Namen der Einrichtung: „Wir haben ein Historisch- technisches Informationszentrum. Das heißt, daß wir uns keineswegs auf die Geschichte der Raketenentwicklung beschränken müssen. Aus diesem Grund haben wir auch ein Modell, der für unsere Region typischen Rohrdächer aufgestellt, selbst wenn manche Touristen darüber etwas verwundert sind."



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