„Fusion” des Neuen historischen Vereins und des Fördervereins Peenemünde

Aktualisiert: 31. Aug.
Wolgaster Anzeiger von Montag, 11. Mai 1992, Seite 1:
Festliche Vereins-„Fusion" in Peenemünde / Hans-Joachim Pahl:
Daran war vor einem Jahr nicht zu denken
bok Peenemünde. Mit der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung ging am Sonnabendvormittag in festlicher Runde die „Fusion” des Neuen historischen Vereins und des Fördervereins, die sich bis zu diesem Tag in getrennten Bahnen um das „Wohl und Wehe" des Peenemünder Informationsszentrums sorgten, "über die Bühne". Und der Zusammenschluß wurde anläßlich eines denkwürdigen Tages vollzogen. Denn: Vor genau einem Jahr war die „Geburtsstunde” des Zentrums in der kleinen Gemeinde.
„Wer hätte gedacht, als die Idee zum Aufbau eines Zentrums aufkam, daß es einmal soweit kommen wird”, formulierte Rainer Brünner, der vormals den Neuen historischen Verein leitete. Er erhoffe sich, daß die Aufgaben durch das Zusammengehen noch zielstrebiger umgesetzt werden. Es liege ihm am Herzen, daß unter anderem daran gearbeitet werde, eine Zutrittsgenehmigung zum Prüfstand 7 für die Gäste zu bekommen. Damit gewinne das Info- Zentrum an Attraktivität, so Rainer Brünner weiter.
An der Spitze des „Vereins zur Förderung und zum Aufbau eines historisch-technischen Museums Peenemünde - Geburtsort der Raumfahrt e.V.", dem gegenwärtig 52 registrierte Mitglieder sowohl aus ganz Deutschland als auch aus den USA angehören, steht jetzt Hans-Joachim Pahl.
Neben der Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder stand am Samstag das Thema Weltraumpark auf der Tagesordnung. Peenemünde sei soweit „herangereift", daß der Standort für einen Weltraumpark vom Kreis und vom Land bejaht werde, erklärte Hans-Joachim Pahl. Dr. Genthe, der geistige Vater einer Realisierbarkeitsstudie zum Weltraumpark, habe von der Treuhand und der HEVAG die Willensbekundung zur Bereitschaft, die Liegenschaften einem neuen Rechtsträger zu überlassen, informierte er weiter. Dieser neue Rechtsträger solle in den nächsten Monaten gebildet wird.
Der nächste Schritt in Richtung Weltraumparkt werde jetzt eine umfassende Studie sein, die ebenfalls durch Dr. Genthe erarbeitet werde.
Der noch in diesem Jahr stattfindende 50. Jahrestag des ersten erfolgreichen Raketenstarts war ebenfalls Tagesordnungspunkt der „Jungfernsitzung" des Vereins. Ein gemeinsamer Festausschuß innerhalb der Gemeinde, der schon jetzt damit beginnen könne, das „Drumherum" abzustimmen, wäre laut Hans-Joachim Pahl denkbar und wichtig.
Zur umfassenden Information aller Mitglieder, die aufgrund der teilweise weit entfernten Wohnsitze nicht an allen Vereinssitzungen teilnehmen könnten, solle ein Info-Blatt herausgegeben werden, so daß jeder ständig über die laufenden Aktivitäten informiert werde, so der Vorstandsvorsitzende abschließend.





















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