Jahreshauptversammlung 2007 des Fördervereins Peenemünde
- Förderverein Peenemünde e.V.

- 1. Okt. 2007
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 19. Nov. 2025
Traditionell haben wir unser Vereinstreffen und die Jahreshauptversammlung vom 28. September 2007 bis 30. September 2007 im Hotel Baltic durchgeführt. 28 Mitglieder waren anwesend und 14 Gäste konnten wir begrüßen. Gefreut haben wir uns, dass wieder unsere englischen Freunde, John und William Pavelin, unter uns weilten. Viele interessante Gespräche wurden mit ihnen geführt.
Gefreut haben wir uns auch über die vielen Grüße von Mitglieder unseres Vereins, die leider den weiten Weg auf Usedom nicht mehr schafften, so u. a. Heinz Größer, Kurt Bornträger und Herr Lippert. Herrn Konsul Hermann Walter Sieger danken wir nicht nur für den netten Brief, sondern auch für die 35 philatelistischen Erinnerungsstücke für die Teilnehmer unserer Jahreshauptversammlung. Dieser Gruß von Ihnen, Herr Konsul, ist gut angekommen!
Herr Volkmar Schmidt, unser Vereinsvorsitzender, erstattete, wie jedes Jahr, den Bericht des Vorstandes an die Mitglieder. Unser Verein hat 96 ordentliche Mitglieder. Wir müssen damit leben, dass es immer kompliziert sein wird, alle Mitglieder aktiv in das Vereinsleben einzubeziehen, da diese über die ganze Republik verstreut wohnen. Uns, als Vorstand, bleiben nur der Kontakt über Telefon, e-Mail, vereinzelt persönliche Besuche, oder sporadische Treffs und das Infoblatt. Darum legt der Vorstand großen Wert auf unser jährliches Treffen mit der abschließenden Hauptversammlung. Die ist 2008 vom 25. September bis 29. September 2008 wieder im Baltic geplant ist.
Die Zusammenarbeit mit dem HTI, insbesondere mit dem Leiter, Herrn Mühldorfer-Vogt, hat sich weiter stabilisiert. Regelmäßig findet ein gemeinsamer Gedankenaustausch statt Wer die Gelegenheit zur Besichtigung des HTI genutzt hat, konnte sicher feststellen, dass sich besonders im Außenbereich mit der Eröffnung der Ausstellung über die Werkbahn einiges getan hat. Mit der Beschaffung der Walter-Schleuder haben wir nach längerer Pause ein größeres gemeinsames Projekt begonnen. Die Konservierungsarbeiten wurden abgeschlossen. Im kommenden Jahr wird ein Teil der Abschussrampe für die V 1 im Freigelände zu besichtigen sein.
Besonders hervorgehoben hat Herr Schmidt in dem Bericht die Aktivitäten einiger Vereinsmitglieder. So wurden durch unsere Mitglieder Dieter Frenzel, Sven Grempler und Gerhard Helm interessante Vorträge im HTI um die Peenemünder Geschichte gehalten, die gern von vielen Interessenten angenommen wurden. Fast alle Mitglieder des Vorstandes beteiligten sich an Führungen durch das Peenemünder Gelände und trugen somit zur Vermittlung von wichtigen Erkenntnissen über die Peenemünder Geschichte bei. Gedankt wurde auch Lutz Hübner und Klaus Felgentreu für die Erarbeitung und Gestaltung des Info-Blattes.
Im Bericht wurden für 2008 folgende Schwerpunkte genannt:
Weiter aktive Mitwirkung an der inhaltlichen Ausgestaltung der Ausstellungen im HTI.
Förderung von Projekten zur Peenemünder Geschichte.
Pflege und Ausbau bestehender Verbindungen zu anderen Vereinen und Personen.
Aktivierung der Arbeit besonders mit jungen Menschen (Projektgruppe Schule).
Teilnahme an Tagungen des IFR (Juli 2008).
In Gesprächen und Diskussionen stieß die Ausstellung „Karl Hans Janke vs. Wernher von Braun – Ideen eines Weltraumphantasten“ auf Kritik und Unverständnis.
Die Vereinsmitglieder hätten eher eine Würdigung der Leistungen von Wernher von Braun anlässlich seines 95. Geburtstages und seines 30. Todestages erwartet. Die Ausstellung über Janke wurde zu diesem Zeitpunkt als unpassend angesehen. Die Presse feierte dies als späte Ehrung für diesen schizophrenen Janke, als einen Phantasten. Zu Recht hat sich die Raketenpost in ihrer letzten Ausgabe wie folgt dazu geäußert: …einen Phantasten der angeblich „unmilitärische Konstruktionen“ zum „Wohle der Menschheit“ bauen wollte. Man fälschte recht plump das Lebenswerk Jankes durch Verschweigen. Die so hoch beschworenen, Zitat:…ausschließliche friedliche Nutzung“ seiner Phantasieflieger kippt sofort, wenn man weiß, dass er sehr wohl eine fliegende „Heimatflak“ und einen „Torpedo-Jäger“ entwarf, die tödliche Geschossen an Bord hatten.
So nicht, liebe Ausstellungsmacher! Wenn, dann soll auch alles genannt werden. Solche Entgleisungen gehören nicht in das HTI und sollten in Zukunft verhindert werden, auch wenn das Kultusministerium diese Ausstellung mit 15.000 EUR unterstützt hat. Zu einem späteren Zeitpunkt wäre vielleicht diese Ausstellung tragbarer gewesen.
Ein Höhepunkt unserer Jahreshauptversammlung war die Auszeichnung von langjährigen Mitgliedern unseres Vereins mit der Urkunde als Ehrenmitglied:
Herr Botho Stüwe erhielt die Urkunde für seine Verdienste bei der Bewahrung des Wissens über das Werk Peenemünde West und für die Unterstützung von Autoren und Interessenten an der Geschichte der Luftwaffenerprobungsstelle Peenemünde West.
Herr Walter Größer wurde mit der Urkunde ausgezeichnet für seine Verdienste bei der org.-technischen Erfassung einer großen Anzahl von ehemaligen Mitarbeitern der HVA und der Luftwaffenerprobungsstelle Peenemünde West im Sinne der Erforschung der Peenemünder Geschichte sowie für sein langjähriges Wirken als Organisator der Peenemünder Treffen.
Der Vorstand sieht in den Ergebnissen der bisherigen Arbeit unseres Vereins eine gute Voraussetzung für weitere erfolgreiche Jahre im Sinne einer zielgerichteten und wahren Aufarbeitung der Peenemünder Geschichte.
Klaus Felgentreu
2. Vorsitzender

Gruppenfoto 2007 vor dem A4-Nachbau im HTI (Foto: D. Frenzel)
Jahreshauptversammlung 2007 im Hotel Baltic in Zinnowitz (Fotos: D. Frenzel)




























Kommentare