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Hoffnungsschimmer durch Leitungswechsel im HTI? Dirk Zache verlässt im Herbst das Peenemünder Museum

Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
Förderverein Peenemünde e.V.
7. Juli 2005
2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 25. Aug.

Usedom-Kurier vom 7. Juli 2005:


Chef des Museums Peenemünde geht


KÜNDIGUNG Die Gemeinde Peenemünde muss sich nach einem neuen Chef für das HTI umsehen. Dirk Zache hat seine Kündigung auf den Tisch gelegt.

VON UWE QUOSDORF


PEENEMÜNDE. Nach fast zehn Jahren an der Spitze des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) in Peenemünde sucht Dirk Zache eine neue Herausforderung. Voraussichtlich ab 1. Oktober wechselt er zum Westfälischen Industriemuseum, das von Dortmund aus acht Standorte im Ruhrgebiet unterhält. Der Hauptausschuss der Gemeinde Peenemünde - das HTI ist ein Eigenbetrieb der Kommune - nahm am Dienstagabend die Kündigung Zaches an. „Wir wollen seiner weiteren beruflichen Entwicklung nicht im Wege stehen“, kommentierte Bürgermeister Rainer Barthelmes auf Nachfrage lapidar.


Zwischen einigen Gemeindevertretern und der Museumsleitung hatten sich in den vergangenen Monaten die Differenzen über die strategische Ausrichtung und über Möglichkeiten, die Besucherzahlen wieder zu erhöhen, verschärft.

Er gehe aber nicht davon aus, dass Zaches Schritt etwas damit zu tun habe, dass man in Sachfragen zum Teil unterschiedlicher Auffassung gewesen sei, meinte Barthelmes.


Es sei unbestritten, dass Zache maßgeblichen Anteil an der Entwicklung habe, die das Museum in den vergangenen zehn Jahren genommen habe. Allerdings sei auch die Gemeinde in einer gewissen Verantwortung, . denn bei der derzeitigen Betriebsform müsse sie für Verluste des HTI einstehen.


Zache selbst, der gestern Mittag die HTI-Belegschaft in einer Betriebsversammlung von seinem bevorstehenden Weggang unterrichtete: und damit für echte Betroffenheit sorgte, ist um die Peenemünder Einrichtung nicht bange. „Ich denke, dass die Gemeinde verantwortungsbewusst über dieses nationale Erbe befinden wird.“ Zudem scheine auch die Idee einer Stiftung unter Beteiligung des Bundes und des Landes, um die- sich Zache seit langem bemüht, auf dem richtigen Weg zu sein. Er räumte ein, dass er das Museum und die Insel Usedom sehr ungern verlasse, „aber anderswo scheint man mich dringender zu brauchen“,



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Ostseezeitung vom 7. Juli 2005:


Dirk Zache verlässt im Herbst Peenemünder Museum


Insel Usedom. Nach fast zehn Jahren als Leiter des Museums Peenemünde verlässt Dirk Zache jetzt die Insel. Usedom. Wie er am Dienstagabend den örtlichen Hauptausschuss informierte und gestern per Pressmitteilung erklärte, wechselt er voraussichtlich zum Oktober nach Dortmund. Dort ist die Zentrale des Westfälischen Industriemuseums, zu dem unter anderem stillgelegte Zechen in Witten und Bochum, ein Hochofen in Hattingen und ein Schiffshebewerk in Waltrop zählen. Dieser „Ursprungsort: der deutschen Industriedenkmallandschaft" löst für Zache das Kraft¬werk Peenemünde als Wirkungsstätte ab.


Hatte er auf Usedom zuletzt 40 Mitarbeiter, sind es künftig 150.  „Eine große Herausforderung", meint Zache selbst, der die Gemeinde um Auflösung seines Vertrages als Chef des Eigenbetriebes zum 30. September gebeten hat. „Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen", versicherte Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes auf OZ-Nachfrage. Für ihn ist solch ein beruflicher Wechsel „völlig legitim", wenngleich er es für schwierig hält, in kürzester Zeit die Führungsposition adäquat neu zu besetzen. Möglicherweise müsse man eine kommissarische Übergangslösung hinbekommen, zumal mit Zaches bisherigem Stellvertreter Peter, Profe ein „Mann der ersten Stunde" bereit stehe.


Zache und Barthelmes, die in Sachfragen zur Perspektive des Museums durchaus unterschiedliche Auffassungen vertreten, erklärten indes unabhängig voneinander, aber glaubwürdig, dass diese Meinungsverschiedenheiten nicht der Grund für die Trennung seien.

ST.A.



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