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- Jahreshauptversammlung und Peenemünder Treffen 2015
Unser traditionelles Treffen mit Jahreshauptversammlung haben wir vom 25. September 2015 bis 27 September 2015 im Hotel Baltic in Zinnowitz und in Peenemünde durchgeführt. Herzlich begrüßte Gäste waren wieder unsere englischen Freunde, die Brüder John und William Pavelin. Dieses Mal war ein Jubilar dabei. William erhielt von uns die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 78. Geburtstag. Nach dem obligatorischen Foto an der A4 hatten wir die Absicht mit dem neuen Fahrstuhl uns Peenemünde und Umgebung von oben anzusehen. Leider hat uns ein technischer Defekt an dem Lift ausgebremst. Unentwegte wagten aber den Weg über die lange Treppe nach oben. Am Sonnabend war der Fahrstuhl wieder fahrbereit, so dass auch die anderen Teilnehmer sich den Blick vom Kraftwerk leisten konnten. Der Besuch im Müggenhof war wieder gut vorbereitet. Von dort wurden Fahrten zu den Prüfständen unternommen. Bei Kaffee und Kuchen konnten wir uns stärken. Vielen Dank an die Mitglieder des Museumsvereins dafür. Besuch P VII – Mitglieder und Freunde des Vereins an der Abschussstelle der A-4 (Foto L. Hübner) Die 3. Vortragsreihe im Haus des Gastes in Karlshagen bot interessante Informationen und Einblicke über Peenemündes Erbe in der Welt bis zu aktuellen Fragen der Raumfahrt. Allen Vortragenden sei dafür Dank gesagt. Zur Jahreshauptversammlung 26 Gäste und Mitglieder haben daran teilgenommen. Im Bericht und in den Diskussionen wurde festgestellt, dass nach wie vor die Peenemünder Geschichte mit unterschiedlichen Sichtweisen gesehen wird. Leider gibt es immer noch Beispiele (Presse, Foren usw.), in denen die negativen Aspekte der Raketenentwicklung (A4/V2) überwiegen. Wir haben den Eindruck, dass es nicht gewollt ist die revolutionäre Entwicklung der Anfänge der Raketentechnik zu würdigen. Warum sonst wurde ein wissenschaftlicher Beirat für das HTM vom Land ins Leben gerufen?! Seine Mitglieder sind sicher hoch dotierte Museumsfachleute, zumindest politisch gesehen, aber weit weg von der Peenemünder Geschichte. Es ist ja nun eine Tatsache, dass hier die erste funktionsfähige Großrakete entwickelt wurde. Leider, und das bedauern wir, als Waffe und auch mit Hilfe von KZ-Häftlingen. Es wäre deshalb wünschenswert gewesen, wenn in dieses Gremium auch Raketentechniker und Raumfahrtspezialisten berufen worden wären. Außerdem wurde unser Verein, der viel getan hat für die Entwicklung des Museums, nicht mit einbezogen. Laut Presse (OZ vom Mai 2015) hat der Beirat bereits erste Ideen für eine neue Dauerausstellung, sowie die Nutzung der Freiflächen diskutiert und formuliert. Eigentlich sollten Arbeitsgruppen gebildet werden, von denen wir nichts wissen. Mit dieser Handlungsweise sind wir nicht einverstanden! Im Auftrag der Vereinsmitglieder hat sich der Vorstand in einem Brief an den Ministerpräsidenten von MV, Herrn Sellering gewandt und sein Befremden über diese Handlungsweise zum Ausdruck gebracht. Wir denken, dass eine Mitarbeit unseres Vereins bei der weiteren Gestaltung der Ausstellung im HTM mehr als gerechtfertigt ist. Wir sind gespannt auf die Reaktion von höchster Stelle. Weiter wurde festgestellt, dass der Prüfstand VII in einem traurigen Zustand ist. Diesen historischen Ort besuchen jedes Jahr Menschen, die an den Anfängen der Geschichte der Raumfahrt interessiert sind. Darunter sind Astronauten, Kosmonauten Wissenschaftler, Ingenieure und Raumfahrtexperten aus der ganzen Welt. Für sie ist der Besuch dieser Stätte, an der der erste Schuss in den Weltraum erfolgte, wichtig und eine Selbstverständlichkeit. Man schämt sich gegenüber den Gästen, besonders den ausländischen, wie dieser wichtige Ort aussieht. Es ist eine Schande und tut der Darstellung der Peenemünder Geschichte nicht gut. Wohlgemerkt, es geht uns nicht um den Wiederaufbau des Prüfstand VII, sondern um eine vernünftige Präsentation der baulichen Reste dieses wichtigen historischen Geländes. Es ist an der Zeit, dass auch hier das Land wirksam wird. Vielleicht fängt der Wissenschaftliche Beirat hier an! Zum HTM Zur Zeit hat sich an der Dauerausstellung nichts geändert. Der neue Fahrstuhl zum Dach des Kraftwerkes soll zur Belebung des Besuches im HTM beitragen. Von oben sieht man viel Natur, aber keine Reste der Peenemünder Anlagen. Die Besucher haben Schwierigkeiten, die Größe der Peenemünder Anlagen zu erfassen. Gut angenommen wurde die Sonderausstellung über Kummersdorf. An der guten Qualität hat der Kurator Dr. Aumann in Zusammenarbeit mit dem Kummersdorfer Verein großen Anteil. Die Ausstellung ist übersichtlich und sehr informativ. Mit unserer Unterstützung wurden die Mikrofilme über Daten der HVA digitalisiert und sind nun für Interessenten verfügbar. In Vorbereitung der gemeinsamen Briefmarkenausstellung zur Entwicklung der Raumfahrt in Zeiten des Kalten Krieges wurden mit Dr. Aumann, der Schülergruppe für regionale Geschichte der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen und uns die notwendigen Absprachen getroffen. Die Ausstellung soll ab Mai 2016 im HTM zu sehen sein. Vorstandstätigkeit und Mitgliederbewegung Mit dem heutigen Stand sind 86 Mitglieder eingeschrieben. Zwei Interessenten, Herr Weber und Herr Klotzin, haben am 05. September den Antrag auf Mitgliedschaft abgegeben. Der Vorstand arbeitet nach wie vor in der gewählten Zusammensetzung: 1. Vorsitzender Volkmar Schmidt 2. Vorsitzender Klaus Felgentreu Schatzmeister Lutz Hübner Erweiterter Vorstand: Ullrike Chust Dieter Frenzel Joachim Saathoff Manfred Kanetzki Thomas Köhler HTM und neu in diesem Jahr Als vorteilhaft hat sich die Mitarbeit von Thomas Köhler erwiesen. Er ist Archivar im HTM und somit ist eine schnelle Kommunikation mit der Leitung des HTM gegeben. Zu würdigen ist die aktive öffentliche Tätigkeit von Achim Saathoff, Lutz Hübner, Joachim Saathoff und Manfred Kanetzki. Sie haben großen Anteil, dass die Peenemünder Geschichte realistisch dargestellt wird. Die Bücher „MiG s’ über Peenemünde“ (2. Auflage) und „Operation Crossbow“ von Manfred Kanetzki sind wichtige Werke über Peenemünde vor und nach 1945. Der Vorstand unterstützt die Betreuung des Raketenschnellbootes der Volksmarine der NVA, Tarantul, durch die Hafenbetriebsgesellschaft Peenemünde. Damit ist gewährleistet, dass das Boot betreut und gepflegt wird. Der optische Zustand der Tarantul hat sich auch mit Hilfe der Marinekameradschaft Dranske verbessert. Herr Weber, jetzt Mitglied in unserem Verein, führt die Aufsicht über Besucher und kassiert die Eintrittsgelder ab. Insgesamt hat das dazu beigetragen, dass mehr Besucher in diesem Jahr das Boot und die kleine Ausstellung besuchten. Rainer Adam engagiert sich sehr, um die Präsentation des Schnellbootes mit der Geschichte über die Volksmarine Peenemünde zu verbinden. Es geht insbesondere darum, Zeitzeugen dafür zu gewinnen. Wir arbeiten weiter eng zusammen mit: dem Museumsverein Peenemünde. Von deren Aktivitäten konnten wir uns im Müggenhof überzeugen. (Peenemünde West) dem Verein „Initiative 2000 plus“, der die Raumfahrttage in Neubrandenburg jährlich durchführt. Dieses Jahr beginnen sie am 13. November 2015 mit dem Besuch von Weltraumfahrern, Experten der NASA und ESA in Peenemünde. Dem IFR. Hier war Volkmar Schmidt auf der 46. Jahrestagung wieder präsent. Mit der Arbeitsgruppe „Regionale Geschichte“ der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen. Mit Unterstützung von Manfred Kanetzki wurde von den Schülern die Sonderausstellung im HTM „Lager der Heeresversuchanstalt“ erarbeitet. Das nächste ist die Briefmarkenausstellung „Entwicklung der Raumfahrt in den Zeiten des Kalten Krieges“, als weiterer Höhepunkt in der Arbeit der Schüler. Auf seinen Sitzungen am 05. Oktober und 02. November 2015 hat der Vorstand beraten und beschlossen: 1. Die Jahreshauptversammlung mit unserem Treffen wird am 01.10.2016 und 02.10.16 durchgeführt. Wir verkürzen um einen Tag. Vorträge, wie beim letzten Treffen wird es nicht geben. Der Feiertag am 03. Oktober 2016 wird mit eingebunden. Die Jahreshauptversammlung führen wir am Sonntag den 02.10.2016 in Peenemünde durch. Den genauen Ablaufplan finden unsere Leser im Infoblatt 2-2016. In einer gemeinsamen Beratung mit der Hafenbetriebsgesellschaft haben wir weitere Möglichkeiten einer engen Zusammenarbeit beraten. Es ging um eine Marineausstellung und die Nutzung der Räume und des Geländes für unseren Verein. Der Museumsverein Peenemünde hat den Vorstand über den gegenwärtigen Stand des weiteren Ausbaus des Müggenhofes informiert. Es geht recht langsam, aber stetig voran. Die Finanzierung ist gesichert. Ein Problem sind die fehlenden Arbeitskräfte, um die geplanten Maßnahmen zeitgerecht zu erfüllen. Erstaunt war der Vorstand über einen Zeitungsartikel der OZ vom 03. November 2015. Unter der Überschrift „Museum krempelt Dauerausstellung um“ verkündet Herr Gericke, Geschäftsführer des HTM, was die neue Dauerausstellung inhaltlich prägen soll. Er spricht von einem Zeitraum von 1920 bis zur Wendezeit der in der neuen Ausstellung dargestellt werden soll. Wir haben von diesem Projekt keine Kenntnis! Vielleicht werden wir nun endlich darüber informiert. Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender Förderverein Peenemünde e. V.
- Ruth Kraft – Ehrenmitglied des Fördervereins Peenemünde am 8. Juli 2015 verstorben
Am 11. April 2007 überreichte Volkmar Schmidt, Vereinsvorsitzender, an die Schriftstellerin und Vereinsmitglied, Ruth Kraft – Bussenius die Urkunde als „Ehrenmitglied im Förderverein Peenemünde“. Kurz vorher hatte sie ihren literarischen Nachlass dem Deutschen Bundesarchiv übergeben. Ruth Kraft wurde am 03. Februar 1920 in Schildau, Kreis Torgau, geboren. Nach dem Besuch des Katherina-von-Bora-Lyzeums in Torgau schloss sie erfolgreich eine kaufmännische Lehre ab und arbeitete anschließend als Buchhalterin. 1940 wurde sie dienstverpflichtet und nach Peenemünde als technische Rechnerin in die Aerodynamische Abteilung versetzt. Sie wurde ein „Rechenmädchen für den Windkanal“. 1943 wechselte Ruth Kraft von der Technik in den sozialen Bereich und wurde Zivilangestellte des Wehrkreiskommandos Stettin. Nach dem Bombenangriff auf Peenemünde, am 18. August 1943, fuhr sie sofort hierher, um helfen zu können. Mit dem Vorrücken der Ostfront auf Stettin wurde auch sie weiter in den Westen Deutschlands verlegt. Sie landete schließlich im Mai 1945 in Rendsburg. Im Juni wagte sie ihre Rückkehr ins Elternhaus nach Schildau und setzte hier ihre in Peenemünde begonnenen Schreibversuche fort. In Leipzig fand sie bald Anschluss an einen Autorenkreis. 1946 wurde sie dann Mitarbeiterin des Jugendfunks beim Sender Leipzig des Mitteldeutschen Rundfunks. Hier bekam sie ihre ersten literarischen Aufträge. Von 1946 – 1953 erschienen von ihr eine Reihe von Kinderbüchern. Aus Ruth Krafts umfassendem Werk von Romanen, Kinder- und Jugendbüchern, Drehbüchern und Hörspielen ragt besonders ihr Roman „Insel ohne Leuchtfeuer“ hervor. In ihm verarbeitet sie ihre Peenemünder Zeit. Vor über 50 Jahren erschien der weit über die Grenzen Deutschlands bekannte Roman. Er hat auch heute auf Grund seines historischen Hintergrundes nicht an Bedeutung verloren. 1959 stellte sie ihren Roman erstmals auf der Leipziger Herbstmesse vor. Er fand bei den Lesern ein großes Echo. Ruth Kraft war seit 01. November 2000 Mitglied unseres Vereins und lebte bis zu ihrem Tod am 08. Juli in einer Seniorenresidenz in Berlin. Bei der Übergabe ihres literarischen Nachlasses an das Deutsche Bundesarchiv sagte sie: „ Diese Zeugnisse sollen einmal jungen Menschen erzählen, wie wir damals gelebt haben“. Für uns Mitglieder des Fördervereins war es immer eine große Freude und Ehre, wenn wir Ruth Kraft zu unserem Peenemünder Treffen begrüßen konnten. Sie hat großen Anteil an der Erforschung und Darstellung der Peenemünder Geschichte. In ihrem letzten Buch „ Leben von der Pike auf “ (ISBN 3-928787-18-7) schildert sie sehr eindrucksvoll ihr Leben. Ihr Andenken werden wir für immer bewahren. Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender Förderverein Peenemünde e. V.
- Vor 70 Jahren: Flucht Dewjatajew's aus Peenemünde
Vor siebzig Jahren, am 8. Februar 1945, gelang dem sowjetischen Flugzeugführer Michael Petrowitsch Dewjatajew eine in der Militärgeschichte einmalige Leistung. Er und weitere neun Sowjetbürger flohen an diesem Tag mit einem deutschen Bombenflugzeug vom Flugplatz Peenemünde aus der Gefangenschaft. Am 8. Februar 2015 veranstalteten daher Mitglieder des Fördervereins Peenemünde eine kleine Gedenkveranstaltung, die dem 70. Jubiläum der Flucht des sowjetischen Flugzeugführers Michail Dewjatajew aus der Gefangenschaft gewidmet war. Klaus Felgentreu vom Vorstand des Fördervereins und Jürgen Peukert, der seit den 1960er Jahren als Dolmetscher für Dewjatajew eingesetzt war, erinnerten in Ansprachen an persönliche Begegnungen mit dem ehemaligen KZ-Häftling. Michail Dewjatajew ist 2002 im Alter von 85 Jahren in Kasan verstorben.
- Jahrestreffen 2008 und Jahreshauptversammlung des Fördervereins Peenemünde e. V.
Vom 26. September bis 29. September 2008 hat unser Verein sein traditionelles Treffen durchgeführt. Am 28.09. fand unsere Jahreshauptversammlung im Hotel Baltic statt. 20 Mitglieder waren anwesend. Viele anregende Gespräche wurden geführt. Zu Gast waren wieder die beiden Brüder John und Bill Pavelin aus der südostenglischen Grafschaft Essex. Es gehört schon zur Tradition, dass sie an dem jährlichen Treffen der Peenemünder teilnehmen. „Wir freuen uns, dass dazu beitragen zu können, dass aus Feinden von einst längst Freunde geworden sind.“ Auf der Jahreshauptversammlung erstattete unser Vereinsvorsitzender, Herr Volkmar Schmidt, den Bericht. Anschließend erstattete der Schatzmeister den Kassenbericht sowie Dieter Frenzel den Bericht der Revisionskommission. Herr Lutz Hübner wurde bei einer Nachwahl als Schatzmeister unseres Vereins ohne Gegenstimme gewählt. Vereinsmitglieder, die nicht anwesend sein konnten, können die Berichte des Schatzmeisters und der Revisionskommission bei Herrn Hübner abfordern. Zwei wichtige Informationen wurden auf der Jahreshauptversammlung gegeben: Das nächste Vereinstreffen findet in der Zeit vom 01.10. – 04.10.09 statt. Am 19.09.09 findet in Lampoldshausen der Tag der offenen Tür des DLR statt. Wir wollen diese Möglichkeit nutzen und dem DLR einen Besuch abstatten. K. F.
- Neue Ehrenmitglieder des Fördervereins Peenemünde: Prof. Dr. Ernst Stuhlinger und Konrad Dannenberg
Die Peenemünder Delegation zu den Feierlichkeiten „50 Jahre US-Raumfahrt“ in Huntsville hatte für zwei ehemaligen Peenemünder, Prof. Dr. Ernst Stuhlinger und Konrad Dannenberg, eine Auszeichnung im Gepäck. Der Bürgermeister von Peenemünde, Rainer Barthelmes, übergab im Namen des Vorstandes an die beiden verdienten Ingenieure und Wissenschaftler die Urkunde zur Ehrenmitgliedschaft unseres Vereins. Sie wurden für ihre Leistung bei der Entwicklung und Förderung der Raumfahrt geehrt. Beide Namen sind weit über die Grenzen von Huntsville hinaus in der Aerospace-Welt zum Begriff geworden. Konrad Dannenberg & Ernst Stuhlinger Konrad Dannenberg konnte die Urkunde persönlich entgegennehmen. Ernst Stuhlinger war leider erkrankt. Ihm wünschen wir von dieser Stelle baldige Genesung und beiden „Peenemündern“ noch viele glückliche Jahre im Kreise ihrer Familie und ihrer Freunde. Überreichung der Ehrenurkunde an Konrad Dannenberg am 29. Januar 2008 in Huntsville
- Original-Werkbahn von Peenemünde seit 17. Juli 2007 zu besichtigen
Anlässlich des 6. Museumsfestes im HTI wurde in den beiden sanierten historischen S-Bahnwagen eine Ausstellung über die Peenemünder Werkbahn eröffnet. Seit 2004 wurden die stark beschädigten Doppelwagen unter Leitung des Metallrestaurators Wolfgang Hofmann restauriert. Den symbolischen Akt zur Eröffnung nahm Ruth Kraft, Ehrenmitglied unseres Vereins, vor. Die restaurierte Werkbahn heute als Teil der Ausstellung im HTI. (Fotos: L. Hübner) In Dessau und Bautzen gebaut, von 1942 – 1945 in Peenemünde im Personenverkehr eingesetzt, bis 1978 für die Isartalbahn gefahren, kehrte dieser Zug 2004 nach Peenemünde zurück. Oft umgebaut, verfügen die Wagen doch über viele Originaleinbauten, die von innen und außen zu besichtigen sind. In dem begehbaren Wagen ist eine übersichtliche und sehr gute recherchierte Ausstellung über die Geschichte der Werkbahn zu sehen. Dazu gehört selbstverständlich eine informative Multi – Media - Schau. Mit Eröffnung dieses Teils der Ausstellung wurde eine Lücke in der Peenemünder Geschichte geschlossen. K. F.
- Eröffnung der "Denkmal-Landschaft Peenemünde" auf der Titelseite des Amtsblattes
Quelle: "Der Usedomer Norden", Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 6/2007, 29. Mai 2007, S. 1 https://www.amtusedomnord.de/images/pdf/amt/amtsblatt/2007/229.pdf
- OZ-Interview mit dem HTI-Leiter Mühldorfer-Vogt zur Eröffnung der "Denkmal-Landschaft Peenemünde"
Ostsee-Zeitung.de Donnerstag, 10. Mai 2007 | Kultur Geschichte auf 22 Kilometern Morgen wird auf Usedom eine historische Route eröffnet, die sich vorrangig mit NS-Geschichte auseinander setzt. HTI-Chef Christian Mühldorfer-Vogt vor der Ruine eines Bunkers in den Peenewiesen . OZ-Foto: Stefan Adler Usedom (OZ) Zwischen Peenemünde und Karlshagen können Interessierte künftig geschichtlich und politisch bedeutende Denkmale der Insel Usedom besichtigen. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach dazu mit Christian Mühldorfer-Vogt, dem Leiter des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) im Kraftwerk Peenemünde. OZ: Herr Mühldorfer-Vogt, was verbirgt sich hinter „Denkmal-Landschaft“ im Norden der Insel Usedom? Mühldorfer-Vogt: Eine 22 Kilometer lange Route, die ganz unterschiedliche Orte historischen Interesses verbindet und sehr gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad, teils auch mit dem Pkw erreichbar ist. Alle Boden- und Baudenkmale vom 17. bis zum 20. Jahrhundert befinden sich auf der Gemarkung Peenemünde, vieles ergänzt in gewisser Weise das HTI. OZ: Was steht Ihrer Meinung nach im Mittelpunkt und wie wird diese Denkmal-Landschaft der Janusköpfigkeit der Peenemünder Historie während der NS-Zeit gerecht? Mühldorfer-Vogt: Wichtig sind die Ruinen der ehemaligen Heeresversuchsanstalt und der Erprobungsstelle der Luftwaffe. Sie zeugen von einem der modernsten Technologiezentren der Welt zwischen 1936 und 1945. Ihre Errichtung war aber nur durch den Einsatz von Zwangsarbeitern, KZ-Häftlingen und Kriegsgefangenen möglich. Schließlich sollte die Forschung vor allem dem Kriegsgewinn und militärischer Überlegenheit dienen. OZ: Sie zeigen daher auch Belege für beide Seiten dieser schließlich überaus verhängnisvollen Medaille? Mühldorfer-Vogt: Ja, zu den aus 20 Vorschlägen schließlich ausgewählten 13 frei begehbaren Stätten zählen unter anderem die Bunkerwarte und das Sauerstoffwerk, der Flugplatz, aber auch die Reste des KZ-Arbeitslagers in Karlshagen und der Bahnsteig des Werkes Ost. Hier befand sich seinerzeit ein 180 Meter langer Bahnsteig einer S-Bahn, übrigens der dritten, nach Berlin und Hamburg, die es in Deutschland gab. OZ: Zu den auch für historisch Interessierte bedeutendsten, womöglich überraschenden Exponaten zählen die Reste der Bunker in den Peenewiesen zwischen Karlshagen und Peenemünde. Was wurde hier während der Nazizeit abgestellt? Mühldorfer-Vogt: Ganz genau weiß man das nicht. Bislang war aber gemutmaßt worden, dass hier die V 2 zwischengelagert wurde. Im Zusammenhang mit den jetzt erfolgten Arbeiten, durch Vermessung der Fragmente und Computersimulationen, hat sich aber heraus gestellt, dass die Rundbögen viel zu eng für diese Raketen waren. Deshalb ist vorstellbar, dass damals hier gefährliche brennbare Stoffe weggestellt worden sind. Im übrigen zeigt ein historisches Luftbild eine Bahntrasse zu diesen Bunkern. Die Rückschlüsse daraus sind noch offen. OZ: Werden Sie für das insgesamt 25 Quadratkilometer große Areal künftig auch Führungen anbieten? Mühldorfer-Vogt: Nur sporadisch. Gäste können sich anhand des Flyers gut selbst orientieren, alle Exponate sind frei zu besichtigen, man kann sich aber auch auf einige konzentrieren. Zudem haben wir an allen Stationen Tafeln errichtet, die per Karte und mit Texten zur Gesamtlandschaft und zur jeweiligen Station informieren. Was Pflege und Beräumung angeht, haben uns die Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Usedom-West und das Christliche Jugenddorfwerk geholfen. Engagiert haben sich außerdem die Eigenbetriebe von Zinnowitz, Trassenheide und Karlshagen sowie das Schullandheim Peenemünde. Das Ganze macht deutlich, was gemeinsam zu schultern ist. OZ: Noch ein Wort zur Historie. Die Idee der Denkmal-Landschaft ist ja so neu nicht ... Mühldorfer-Vogt: Das stimmt. Sie gehörte schon zum Gesamtkonzept des HTI 1996. Wir haben uns jetzt auf das Machbare konzentriert, die Integration der V1-Abschussrampen als „Highlight“ bleibt zwar mittelfristig Ziel, aber jetzt haben wir einen ersten Teilabschnitt, der genutzt werden kann. Wir wollten nicht länger auf „Irgendwann“ warten. Interview: STEFFEN ADLER
- Schweden landen erneut auf Usedom
OZ vom 31. Januar 2004:
- Jahrestreffen 2003 des Fördervereins Peenemünde
Ablauf: Donnerstag 25.09.03: Anreise 19.30 Uhr Einweisung im Hotel „Baltic“, Zinnowitz Freitag 26.09.03: 08.30 Uhr Abfahrt zum Hafen Peenemünde / Schifffahrt zur Insel Rügen und Kreidefelsen 20.00 Uhr Vortrag Samstag 27.09.03: 10.00 Uhr Besuch HTI 19.30 Uhr Gemeinsamer Abend Sonntag 28.09.03: 10.00 Uhr Jahreshauptversammlung im Konferenzraum Hotel „Baltic“, Zinnowitz Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vorstandes 2. Bericht des Schatzmeisters und Kassenprüfers 3. Aussprache zu den Berichten 19.30 Uhr Gemeinsamer Abend Montag 29.09.03: Rückfahrt Gruppenfoto im HTI am 27.09.2003 Jahreshauptversammlung am 28.09.2003 Ende September, am 28.09.03, führte der „Förderverein Peenemünde“ seine traditionelle Jahreshauptversammlung im Hotel „Baltic“ in Zinnowitz durch. Viele Mitglieder und Förderer des Vereins waren aus ganz Deutschland angereist, um über eine effektivere Vereinsarbeit für die nächste Arbeitsperiode zu beraten. Die zweieinhalbstündige Beratung zeigte das große Interesse der Mitglieder, sich in der Vereinsarbeit neue anspruchsvolle Ziele zu stellen. Unser Verein besteht gegenwärtig aus 120 ordentlichen Mitgliedern und 6 fördernden Mitgliedern. Trotz der großen räumlichen Trennung der Mitglieder ist es den Vorstand gelungen, durch Infoblatt, Rundschreiben, Telefonate und Korrespondenz die Verbindung zu unseren Mitgliedern zu halten. Änderungen sowie Vorschläge zur Aufnahme weiterer Tagesordnungspunkte sind nicht eingegangen. Ziel der Versammlung war es, auf der Grundlage des Rundschreibens des Vorsitzenden, über die zukünftige Arbeit des Vereins zu diskutieren und die weitere Richtung festzulegen. Hier ging es nicht um eine Satzungsänderung unseres Vereins, sondern um neue Inhalte und daraus resultierende Aufgaben für unseren Verein. Im Bericht konnte eingeschätzt werden, dass durch Förderung des Landes MV die Sanierung des denkmalgeschützten Kraftwerkskomplexes weiter voran geht. Mit der Umgestaltung der ehemaligen Bunkerwarte als Eingang des Museums ist begonnen worden. Die Arbeiten an der Turbinenhalle werden im Oktober mit der Sanierung der Fenster weitergeführt. Der heutige Stand wurde unter hohem persönlichen Engagement aller Beteiligten erreicht. Unvorsehbare Probleme und damit verbunden höhere Kosten machten die Arbeit nicht leichter. Für das bisher Erreichte danken wir Herrn Zache und seinen Mitarbeitern. Das HTI entwickelte sich neben dem weiteren Ausbau der Ausstellung zu einer kulturellen Einrichtung mit einer Vielzahl von Veranstaltungen. Solche Veranstaltungen werden bekanntlich vom Zeitgeist und vom persönlichen Geschmack Einzelner geprägt. Die gewünschten offenen Auseinandersetzungen werden meistens einseitig geführt. Das ist unserer Meinung nach eine gezielte Desorientierung. Wie im vergangenen Jahr, müssen wir wiederum feststellen, dass sich das HTI kontinuierlich von unseren in der Satzung festgelegtem Ziel, das im § 2.7 festgeschrieben sind, immer weiter entfernt. Unser Ziel ist: Die geschichtliche Aufarbeitung und Darstellung der These „Peenemünde – Geburtsort der Raumfahrt“ . Der Vorstand Förderverein „Peenemünde“ e.V.
- Peenemünder Versuchsanstalten als Betonmodell für das HTI angefertigt
OZ vom 14.11.2002:




























