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Am 20. September 2026 wird in Peenemünde ein neuer Bürgermeister gewählt. Drei Kandidaten bewerben sich.

Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
Förderverein Peenemünde e.V.
28. Aug.
3 Min. Lesezeit

Ostsee-Zeitung (Usedom) vom 28.08.2026, S. 9:


Drei Kandidaten für Bürgermeisteramt in Peenemünde

Gewählt wird am 20. September / Zwei Neulinge und der Ex-Bürgermeister bewerben sich


Von Henrik Nitzsche


Peenemünde. Wer soll Peenemünde in den kommenden Jahren führen? Nach dem Rücktritt von Bürgermeister Ralf Turowski im Mai müssen die Einwohner der Gemeinde am 20. September ein neues Gemeindeoberhaupt wählen. Bis dahin führt der 1. Stellvertreter, Mario Szostak, die Geschäfte der Gemeinde.


Drei Kandidaten treten an: Mit Rainer Barthelmes (73) bewirbt sich ein erfahrener Kommunalpolitiker und ehemaliger Bürgermeister. Matthias Krause (40) und Sabrina Schmidt (32) wollen als Einzelbewerber neue Akzente im geschichtsträchtigen Ort setzen.


20 Jahre Bürgermeister


Bei der Kommunalwahl 2024 ging für Barthelmes eine Ära zu Ende: Nach 20 Jahren im Amt trat er nicht erneut an. „Die Zeit war reif für einen Wechsel“, sagt er rückblickend. Der Anstoß für die jetzige Kandidatur sei aus dem Ort gekommen. Viele Peenemünder hätten ihn gefragt: „Könntest Du Dir das nochmal vorstellen?“


Unterstützung im Gemeinderat


Ja, konnte er. Barthelmes ist Mitglied der Wählergemeinschaft Peenemünde und wird nach eigener Aussage von der Wählergemeinschaft Peenemünde und der zweiten Fraktion, der „Peenemünde Aktiv Wählergruppe“, unterstützt.

„Ich muss mich einfach nur updaten. Ich stecke ja noch in der Materie“, sagt der Rentner. „Ich kenne fast alle im Amt und habe noch gute Kontakte im Land.“ Bis zur nächsten Kommunalwahl 2029 sei viel zu tun.


„Sanierungsstau im Museum“


Die wichtigsten Projekte sind aus seiner Sicht die Bahnhofstraße, das Sauerstoffwerk, das Historisch-Technische Museum (HTM) – „dort gibt es erheblichen Sanierungsstau“ – und das Haus des Gastes. „Wir haben reichlich Aufgaben und sprechen hier über Millionen.“


Während Barthelmes auf seine Erfahrung im Amt verweist, bringt Matthias Krause einen anderen Blick auf den Ort mit. „Ich will für frischen Wind in der Gemeinde sorgen“, sagt der parteilose Kandidat. Krause ist als Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes im Amt Usedom Nord beschäftigt. Er arbeitete als Sicherheitsmitarbeiter, Hausmeister und Handwerker; 2025 war er Museumsaufsicht im HTM.


Einzelhandel und Gesundheitsversorgung


Die Großstadt wollte er hinter sich lassen – „Tapetenwechsel“. „Peenemünde ist immer noch grau und trostlos. Ich will die Gemeinde bunter machen“, sagt Krause. Seine Baustellen: Bahnhofstraße, Einzelhandel und Gesundheitsversorgung. Er wünscht sich einen Arzt, notfalls ein mobiles Angebot. Er will mehr Post-Service und Digitalisierung. Sein Credo: „Miteinander reden.“


Und dann ist da Sabrina Schmidt – die jüngste Bewerberin. Ihr Blick richtet sich besonders auf Familien und Senioren. Die 32-Jährige kam Ende 2024 mit ihren Kindern aus Berlin nach Peenemünde. „Sie sollen ruhig und sicher aufwachsen“, sagt sie.


Familien und Senioren im Blick


Sabrina Schmidt ist Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und derzeit noch in Elternzeit. Politisch ist sie unabhängig und ohne Erfahrung in der Kommunalpolitik. Nach Gesprächen mit Nachbarn sei der Wunsch gereift, Verantwortung zu übernehmen. „Eine Woche habe ich darüber nachgedacht“, erzählt sie, bevor sie ihre Bewerbung abgab.


Inhaltlich setzt Schmidt auf mehr Angebote für Familien und Senioren sowie eine bessere Gesundheitsversorgung. Sie wünscht sich mehr Dauerwohnungen. Ferienwohnungen will sie dagegen begrenzen. Der Ort solle nicht nur vom Tourismus leben, sondern auch seinen Bewohnern Perspektiven bieten.


Ihren Wahlkampf führt Schmidt vor allem auf der Straße, im Gespräch mit den Einwohnern. „Ich kann zuhören und Entscheidungen gemeinschaftlich umsetzen“, sagt sie. Ihr Ziel: „neuen Schwung“ für Peenemünde.



Knapp 400 Wahlberechtigte

396 Wahlberechtigte gibt es in Peenemünde. Das einzige Wahllokal befindet sich im Feuerwehrgebäude. Für die Wahl gilt: Erhält einer der drei Kandidaten mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, ist er direkt zum Bürgermeister gewählt. Erreicht niemand diese Mehrheit, treten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen 14 Tage später in einer Stichwahl gegeneinander an.




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OZ+ vom 27.08.2026:


Screenshot des OZ+ Artikels

Kommunalpolitik

Usedomer Gemeinde wählt neuen Bürgermeister: Drei Kandidaten bewerben sich in Peenemünde


Am 20. September entscheiden die Einwohner von Peenemünde, wer künftig die Gemeinde führt. Ex-Bürgermeister Rainer Barthelmes setzt auf Erfahrung, während die Einzelbewerber Matthias Krause und Sabrina Schmidt für „frischen Wind“ sorgen wollen.


Quelle:



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