HTI und Förderverein kaufen V1-Abschussrampe in Holland für Aufstellung im Peenemünder Museum
- Förderverein Peenemünde e.V.

- 28. Feb. 2008
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Tagen
OZ von Dienstag, 28. Februar 2006:
HTI kauft Stahlkoloss in Holland
48 Meter lang, 18 Tonnen schwer – die Abschussrampe der V 1 wird künftig der Blickfang im HTI. Das historische Stück soll noch vor Ostern aus Entschede in Holland mit zwei Tiefladern abgeholt werden.
Von HENRIK NITZSCHE
Peenemünde Dem Besucher immer wieder neue Attraktionen bieten, um ihn zum Wiederkommen zu bewegen, hat sich Christian Mühldorfer-Vogt, Chef des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) Peenemünde, unter anderem bei seinem Start zum Jahresanfang auf die Fahnen geschrieben. Der Mann hält Wort. Gemeinsam mit dem Förderverein des kommunalen Eigenbetriebes soll ein riesiger Stahlkoloss nach Peenemünde gebracht werden. „Wir werden eine original erhaltene Abschussrampe der V 1 erhalten. Die Rampe wird Walther-Schleuder genannt“, informierte gestern Volkmar Schmidt, Vorsitzender des HTI-Fördervereins. Da die laut Schmidt noch gut erhaltene Abschlussrampe, die die Geräte per Dampfkatapult beschleunigte, aus Holland abgeholt werden muss, wartet auf das HTI eine logistische Herausforderung. Zumal die sechs Module je drei Tonnen auf eine Gesamtlänge von 48 Meter kommen. „Das wird ein hartes Stück Arbeit“, prophezeit Mühldorfer-Vogt. Der stählerne Riesenkoloss soll mit zwei Tiefladern in den Inselnorden gebracht werden. „Ich hoffe, dass wir das bis Ostern noch hinbekommen. In Peenemünde werden wir die Walther-Schleuder restaurieren“, kündigt der HTI-Chef an.
Aufmerksam geworden sind das HTI und der Förderverein auf die Abschussrampe durch ein Schreiben des Militärhistorischen Museums Entschede, das sich von dem einst in Peenemünde befindlichen Stück trennen wollte. Peter Profe vom HTI und Klaus Felgentreu vom Förderverein machten sich daraufhin auf den Weg nach Holland. „Sie kamen begeistert zurück“, so Schmidt. „Sie waren vor allem positiv überrascht, wie gut die Walther-Schleuder noch erhalten ist“, so Mühldorfer-Vogt. Rund 17 000 Euro kostet die Neuanschaffung, die im Außengelände nahe der Werkbahn platziert werden soll. „8000 Euro stellt der Förderverein aus Spendenmitteln für den Kauf zur Verfügung“, so Schmidt, der von der Zusammenarbeit mit dem neuen HTI-Chef angetan ist. „Der frühere HTI-Leiter Dirk Zache hat den Förderverein ignoriert. Mit Christian Mühldorfer-Vogt hatte ich in wenigen Tagen mehr Kontakt, als mit Zache im ganzen Jahr“, so Schmidt, dessen Verein 150 Mitglieder zählt. „Wir haben Mitstreiter in vielen europäischen Ländern und in Amerika“, ist Schmidt stolz. Er ist auch Mitglied im internationalen Förderkreis für Raumfahrt.

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Dankschreiben des Leiters HTI für die Finanzierungsbeteiligung an der Walter-Schleuder:
Peenemünde, den 23.02.2006
Sehr geehrter Herr Schmidt,
dank Ihrer freundlichen Unterstützung und Ihrer Finanzierungsbeteiligung mit dem Betrag von 8.000 Euro können wir gemeinsam mit dem Förderverein Peenemünde ein weiteres Großexponat, die Walter-Schleuder, nach Peenemünde zurückholen. Dies ist ein großer Zugewinn für das Museum, das auf Grund der Demontage und der anschließenden Zerstörung der verbliebenen Anlagen und Gebäude im Zuge des Potsdamer Abkommens über nur wenige Originalstücke verfügt. Wir hoffen, dass sich die Aufstellung der Walter-Schleuder bald realisieren lässt und somit viele Urlauber unser Museum Peenemünde besuchen werden. Momentan sind wir dabei den Transport von Twenthe nach Peenemünde zu planen. Gerne werden wir Sie auf dem Laufenden halten. Wir danken Ihnen nochmals für Ihre Unterstützung und freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Ihnen.
Mit freundlichen Grüßen
Mühlendorfer-Vogt M.A. Leiter HTI |


















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