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Jahrestreffen 2009 und Jahreshauptversammlung des Fördervereins Peenemünde e.V.

Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
Förderverein Peenemünde e.V.
5. Okt. 2009
3 Min. Lesezeit

Unser traditionelles Treffen und die Jahreshauptversammlung fanden vom 01.10.2009 bis 04.10.2009 wieder auf der Insel Usedom (Hotel Baltic und Peenemünde) statt.


Die Teilnehmer der Exkursion über das Hinterland von Usedom bis Swinemünde werden sicher die vielen interessanten Eindrücke der herrlichen Landschaft und die aufblühende Stadt Swinemünde in guter Erinnerung behalten. Abgerundet wurde dieser Tag durch einen sehr informativen Vortrag über die A 4 durch unser Vereinsmitglied Gerhard Helm.


Das traditionelle Foto vor der A 4 im HTI und der gemeinsame Abend im „Baltic“ gehören seit Jahren dazu. Viele interessante Gespräche wurden wieder geführt. Gefreut haben wir uns, dass die beiden Brüder, John und Bill Pavelin, aus der englischen Grafschaft Essex wieder den weiten Weg zu uns gefunden haben.


Auf der Jahreshauptversammlung am Sonntag erstattete Volkmar Schmidt den Bericht des Vorstandes, Lutz Hübner unser Schatzmeister, den Finanzbericht und Klaus Felgentreu den Bericht der Revisionskommission.


Was waren nun die wesentlichen Inhalte und Probleme der Jahreshauptversammlung?


1. Im Bericht des Vorsitzenden wurde festgestellt, dass im HTI die Ursachen, Hintergründe und Folgen der Raketenentwicklung in Peenemünde im Großen und Ganzen dargestellt sind. Kritikwürdig ist nach wie vor die mangelnde Darstellung der wissenschaftlich-technischen Leistung der Techniker und Ingenieure bei der Entwicklung der Raketentechnik über die Anfänge hinaus. Dieser Teil der Peenemünder Geschichte wird zu wenig gewürdigt, obwohl das Interesse der Besucher gerade auf dieser Ebene sehr groß ist. Hier ist eine Veränderung sehr zählebig. Das Land, als eventueller neuer Eigentümer, hat da bereits wenig Entgegenkommen signalisiert. Aber gerade hier sehen wir als Verein unser gegenwärtiges und sicher auch zukünftiges Betätigungsfeld. Wir möchten eine sachliche Darstellung der wissenschaftlich-technischen Leistungen in Peenemünde, ohne Glorifizierung und Beschönigung erreichen. Hier soll uns das bisher gute Verhältnis zum gegenwärtigen Leiter des HTI, Herrn Mühldorfer-Vogt, helfen. Abzuwarten ist nun, was die Umwandlung des HTI in eine gemeinnützige GmbH mit sich bringt. Lobenswert ist, dass das Land, für das HTI

3,9 Mill. Euro aus dem Konjunkturpaket für die Sanierung der Kranbahn, des Schrägaufzuges, des Brecher- und Siebhauses sowie für die Westfassade des Kraftwerkes zur Verfügung stellt. Eine neue Möglichkeit für Standorte der Flugzeuge muss unbedingt im HTI gefunden werden, sind sie doch ein Teil der Peenemünder Geschichte.

Der Vorstand hat in diesem Jahr aktiv seine Kontakte zu anderen Institutionen und Vereinen weiter ausgebaut. Dazu beigetragen haben die Teilnahme von Herrn Schmidt und Herrn Felgentreu an der 40. Jahrestagung des Internationalen Förderkreises Raumfahrt (IFR) in Dresden, die Teilnahme an den 25. Tagen der Raumfahrt in Neubrandenburg durch Herrn Frenzel und Herrn Felgentreu. Neben den inhaltsreichen und interessanten Vorträgen konnten auch viele persönliche Gespräche geführt werden. Immer wieder wurde in beiden Veranstaltungen betont, dass die Raumfahrt in Peenemünde begann.

Wir schlagen vor, dass wir 2010 unser Jahrestreffen auf die 26. Tage der Raumfahrt in Neubrandenburg ausdehnen. Es wird noch geklärt, ob es der 24.09.10 ist, oder der 02.10.10 sein wird. Die Organisatoren teilen uns das rechtzeitig mit.

50 Jahre Lampoldshausen! Das war für Herrn Hübner Anlass, uns an diesen interessanten Ort zu vertreten (In einem kleinen Artikel würdigen wir dieses wichtige Ereignis).

Die Projektgruppe Peenemünde hat ihre Aktivitäten weiter verstärkt. Wir möchten noch mal betonen, dass wir dieses Vorhaben unterstützen. Volkmar Schmidt ist Teil dieser Projektgruppe und für die Standortberatung zuständig.


2. In der anschließenden Diskussion kam die Sorge unserer Mitglieder über die weitere Zusammenarbeit mit dem HTI zum Ausdruck. Es wurde gefordert, der wissenschaftlich-technischen Seite in Peenemünde vor 1945 mehr Beachtung zu schenken. Die Flugzeuge des ehemaligen Jagdfliegergeschwaders der Luftstreitkräfte der NVA sollten unbedingt im Museum bleiben, sind sie doch ein Teil der Zeitgeschichte von Peenemünde.

Der Teilnahme an den Raumfahrttagen in Neubrandenburg wurde zugestimmt.

Diskutiert wurde eine Änderung unserer Vereinssatzung. Es wurde vorgeschlagen nicht nur das HTI zu unterstützen, sondern Personen, Vereine und Institutionen usw., die sich mit der Aufarbeitung der Peenemünder Geschichte befassen. Das Spektrum unserer Arbeit soll breiter gefasst werden.


Der Vorstand wurde beauftragt:


  1. Die Vereinssatzung zu überprüfen und den Mitgliedern Vorschläge zur Änderung zu unterbreiten.

  2. Die Organisation des Treffens im Jahr 2010 mit der Teilnahme an den Raumfahrtagen in Neubrandenburg zu verbinden.


Die Berichte des Schatzmeisters und der Revisionskommission wurden bestätigt und damit der Vorstand entlastet.


Auf seiner Sitzung am 02.11.2009 hat der Vorstand mit der Überarbeitung der Satzung begonnen. Er wird im Januar die Überarbeitung abschließen und allen Vereinsmitgliedern mit dem nächsten Infoblatt die vorgeschlagenen Änderungen zur Bestätigung zuschicken.


K. Felgentreu

2. Vereinsvorsitzender



Bildergalerie unserer Einführungsveranstaltung, des Tagesausfluges zum "V3-Museum" bei Misdroy (hier wurde das Mehrfachkammergeschütz "Hochdruckpumpe" [H.D.P] / Fleißiges Lieschen" erprobt) und nach Swinemünde, sowie von unserer Jahreshauptversammlung:



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