Jährliches Treffen des Fördervereins Peenemünde e.V. mit Jahreshauptversammlung 2010

Unser jährliches Treffen mit Jahreshauptversammlung fand vom 24. September bis 26. September 2010 traditionell im Hotel Baltic statt. Zwanzig Vereinsmitglieder und zehn Gäste konnten wir begrüßen. Darunter waren der Bürgermeister von Peenemünde, Herr Barthelmes, sowie der Geschäftsführer des HTM, Herr Gericke.

Unsere Gäste - Links Bürgermeister von Peenemünde, Herr Barthelmes, sowie rechts der Geschäftsführer des HTM, Herr Gericke (Foto: L. Hübner)

Jahreshauptversammlung 2010 (Foto: L. Hübner)
Alle Teilnehmer unserer Exkursion am Freitag ins Ozeaneum Stralsund werden mir beipflichten, dass dieser Besuch ein bleibendes Erlebnis war. Den abendlichen Vortrag hielt diesmal Manfred Kanetzki vom HTM. Es ging um die Wohnsiedlung Karlshagen. Sehr interessant dargestellt, weckte er bei den „alten Peenemündern“ viele Erinnerungen.

Einige Mitglieder besuchten in Stralsund die Gorch Fock 1 (Foto: L. Hübner)
Unser Erinnerungsfoto, geschossen an der A 4 im HTM, vereinte alle Mitglieder des Peenemünder Treffens. Herr Gericke nutzte die Gelegenheit sich als neuen Geschäftsführer des HTM den Vereinsmitgliedern und Gästen vorzustellen.

Gruppenfoto vor A-4 Modell im HTM (Foto: D. Frenzel)
Mit dem gemeinsamen Abend im Baltic klang der Sonnabend aus. Gefreut haben wir uns, dass die Brüder John und Bill Pavelin aus der Grafschaft Essex wieder den weiten Weg zu uns gefunden haben. Sie sind immer wieder herzlich begrüßte Gäste unseres Treffens.
Unsere Jahreshauptversammlung am Sonntag hatte diesmal einen besonderen Schwerpunkt. Es ging um die Diskussion und Beschlussfassung unserer neuen Satzung. Gleichzeitig haben wir die Gelegenheit genutzt mit dem HTM eine gemeinsame Absichtserklärung über unsere weitere Zusammenarbeit zu unterzeichnen. Diese wurde am Ende der Jahreshauptversammlung von Herrn Gericke und unserem Vereinsvorsitzenden, Herrn Schmidt, unterschrieben. Den Wortlaut finden Sie im Infoblatt 4/2010.

Die gemeinsame Absichtserklärung zwischen HTM und Verein wird unterschrieben (Foto: L. Hübner)
Was waren nun die wesentlichen Inhalte und Probleme unseres Treffens?
Im Bericht des Vorsitzenden wurde die Bedeutung der Rakete als Transportmittel herausgearbeitet. Zur Einschätzung der gegenwärtigen Zusammenarbeit konnte festgestellt werden, dass mit Herrn Gericke, und damit mit dem HTM, eine neue Seite der Zusammenarbeit mit uns aufgeschlagen wurde. Es gibt darin Übereinstimmung, dass eine neue Konzeption für das HTM notwendig ist. Hierbei geht es besonders darum, dass Defizite in der Darstellung der Technik überwunden werden müssen. Dabei spielt die Anerkennung der wissenschaftlich-technischen Leistungen der Ingenieur und Techniker eine besondere Rolle.
Kritisiert wurde im Bericht und in der Diskussion die Entfernung der Flugzeuge aus der Ausstellung. Sie gehören zur Peenemünder Geschichte und werden von vielen Besuchern vermisst.
Der Vorstand hatte sich in seiner vergangenen Arbeit 2009/2010 auf folgende Schwerpunkte konzentriert:
- Die Erarbeitung einer neuen Vereinssatzung.
- Die Verbesserung der Zusammenarbeit mit dem HTM.
-Die Förderung einer engen Zusammenarbeit mit dem Internationalen Förderkreis Raumfahrt (IFR), dem Museumsverein Peenemünde und der Projektgruppe Technikmuseum.
Diese drei Schwerpunkte stehen auch für die zukünftige Arbeit des Vorstandes, einschließlich einer aktiveren Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
In der anschließenden Diskussion wurde herausgearbeitet, dass viele Fragen des Ausbaus der Denkmallandschaft Peenemünde noch offen sind. So z. B. die Munitionsbelastung des Geländes oder die Ausnahmeregelung zum Betreten des Prüfstandes VII. Begrüßt wird die Aufwertung des HTM durch eine bessere Darstellung der technischen Entwicklungen in Peenemünde. Das gegenwärtige Museumskonzept reicht nicht aus. Den Besuchern muss gezeigt werden: Hier in Peenemünde war der Anfang! Was ist daraus geworden? Wichtig ist dabei das Interesse bei der Jugend für die Erforschung der Peenemünder Geschichte zu wecken. Die Absichtserklärung ist ein wichtiger Anfang in der Zusammenarbeit mit dem HTM. Sie kann zum Vertrag weiterentwickelt werden. Deutliche Worte gab es auch zur Geschichte der NVA (Marine, Luftstreitkräfte) in Peenemünde. Diese Zeit gehört dazu. Wir konnten feststellen, dass das Interesse für die Zeit nach 1945 bis zur Gegenwart bei den Besuchern vorhanden ist. Es wurde darauf hingewiesen, dass nur ein Miteinander aller an der Peenemünder Geschichte interessierten Bürger und Institutionen für die weitere Entwicklung des geschichtsträchtigen Ortes uns voranbringt. Für dieses Jahr ist noch eine Beratung mit dem HTM zum neuen Museumskonzept geplant.
Die Berichte des Schatzmeisters und der Revisionskommission wurden bestätigt. Damit wurde der Vorstand für 2009/10 entlastet. Die Berichte liegen für die Vereinsmitglieder, die nicht kommen konnten, zur Einsichtnahme bereit.
K. Felgentreu
2. Vereinsvorsitzender




















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