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  • Landkreis Vorpommern-Greifswald zieht Machbarkeitsstudie für Peenemünde zurück

    Landkreis Vorpommern-Greifswald vom 22.05.2026: Stellungnahme des Landkreises zur Machbarkeitsstudie in Peenemünde Aufgrund des Beschlusses der Gemeindevertretung Peenemünde, eine geplante Machbarkeitsstudie zur Standortentwicklung in Peenemünde abzulehnen, gab es am gestrigen Donnerstag (21.05.2026) einen erneuten Gesprächstermin zwischen der Gemeinde und dem Landkreis. Im Ergebnis des konstruktives Austausches wurde die Entscheidung getroffen, dass die Erstellung dieser Studie nicht weiter verfolgt wird. Quelle: https://www.kreis-vg.de/Landkreis/PM-Archiv/Stellungnahme-des-Landkreises-zur-Machbarkeitsstudie-in-Peenem%C3%BCnde.php?ModID=255&FID=3079.45877.1 _______________________________________________ OZ+ vom 22.05.2026: Widerstand gegen neue Zukunftspläne Raumfahrtpläne in Peenemünde gestoppt: Landkreis zieht Machbarkeitsstudie zurück Die umstrittenen Raumfahrtpläne für den Flugplatz Peenemünde sind vorerst vom Tisch. Nach heftiger Kritik aus der Gemeinde und der Rücktrittsankündigung von Bürgermeister Ralf Turowski zieht der Landkreis die geplante Machbarkeitsstudie zurück. (...) Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/usedom-nach-kritik-und-ruecktrittsankuendigung-raumfahrtplaene-in-peenemuende-gestoppt-RR5RZ7YOVNE5BLB2TN4QXMM5H4.html _______________________________________________ Nordkurier-Online vom 23.05.2026: Hightech versus Tourismus Streit um Raketen-Forschung auf Ostsee-Insel: Behörde zieht die Notbremse Die Idee einer Machbarkeitsstudie sei vom Tisch, erklärt Landrat Michael Sack. Jetzt soll es weitere Gespräche mit der Gemeinde Peenemünde geben. Und was sagt die Bundeswehr? Von Frank Pubantz Neue Entwicklung zur geplanten Etablierung eines Forschungs- und Entwicklungszentrums - auch für Raketenantriebe - in Peenemünde auf der Insel Usedom: Der Landkreis Vorpommern-Greifswald teilt mit, dass man von der Idee einer Machbarkeitsstudie zurücktrete. Zuvor hatte die Gemeindevertretung die Pläne abgelehnt, Bürgermeister Ralf Turowski seinen Rücktritt angekündigt. „Wir werden das Thema Machbarkeitsstudie nicht mehr weiter verfolgen“, erklärt Landrat Michael Sack (CDU) gegenüber dem Nordkurier. Nach einem Gespräch mit der Gemeinde sei klar: Es brauche weitere Verständigung. In Peenemünde solle wieder „Ruhe einziehen“. Er hoffe, dass der Bürgermeister seinen Rückzug überdenkt, so Sack. Das Unternehmen Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen Raketen-Triebwerken. Firmenchef Alexander Kopp bestätigte einen „Auftrag der Bundeswehr“ zu einem zweistufigen Hyperschall-Forschungsflugzeug - Umsetzung womöglich auch in Peenemünde. Die Bundeswehr ließ wissen: Der Standort eigne sich für Flugversuche. Der Rest sei geheim. Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/streit-um-raketen-forschung-auf-usedom-landkreis-zieht-die-notbremse-4593972 _______________________________________________ NDR vom 23.05.2026: Peenemünde: Keine Machbarkeitsstudie für Raumfahrtzentrum Die Pläne, Peenemünde zu einem Raumfahrtforschungs- und Erprobungszentrum zu entwickeln, sind vorerst gescheitert. Der Landkreis Vorpommern-Greifswald will eigenen Angaben zufolge keine Machbarkeitsstudie mehr erstellen. Hintergrund ist eine Entscheidung der Gemeindevertretung in Peenemünde, die Pläne abzulehnen. In der Studie sollte untersucht werden, ob sich das Gelände des ehemaligen Flugplatzes für ein Zentrum für Luft- und Raumfahrttechnologien eignet - beispielsweise für unbemannte Flugsysteme, Testflüge sowie für Forschungs- und Start-up-Infrastruktur. Im Jahr 2024 waren Ansiedlungspläne des Unternehmen Polaris öffentlich geworden, das am Flugplatz in Peenemünde eine Betriebsstätte für Raumflugzeuge und Fluggeräte mit neuartigen Triebwerken eröffnen wollte. Der Landkreis begann daraufhin mit der Erstellung der Machbachkeitsstudie. Das Wirtschaftsministerium hatte die Ansiedlungspläne unterstützt. Quelle: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/vorpommern/peenemuende-keine-machbarkeitsstudie-fuer-raumfahrtzentrum,mvregiogreifswald-3870.html _______________________________________________ Pressenza vom 25.05.2026: Peenemünde stoppt Pläne für Raketenforschungszentrum Von Fred Schumacher Wie die lokale Tageszeitung „Nordkurier“ am 23. Mai 2026 berichtet, läuft die Bevölkerung der 370 Einwohner zählenden Gemeinde „Sturm gegen neuerliche Raketenpläne“ und „der Landrat lenkt nun ein“. Hintergrund ist ein Auftrag der Bundeswehr und damit der Regierung an das deutsche Unternehmen Polaris GmbH zur Entwicklung und Umsetzung eines zweistufigen Hyperschallflugzeugs. In dem kleinen Ort, im Norden der Insel Usedom gelegen, wollen die Verantwortlichen für Kriegsaktivitäten zu dem Zweck ein Forschungs- und Entwicklungszentrum einrichten. Das Gelände eigne sich besonders gut für Flugversuche, ließ die Bundeswehr wissen. „Der Rest sei geheim“, berichtet der Nordkurier. Usedom und Peenemünde haben während des zweiten Weltkriegs bereits einschlägige Erfahrungen mit Forschungs- und Umsetzungsaktionen damals im Auftrag Adolf Hitlers und der hinter ihm stehenden Rüstungskriegsverbrecher gesammelt. Die als Hitlers Geheimwaffe V2 öffentlich gepriesene Rakete sollte den Krieg herumreißen und in einen Sieg der Wehrmacht verwandeln. Sie war unter Leitung des SS-Mannes Wernher von Braun in der Heeresversuchsanstalt Peenemünde entwickelt worden und ihr Einsatz brachte Tausende Todesopfer beispielsweise in London und Antwerpen. Es ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass die diesbezüglichen aktuellen Rüstungsaktivitäten aufs engste mit der NATO-Führung abgestimmt sind. Sie verstoßen damit nach Auffassung von Historikern gegen den sogenannten Zwei-plus-Vier-Vertrag, der für die Zeit nach Abzug der sowjetischen Truppen aus der ehemaligen DDR festlegte, es dürfen keine NATO-Institutionen auf deren Gebiet installiert werden. Die Gemeinde führt als Begründung für ihre Ablehnung der Pläne ins Feld, sie seien schädlich für den Tourismus in der Region. Der Bürgermeister, Ralf Turowski, hatte seine Entschlossenheit gegen die Raketenforschungspläne in seiner Gemeinde klargestellt durch seine Ankündigung seines Rücktritts bei deren Realisierung. Ein ganz besonderes Geschmäckle bringen die Vorgänge mit sich, wirft man einen Blick auf das offiziell als „Startup“ bezeichnete Unternehmen Polaris GmbH. Es wurde 2019 als Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt gegründet von Alexander Kopp, der zuvor als System-Ingenieur dort wirkte. Es handelt sich also um ein klassisches Beispiel einer Vorspiegelung falscher Tatsachen, die nur den Zweck verfolgt, für echte Startups von Kleinunternehmern gedachte Gelder umzulenken in Forschung und Kriegsvorbereitungen des westlichen Finanz- und Rüstungskapitals. Quelle: https://www.pressenza.com/de/2026/05/peenemuende-stoppt-plaene-fuer-raketenforschungszentrum/

  • Danksagung der FFW Peenemünde

    Herzlichen Dank für ein unvergessliches Jubiläum! Die Freiwillige Feuerwehr Peenemünde blickt mit großer Freude, Stolz und Dankbarkeit auf die Feierlichkeiten zu ihrem 30-jährigen Bestehen zurück. Ein besonderer Dank gilt unseren großzügigen Sponsoren, deren Unterstützung dieses großartige Fest überhaupt erst möglich gemacht hat. Eben so danken wir der Gemeinde Peenemünde für die stets verlässliche Partnerschaft, das entgegengebrachte Vertrauen und die kontinuierliche Unterstützung. Ein herzliches Dankeschön geht auch an alle Gäste, die mit uns gefeiert, gelacht und diesen besonderen Meilenstein zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht haben. Euer zahlreiches Erscheinen und die vielen positiven Rückmeldungen zeigen uns einmal mehr, wie stark der Zusammenhalt in unserer Region ist. Mit diesem Rückenwind blicken wir motiviert und zuversichtlich in die Zukunft. Auch weiterhin werden wir rund um die Uhr für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie unserer Gäste im Einsatz sein. Danke für 30 Jahre Vertrauen, Unterstützung und Kameradschaft – und auf viele weitere gemeinsame Jahre! Text und Fotos: Matthias Csisko, Wehrführer Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 06/2026 (17. Juni 2026), S. 20 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/06/Amtsblatt_06_2026.pdf

  • Zur Erinnerung: Fest zum 30-jährigem Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Peenemünde am 30. Mai 2026

    Morgen am Sonnabend, den 30. Mai 2026, feiert die Freiwillige Feuerwehr Peenemünde auf der Festwiese gegenüber dem Dorfladen ihr 30 jähriges Bestehen. Wir als Förderverein Peenemünde e.V. werden ebenfalls mit einem kleinen Stand vertreten sein und freuen uns auf Euer Kommen. Programm ab 10.00 Uhr: https://www.facebook.com/events/2345116302564338

  • Bus-Linie 272 fährt künftig bis Peenemünde

    Zum 1. Juni 2026 setzt die Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald (VVG) gleich mehrere Projekte auf der Insel Usedom um. Ein zentraler Bestandteil der Neuerungen ist die Verlängerung der Linie 272 von Zinnowitz über Trassenheide und Karlshagen bis nach Peenemünde. Bereits im vergangenen Jahr hatte die VVG gemeinsam mit den beteiligten Ostseebädern damit begonnen, ein neues Verkehrsangebot für die Region auf den Weg zu bringen. Grundlage dafür war unter anderem eine gemeinsame Befahrung der Strecke mit den Bürgermeistern der Gemeinden im September 2025. Bislang endete die Linie 272 an der Haltestelle Karlshagen Schule. Peenemünde war seit langer Zeit nicht mehr direkt mit dem Bus erreichbar. Fahrgäste konnten bislang ausschließlich die Bahnverbindung nutzen, wodurch vor allem die Bahnhöfe angebunden wurden. Ab dem 1. Juni 2026 fährt nun wieder ein Bus bis nach Peenemünde. Dabei ermöglicht der Busverkehr eine deutlich flexiblere Erschließung des Ortes. Insgesamt werden künftig fünf Haltepunkte in Peenemünde bedient. Zum Start der Erweiterung sind zunächst werktags insgesamt zwei Fahrten am Vormittag und Nachmittag mit Verlängerung nach und von Peenemünde vorgesehen. Mit dem Angebot möchte die VVG insbesondere die touristischen Orte im Norden Usedoms besser miteinander verknüpfen und zusätzliche Mobilitätsangebote schaffen – sowohl für Tagesgäste als auch für die Bevölkerung der Region. Quelle: Presseinformation der Verkehrsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH, 27.05.2026 https://vvg-bus.de/umsetzung-neuer-projekt-ab-01-juni-2026/ sowie https://www.kreis-vg.de/index.php?object=tx,3079.5&ModID=255&FID=3079.45879.1 Hier der vorläufige Fahrplan ab 01.06.2026: Fahrplan als PDF zum Download: https://vvg-bus.de/wp-content/uploads/2026/05/Kopie-von-Fahrplan_Linie_272-ab-01.06.26.pdf

  • Das neue Infoblatt 2/2026 ist da!

    Unser neues Infoblatt 2/2026 ist fertig gedruckt und wird nun unseren Vereinsmitgliedern mit der Post zugestellt. Das Heft steht allen Mitgliedern exklusiv auch in unserer Archiv-Rubrik unter https://www.foerderverein-peenemuende.de/archiv/infoblatt digital zur Verfügung, ebenso wie die älteren Ausgaben unseres Infoblattes. Diejenigen Mitglieder, die sich für die portosparende PDF-Version per Email entschieden haben, sind schon in den Genuss des vorzeitigen Erhalts gelangt. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.

  • Zerwürfnis innerhalb der Gemeinde Peenemünde: Bürgermeister kündigt seinen Rücktritt an

    Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom Mittwoch, 21. Mai 2026, S. 9: Peenemünder Bürgermeister kündigt Rücktritt an Ralf Turowski spricht von einem „massiven Fehler“ im Umgang mit Plänen für den Flugplatz VON HENRIK NITZSCHE PEENEMÜNDE. Nach massiver Kritik an den Raumfahrtplänen für den Flugplatz Peenemünde hat Bürgermeister Ralf Turowski (Wählergemeinschaft Peenemünde) seinen Rücktritt angekündigt. In einer Stellungnahme räumt er schwere Fehler im Umgang mit der geplanten Machbarkeitsstudie für ein mögliches Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungszentrum ein. Turowski habe den Entwurf der Studie erst kurz vor der entscheidenden Sitzung erhalten und wegen paralleler Termine lediglich oberflächlich geprüft. Zuvor sei der Inhalt der Untersuchung mündlich anders dargestellt worden. „Ich habe nicht gemerkt, dass dieser Entwurf einer Machbarkeitsstudie eklatant und ganz grundlegend von diesen Erörterungen abweicht. Ich trete deshalb in den nächsten Tagen zurück. Ich entschuldige mich bei allen Einwohnern für diesen massiven Fehler und die daraus entstandenen Diskussionen“, erklärt der Bürgermeister. Hintergrund ist eine derzeit in Vorbereitung befindliche Machbarkeitsstudie für ein mögliches Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungszentrum auf dem Flugplatz Peenemünde. Finanziert werde die Studie von Land und Landkreis. Nach Angaben eines Kreissprechers seien bereits 2024 ein Unternehmen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt sowie die Bundeswehr an die Landesregierung herangetreten, um Unterstützung für Wirtschafts- und Forschungsvorhaben am Standort Peenemünde zu erhalten. 2025 sei ein weiteres Unternehmen hinzugekommen. Geprüft werden soll, ob sich der Standort grundsätzlich für Projekte aus den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnologie eignet. Das Vorhaben hatte zuletzt für heftige Diskussionen im Gemeinderat gesorgt. Kritiker warnten vor Lärm, Sperrgebieten und negativen Folgen für den Tourismus. Bereits seit längerer Zeit finden auf dem Flugplatz Peenemünde verschiedene Flugexperimente statt. Nach Auffassung Turowskis dürften dafür bestehende Genehmigungen keinesfalls erweitert werden. Um dies sicherzustellen, fordert der Bürgermeister nun einen sofortigen Stopp der gesamten Machbarkeitsstudie sowie des dahinterstehenden Projekts. Noch als letzten Schritt seiner Amtszeit wolle er dies gegenüber dem Landrat deutlich machen. Ein Gesprächstermin sei bereits vereinbart. Zuvor hatte sich bereits die „Peenemünde aktiv Wählergruppe“ mit scharfer Kritik zu Wort gemeldet. Fraktionsvorsitzender Detlev Löll bezeichnete die Studie als „grundsätzlich überflüssig“ und warf den Initiatoren vor, dass das gewünschte Ergebnis bereits feststehe. Besonders kritisch sieht die Wählergruppe mögliche Lärmbelastungen. Die Pläne passten nicht zu Peenemünde als „Ort des sanften Tourismus“. ____________________________________________________________________ Nordkurier (Druckausgabe) vom 21. Mai 2026: Wegen Plänen für Raketentests: Bürgermeister will zurücktreten Von Frank Pubantz Auf Usedom soll ein Test-Zentrum für Raumfahrtantriebe wachsen. Der Bürgermeister von Peenemünde ist dagegen - und räumt wegen eines eigenen Fehlers das Feld. PEENEMÜNDE - In der Auseinandersetzung um die Etablierung eines Raketenforschungs- und Entwicklungs-Zentrums in Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom hat s der Bürgermeister seinen - Rücktritt angekündigt. Ralf Turowski, ein Kritiker der Raketen-Pläne, sieht sich über das Projekt falsch informiert, der Auslöser ist eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zum Projekt. Den Entwurf dazu habe er erst kurz vor einer Sitzung der Gemeindevertretung erhalten. Der Inhalt welche aber erheblich von vorherigen mündlichen Darstellungen ab. Dies habe er zu spät bemerkt, so Turowski. Auf einem Teil des Flugplatzes Peenemünde sind Firmen bereits seit geraumer Zeit mit Flugtests für neuartige Raketenantriebe auch für militärische Zwecke aktiv. Die Redaktion berichtete im März: Das Unternehmen Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen Raketen-Triebwerken. Auftraggeber ist jetzt auch die Bundeswehr. Der Standort Peenemünde eigne sich für Flugversuche, erklärte ein Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. Polaris-Gründer Alexander Kopp bestätigte: Sein Unternehmen arbeite „im Auftrag der Bundeswehr“ an einem zweistufigen Hyperschall- Forschungsflugzeug - womöglich auch in Peenemünde. Seit Jahresbeginn ist über dem Westteil der Insel Usedom eine Verbotszone für andere Flüge eingerichtet. Pikant: Früher war der Standort Peenemünde einmal Raketen-Testareal für die Nazis. Bürgermeister Turowski zieht jetzt Konsequenzen: Da er das Problem der Veränderungen in der Studie nicht rechtzeitig erkannt habe, entschuldige er sich bei Einwohnern „für diesen massiven Fehler“. Und: „Ich trete deshalb in den nächsten Tagen zurück.“ Seine Botschaft ist klar: Das Projekt dürfe wie geplant nicht zur Umsetzung kommen. ____________________________________________________________________ OZ+ vom 20. Mai 2026: „Entschuldige mich bei allen Einwohnern” Nach Kritik an Raumfahrtplänen auf Usedom: Bürgermeister von Peenemünde kündigt Rücktritt an In der Debatte um eine Studie zu Raumfahrtplänen in Peenemünde zieht Bürgermeister Ralf Turowski jetzt Konsequenzen. Quelle: Henrik Nitzsche Die Debatte um die Raumfahrtpläne auf dem Flugplatz Peenemünde spitzt sich weiter zu: Bürgermeister Ralf Turowski kündigt nach „massiven Fehlern“ seinen Rücktritt an. Er fordert einen sofortigen Stopp der Machbarkeitsstudie. VON HENRIK NITZSCHE Peenemünde. Nach massiver Kritik an den Raumfahrtplänen für den Flugplatz Peenemünde hat Bürgermeister Ralf Turowski (Wählergemeinschaft Peenemünde) seinen Rücktritt angekündigt. In einer Stellungnahme räumt er schwere Fehler im Umgang mit der geplanten Machbarkeitsstudie für ein mögliches Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungszentrum ein. Turowski habe den Entwurf der Studie erst kurz vor der entscheidenden Sitzung erhalten und wegen paralleler Termine lediglich oberflächlich geprüft. Zuvor sei der Inhalt der Untersuchung mündlich anders dargestellt worden. „Ich habe nicht gemerkt, dass dieser Entwurf einer Machbarkeitsstudie eklatant und ganz grundlegend von diesen Erörterungen abweicht. Ich trete deshalb in den nächsten Tagen zurück. Ich entschuldige mich bei allen Einwohnern für diesen massiven Fehler und die daraus entstandenen Diskussionen“, erklärt der Bürgermeister. Studie für Forschungs- und Erprobungszentrum Hintergrund ist eine derzeit in Vorbereitung befindliche Machbarkeitsstudie für ein mögliches Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungszentrum auf dem Flugplatz Peenemünde. Finanziert werde die Studie von Land und Landkreis. Ich entschuldige mich bei allen Einwohnern für diesen massiven Fehler und die daraus entstandenen Diskussionen. Ralf Turowski Bürgermeister der Gemeinde Peenemünde Nach Angaben eines Kreissprechers seien bereits 2024 ein Unternehmen aus dem Bereich Luft- und Raumfahrt sowie die Bundeswehr an die Landesregierung herangetreten, um Unterstützung für Wirtschafts- und Forschungsvorhaben am Standort Peenemünde zu erhalten. 2025 sei ein weiteres Unternehmen hinzugekommen. Geprüft werden soll, ob sich der Standort grundsätzlich für Projekte aus den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnologie eignet. Das Vorhaben hatte zuletzt für heftige Diskussionen im Gemeinderat gesorgt. Kritiker warnten vor Lärm, Sperrgebieten und negativen Folgen für den Tourismus. Bürgermeister fordert Stopp der Studie Bereits seit längerer Zeit finden auf dem Flugplatz Peenemünde verschiedene Flugexperimente statt. Nach Auffassung Turowskis dürften dafür bestehende Genehmigungen keinesfalls erweitert werden. Um dies sicherzustellen, fordert der Bürgermeister nun einen sofortigen Stopp der gesamten Machbarkeitsstudie sowie des dahinterstehenden Projekts. Noch als letzten Schritt seiner Amtszeit wolle er dies gegenüber dem Landrat deutlich machen. Ein Gesprächstermin sei bereits vereinbart. Pläne würden nicht zum sanften Tourismus passen Zuvor hatte sich bereits die „Peenemünde aktiv Wählergruppe“ mit scharfer Kritik zu Wort gemeldet. Fraktionsvorsitzender Detlev Löll bezeichnete die Studie als „grundsätzlich überflüssig“ und warf den Initiatoren vor, dass das gewünschte Ergebnis bereits feststehe. Besonders kritisch sieht die Wählergruppe mögliche Lärmbelastungen. Die Pläne passten nicht zu Peenemünde als „Ort des sanften Tourismus“. Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/nach-kritik-an-raumfahrtplaenen-auf-usedom-buergermeister-von-peenemuende-kuendigt-ruecktritt-an-FDJEXMO2KFCCHLI6LGK7MFFI5Y.html ____________________________________________________________________ Nordkurier.de vom 20. Mai 2026: Hightech aus MV Wegen Plänen für Raketentests: Bürgermeister von Ostsee-Insel will zurücktreten Auf Usedom soll ein Forschungs- und Testzentrum für Raumfahrtantriebe wachsen. Der Bürgermeister von Peenemünde ist dagegen – und räumt wegen eines eigenen Fehlers jetzt das Feld. Auf dem Gelände der einstigen Heeresversuchsanstalt Peenemünde der Nazis ist jetzt ein Museum. Nicht weit entfernt werden wieder Raketenantriebe getestet. (infolge Urheberrecht hier ein ähnliches Bild wie im Originalartikel) Von Frank Pubant In der Auseinandersetzung um die Etablierung eines Raketenforschungs- und Entwicklungszentrums in Peenemünde auf der Ostsee-Insel Usedom hat der Bürgermeister seinen Rücktritt angekündigt. Ralf Turowski, ein Kritiker der Raketen-Pläne, sieht sich über das Projekt falsch informiert. Auslöser ist eine in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie zum Projekt. Den Entwurf dazu habe er erst kurz vor einer Sitzung der Gemeindevertretung erhalten. Der Inhalt weiche aber erheblich von vorherigen mündlichen Darstellungen ab. Dies habe er zu spät bemerkt, so Turowski. Firma forscht an Raketenantrieben für die Bundeswehr Auf einem Teil des Flugplatzes Peenemünde sind Firmen bereits seit geraumer Zeit mit Flugtests für neuartige Raketenantriebe auch für militärische Zwecke aktiv. Der Nordkurier berichtete im März: Das Unternehmen Polaris, eine Ausgründung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt, entwickelt Raumflugzeuge und Hochgeschwindigkeits-Fluggeräte mit neuartigen Raketen-Triebwerken. Auftraggeber ist jetzt auch die Bundeswehr. Der Standort Peenemünde eigne sich für Flugversuche, erklärte ein Sprecher des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr. So stellen sich das Unternehmen Polaris und die Bundeswehr das Hyperschallflugzeug vor (Foto: Polaris Raumflugzeuge GmbH) Polaris-Gründer Alexander Kopp bestätigte: Sein Unternehmen arbeite „im Auftrag der Bundeswehr“ an einem zweistufigen Hyperschall-Forschungsflugzeug - womöglich auch in Peenemünde. Seit Jahresbeginn ist über dem Westteil der Insel Usedom eine Verbotszone für andere Flüge eingerichtet. Pikant: Früher war der Standort Peenemünde einmal Raketen-Testareal für die Nazis. Bürgermeister Turowski zieht jetzt Konsequenzen: Da er das Problem der Veränderungen in der Studie nicht rechtzeitig erkannt habe, entschuldige er sich bei Einwohnern „für diesen massiven Fehler“. Und: „Ich trete deshalb in den nächsten Tagen zurück.“ Seine Botschaft ist klar: Das Projekt dürfe wie geplant nicht zur Umsetzung kommen. Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/usedom/wegen-plaenen-fuer-raketentests-buergermeister-von-peenemuende-will-zuruecktreten-4588606

  • Wählergruppe „Peenemünde aktiv“ kündigt Widerstand gegen Raumfahrtpläne an

    Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom Montag, 18. Mai 2026, S. 9: Widerstand gegen Raumfahrtpläne in Peenemünde „Peenemünde aktiv“ kritisiert Machbarkeitsstudie zu Forschungs- und Erprobungszentrum als Geldverschwendung VON HENRIK NITZSCHE PEENEMÜNDE. Der Widerstand gegen die Raumfahrtpläne auf dem Flugplatz Peenemünde wächst. Nach der kontroversen Debatte um eine Machbarkeitsstudie für ein hochmodernes Forschungs-, Entwicklungs- und Erprobungszentrum für Luft- und Raumfahrttechnologien meldet sich nun die „Peenemünde aktiv Wählergruppe“ zu Wort. Deren Fraktionsvorsitzender Detlev Löll wirft den Initiatoren vor, dass das gewünschte Ergebnis der Studie längst fest stehe. „Die Studie ist grundsätzlich überflüssig“, schreibt Löll. Aus seiner Sicht scheitere das Vorhaben bereits an praktischen Voraussetzungen. So gebe es in Peenemünde kein frei verfügbares Wassergrundstück, das sich unter Geheimschutz für Tests mit Unterwasserdrohnen nutzen ließe. „Man müsste also enteignen und einen der Häfen sperren“, so Löll. Nach eigenen Angaben habe ein Startup aus dem Bereich Unterwasserdrohnen bereits versucht, sein Grundstück am Hafen für „eine sehr hohe Summe“ zu erwerben. Löll ist Bootsbauer, Schiffsgutachter sowie Inhaber und Geschäftsführer eines Ingenieurbüros in Peenemünde. Besonders kritisch sieht die Wählergruppe mögliche Lärmbelastungen. Erst vor drei Jahren habe die Gemeinde den Betrieb der Motorradrennstrecke auf dem Flugplatz wegen einer Belastung von 95 Dezibel untersagt. Nun seien laut Studie Triebwerkstests mit mehr als 120 Dezibel im Gespräch. „Das liegt über der Schmerzgrenze und kann dauerhafte Gehörschäden verursachen“, argumentiert Löll. Die Pläne würden nicht zur Entwicklung des Ortes passen. „Peenemünde hat sich zu einem Ort des sanften Tourismus entwickelt. Da passt ein 1936 (2.0) Militärforschungsstandort nicht hinein“, schreibt der Fraktionschef mit Verweis auf die Vergangenheit des Ortes. Im Zweiten Weltkrieg war die Heeresversuchsanstalt Peenemünde das wichtigste deutsche Entwicklungszentrum für Raketenwaffen. Kritik übt Löll auch am Verfahren selbst. „Gegen eine ergebnisoffene Studie unter zwingender Beteiligung der Bewohner, der Gewerbetreibenden und der Gemeindevertretung habe ich nichts, außer dass auch diese eine Geldverschwendung wäre.“ Die Mehrheit der Gemeindevertretung hatte die Studie zuletzt abgelehnt. Finanziert werden soll sie von Land und Landkreis. Dort verweist man darauf, dass mögliche Konflikte und Chancen zunächst geprüft werden müssten. Für Löll steht fest: „Wenn Land und Kreis über die Köpfe der Bewohner hinweg einen solchen Standort errichten wollen, wird es wohl erheblichen Widerstand geben.“ __________________________________________________________________________ OZ+ vom 18. Mai 2026: „Lärmbelastung über der Schmerzgrenze“ Peenemünder Wählergruppe kündigt Widerstand gegen Raumfahrtpläne an Die Pläne für ein Forschungs- und Erprobungszentrum auf dem Flugplatz Peenemünde sorgen weiter für Streit. Nun meldet sich die „Peenemünde aktiv Wählergruppe“ mit deutlicher Kritik zu Wort: „Man müsste enteignen und einen der Häfen sperren.“ (...) Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/kontroverse-um-peenemuende-waehlergruppe-gegen-raumfahrtplaene-wegen-laermbelastung-DUZ4HHTXWBEU7K47V4N5WJWZ74.html

  • Arbeitseinsatz am Museumsschiff „Hans Beimler“

    Das Raketenschnellboot, Projekt 1241 RE, unser Museumsschiff „Hans Beimler“ war vom 25. November 2025 bis 12. März 2026 in der Wolgaster Werft. Das Unterwasserschiff wurde kontrolliert, instandgesetzt und neu konserviert. Bedingt durch den Winter hat sich der Werftaufendhalt lange hingezogen, was allerdings auch ein Vorteil war. Die Konservierung des Mastes vom Schiff war bei dem Werftaufendhalt nicht geplant konnte aber mit durchgeführt werden, dank der vielen Spenden, die wir nach einem Spendenaufruf zur Instandsetzung des Schiffes erhielten. Hier möchten wir uns recht herzlich bei allen Spendern bedanken. Im Mannschaftsraum wird neuer Bodenbelag verlegt. Foto: MK Bug Nach Ankunft im Peenemünder Hafen, wurden einzelne Kabinen wieder eingerichtet, so dass der Besucherverkehr gewährleistet war. Wochenende vom 24.Mai bis 26. Mai 2026 erfolgte durch Mitglieder der Marinekameradschaft Bug 1992 e.V. mit unserer Unterstützung und weiteren Mitstreitern die weitere Ausgestaltung der Räume des Schiffes. Im Mannschaftswaschraum, Offiziersduschraum, Offizierstoilette und der Wachkabine wurde der Bodenbelag erneuert und auch diese Räume wurden wieder als Ausstellungsräume hergerichtet. Entrosten. Foto: MK Bug Das Deck des Schiffes wurde schon vorbereitet für den nächsten Arbeitseinsatz. Es wurde entrostet und Rostschutz aufgebracht, denn das Deck soll beim nächsten Arbeitseinsatz gestrichen werden. Die 4 Modelle Strela-2 werden aufgesetzt. Foto: L.H. Die 4 neuen Modelle Strela-2 wurden auch auf das vorhandene Gestell aufgesetzt. Vor dem Einräumen der einzelnen Räume stand auch eine gründliche Reinigung an. Das Museumsschiff zeigt sich nun in neuem Glanz und auch von der gegenüberliegenden Hafenseite ist der neu angebrachte Schriftzug „MUSEUM“ gut zu erkennen. L. Hübner Quelle: Der Usedomer Norden - Amtliches Bekanntmachungsblatt des Amtes Usedom-Nord, Nr. 05/2026 (20. Mai 2026), S. 37 Download: https://amtusedomnord.de/wp-content/uploads/2026/05/3429_UsedomNord052026.pdf

  • Sauerstoffwerk Peenemünde-Dorf: Nun mehr Ferienwohnungen und weniger Mietwohnungen im Denkmal geplant

    Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom 8. Mai 2026, S. 8: Megaprojekt in Peenemünde: Mehr Ferienwohnungen im Denkmal geplant Projektentwickler passt Nutzungskonzept für ehemaliges Sauerstoffwerk an / Dauerhaftes Wohnen soll nur noch kleineren Teil ausmachen VON STEFANIE PLOCH PEENEMÜNDE. Kaum ein Gebäude im Norden Usedoms steht so sinnbildlich für die wechselvolle Geschichte des Ortes wie das ehemalige Sauerstoffwerk in Peenemünde. Einst Teil der Heeresversuchsanstalt, in der während des Zweiten Weltkriegs die Rakete A4 – besser bekannt als V2 – entwickelt wurde, verfiel die 73 Meter lange Anlage jahrzehntelang. Nun nimmt das Projekt zur Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes weiter Gestalt an. Doch bis tatsächlich gebaut wird, braucht es noch Geduld. Der Nürnberger Projektentwickler Terraplan arbeitet weiterhin an der Umnutzung des historischen Bauwerks. Ziel bleibt eine Mischung aus Wohnen, Feriennutzung und öffentlicher Zugänglichkeit. „Das Konzept hat sich im Kern nicht verändert“, sagt Projektentwickler und kaufmännischer Leiter des Unternehmens, Jan Hannes Müller. Allerdings wurde ein entscheidender Punkt angepasst: Der Anteil an Ferienwohnungen soll deutlich steigen. Künftig ist vorgesehen, rund 75 Prozent der Einheiten touristisch zu vermieten, während etwa ein Viertel dauerhaftes Wohnen ermöglicht. Hintergrund ist die begrenzte Nachfrage vor Ort. „Wir sehen aktuell nicht den Bedarf für über hundert dauerhafte Wohnungen in Peenemünde“, so Müller. Wenige Hundert Meter entfernt ist in dem Ort ein neues Wohngebiet entstanden, das die Nachfrage decken würde. Dass sich das Projekt zur Sanierung so lang hinzieht, hat vor allem planerische Gründe. Für das Vorhaben sind gleich zwei Bebauungspläne notwendig – einer für das eigentliche Sauerstoffwerk im Innenbereich, ein weiterer für die geplanten Neubauten im Außenbereich. Letzterer erfordert ein umfassendes Verfahren inklusive Umweltbericht und Ausgleichsmaßnahmen. Hinzu kommen zahlreiche Gutachten. Allein die Planungsunterlagen umfassen mehrere Hundert Seiten. „Das ist keine kleine Aufgabe“, betont Müller. Aktuell läuft die zweite Beteiligungsrunde der Träger öffentlicher Belange. Wenn alles planmäßig läuft, könnten die Bauanträge Anfang kommenden Jahres eingereicht werden. Ein Baustart vor Herbst 2027 gilt jedoch als unwahrscheinlich. Auch technisch stellt das Gebäude die Planer vor große Herausforderungen. Die historische Substanz ist stark geschädigt, insbesondere tragende Elemente sind nicht mehr belastbar. Die Lösung für die Sanierungsprofis: ein sogenanntes Haus-im-Haus-Prinzip. „Dabei bleibt die äußere Hülle des Denkmals erhalten, während im Inneren neue Wohnstrukturen entstehen. In den Seitenflügeln sollen moderne Module eingesetzt werden, die den heutigen Baustandards entsprechen. Die zentrale Halle hingegen bleibt weitgehend unverändert und soll künftig für Ausstellungen genutzt werden“, führt Jan Hannes Müller aus. Gleichzeitig sollen Spuren der Geschichte sichtbar bleiben – etwa Schäden durch frühere Sprengversuche, die aufgrund des massiven Stahlbetonbaus scheiterten. „Das wurde bewusst mit der Denkmalpflege so abgestimmt.“ Bevor aber gebaut werden kann, steht eine aufwendige Schadstoffsanierung an. Rund 3000 Tonnen belastetes Material müssen entfernt werden. Allein diese Maßnahme könnte etwa eine Million Euro kosten. Insgesamt sprechen die Verantwortlichen von einer„Mammutaufgabe“. Neben dem Sauerstoffwerk plant Terraplan auch Neubauten mit Reihen- und Mehrfamilienhäusern sowie eine Tiefgarage. Zudem soll das Gelände stärker in den Ort eingebunden werden – mit Freiflächen und öffentlichen Bereichen. Langfristig geht es den Entwicklern um mehr als nur ein einzelnes Gebäude. „Wir versuchen, den Standort insgesamt mitzuentwickeln“, sagt Müller. Dazu zählt unter anderem die bessere touristische Erschließung der Region. _________________________________________________________________________ OZ+ vom 10. Mai 2026: Vom Nazi-Bau zum Urlauberquartier Megaprojekt auf Usedom: Aus historischem Sauerstoffwerk sollen vor allem Ferienwohnungen werden Jahrzehntelang verfiel das alte Sauerstoffwerk der früheren Heeresversuchsanstalt. Investoren treiben die Pläne für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes für Wohnungen, Ferienapartments und Ausstellungen voran, doch es sind noch einige Hürden zu nehmen. (...) https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/vom-nazi-bau-zum-ferienquartier-auf-usedom-neue-plaene-fuer-die-sauerstoffwerk-ruine-in-peenemuende-K4HJ2N2G2RBV7DSKLQZLJV7JXI.html

  • HTM erweitert inhaltlich die Station 5 der Denkmallandschaft Peenemünde - Das KZ-Arbeitslager Karlshagen I

    Eröffnung einer neuen Erinnerungsstätte in Peenemünde Am 8. Mai 2026 eröffnete das Historisch-Technische Museum Peenemünde (HTM) eine neue Stätte zur Erinnerung an die Häftlinge des ehemaligen KZ-Arbeitslagers „Karlshagen I“ am Flughafenring Peenemünde. Bei einem Gedenkakt wurde aller Menschen, die an diesem Ort litten und starben, gedacht. Aus Frankreich waren Nachkommen von Häftlingen des Lagers angereist. Die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern wurde durch Susanne Bowen, Staatssekretärin des Ministeriums für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Aufsichtsratsvorsitzende der HTM Peenemünde GmbH vertreten, die ein Grußwort sprach. Zu den Peenemünder Versuchsstellen gehörten zwei KZ-Außenlager, in denen Häftlinge Zwangsarbeit für die Wehrmacht leisten mussten. Das ehemalige Lager „Karlshagen I“ liegt heute gut erreichbar am Rande einer Straße und ist im Rahmen des Rundwegs „Denkmal-Landschaft Peenemünde“ öffentlich zugängig. Um die historische Darstellung des Lagers zu verbessern und dem Gedenken am authentischen Ort einen würdigen Rahmen zu schaffen, wurde die Beschilderung durch das HTM Peenemünde überarbeitet und ausgebaut. Auf großformatigen Bild-Text-Tafeln werden neue Forschungserkenntnisse zum Lager, die Namen der dort Inhaftierten und eine exemplarische Häftlingsbiographie präsentiert. Die Inhalte sind das Ergebnis jahrelanger wissenschaftlicher Arbeit des Museums: Ab Mai 1943 wurden rund 2.000 Häftlinge ins KZ Karlshagen I deportiert. Sie mussten innerhalb des Peenemünder Sperrgebiets für die Luftwaffe und kooperierende Firmen schwere Bau- und Hilfsarbeiten leisten. Die überwiegende Mehrheit bestand aus jungen Ausländern, die zuvor als Widerstandskämpfer auffällig geworden waren oder als zivile Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene gegen Regeln verstoßen hatten. Knapp ein Viertel war nicht älter als 21 Jahre und damit nach damaligem Recht minderjährig. Im Lager litten die Häftlinge unter mangelnder Ernährung und Hygiene, Krankheiten, harten und gefährlichen Arbeiten und der Gewalt von Wachpersonal und Mithäftlingen. Bis Kriegsende wurden mindestens 253 Häftlinge getötet; weitere starben in anderen Lagern oder auf sogenannten Todesmärschen. Die Neugestaltung der Erinnerungsstätte ist in Kooperation mit der Flächeneigentümerin DBU Naturerbe, einer Tochtergesellschaft der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), entstanden und aus Mitteln der Kulturellen Projektförderung Mecklenburg-Vorpommern finanziert worden. Sie ist Teil einer umfassenden Initiative des HTM, die Vermittlung der KZ-Haft und Zwangsarbeit am authentischen Ort zu verbessern und das Museum als Akteur der Erinnerungskultur noch weiter zu profilieren. Bereits 2024 hat das HTM eine Erinnerungsstätte für das ehemalige Lager Karlshagen II eingeweiht. Beide Erinnerungsstätten liegen im DBU Naturerbe Peenemünde, eine rund 2.100 Hektar große Fläche, die den Großteil des Peenemünder Hakens sowie den Struck und die Insel Runden umfasst. „Geschichte, Erinnerungskultur und Naturschutz sind auf dieser Naturerbefläche eng miteinander verzahnt. Gemeinsam mit dem HTM wollen wir die schwierige Historie für ein umfassendes Geschichtsbewusstsein am authentischen Ort sichtbar machen. Gleichzeitig bauen wir mit dem Nationalen Naturerbe eine Brücke in die Zukunft, indem wir ökologische Lebensräume für nachfolgende Generationen entwickeln“, sagt Susanne Belting, Fachliche Leiterin im DBU Naturerbe. Um die Opferperspektive in der Schul- und Erwachsenenbildung zu stärken, bietet die Museumspädagogik des HTM vertiefende Workshops über die beiden ehemaligen KZ-Außenlager an. In diesem Format sind Ortsbesuche obligatorisch vorgesehen. Fotos: HTM Peenemünde Quelle: https://museum-peenemuende.de/08-05-2026/ _________________________________________________________________________ Weitere Bilder vom Nachmittag nach der Eröffnung: Fotos: Th. Köhler

  • Nachfahrin besucht neue Erinnerungsstätte für das ehemalige KZ-Arbeitslager „Karlshagen I“ in Peenemünde

    Sendung: NDR Fernsehen | Nordmagazin | 08.05.2026 | 19:30 Uhr 3 Min | Verfügbar bis 08.05.2028 Peenemünde: Nachfahrin besucht neue Gedenkstätte auf Usedom Axelle de Savigny hat zum Tod ihres Großonkels erforscht - mit Zwangsarbeitenden und KZ-Häftlingen wurden Waffen entwickelt. https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/nordmagazin/peenemuende-nachfahrin-besucht-neue-gedenkstaette-auf-usedom,nordmagazin-10200.html _____________________________________________________________________________________ Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom 11. Mai 2026, S. 9: Mit 18 im KZ gestorben: „Er hat kein Grab“ Neue Erinnerungsstätte für das ehemalige KZ-Arbeitslager „Karlshagen I“ in Peenemünde eingeweiht VON HENRIK NITZSCHE PEENEMÜNDE. Der Geburtstag von Christian Cotteau de Simoncourt jährte sich 2026 zum 100. Mal. „Für mich ist er immer der ewig jung gebliebene Onkel“, sagt seine Großnichte Axelle de Savigny in Peenemünde. Bei der Eröffnung der neuen Erinnerungsstätte für das ehemalige KZ-Arbeitslager „Karlshagen I“ an diesem Freitag (8. Mai) erzählt die Historikerin aus München die Geschichte eines jungen Franzosen, dessen Leben in der nationalsozialistischen Gewaltmaschinerie ausgelöscht wurde. Dunkelste Kapitel deutscher Geschichte Es ist eine Geschichte, die sie seit mehr als zwei Jahrzehnten begleitet. Seit Anfang der 2000er-Jahre recherchiert die gebürtige Französin zum Schicksal des jüngsten Bruders ihres Großvaters. Die Suche führt sie in Archive, zu Briefen und Dokumenten, in die dunkelsten Kapitel deutscher Geschichte und schließlich nach Peenemünde. Christian Cotteau de Simoncourt sei ein lebensfroher Jugendlicher gewesen. Pfadfinder, leidenschaftlicher Fotograf und begeistert von Flugzeugen. „Mit achtzehn ist man doch noch kein Mann“, sagt Axelle de Savigny. Mit 17 in den Widerstand Mit gerade einmal 17 Jahren schloss er sich dem französischen Widerstandsnetzwerk „F2“ an. Im Juli 1944 wurde er verraten und von der Gestapo verhaftet. Trotz Haft und Folter versuchte der junge Franzose, seiner Familie Mut zu machen. Axelle de Savigny liest während der Einweihung aus einem Brief vor, den Christian an seine Mutter schrieb: „Hier ist alles bestens, die Moral ist ausgezeichnet und die Flöhe zahlreich.“ Ein Satz voll bitterer Ironie. Alltag waren Hunger und Gewalt Mitte Oktober 1944 deportierten die Nationalsozialisten ihn in das KZ-Arbeitslager „Karlshagen I“ auf dem Gelände der Peenemünder Versuchsanstalten. Dort mussten rund 2000 Häftlinge Zwangsarbeit für die Wehrmacht leisten. Viele waren junge Ausländer, Widerstandskämpfer oder verschleppte Zwangsarbeiter. Hunger, Krankheiten, Gewalt und Schwerstarbeit bestimmten den Alltag. Geschwächt von der Ruhr Christian überlebte nur wenige Monate. Mitte Januar 1945 starb er beim Marsch vom Lager zum Bahnhof. „Erschöpft von den schweren Zementsäcken, den harten Haftbedingungen, den Misshandlungen, den Schikanen seines Stubenältesten und geschwächt von der Ruhr“, berichtet seine Großnichte sichtlich bewegt. Ihre Stimme stockt immer wieder. Schwer für die Angehörigen: „Sie haben die Leiche nie zurückbekommen. Er hat kein Grab, es gab keinen Gottesdienst.“ Dass seine Geschichte heute öffentlich erzählt wird, bedeutet ihr viel. Das Andenken an den Großonkel habe die Familie wieder zusammengeführt, sagt sie. Erinnerungsstätte am Flughafenring Zum Abschluss ihrer Rede ringt die 56-Jährige um Fassung: „Christian verkörperte das Reinste, Jüngste und Begeisterungsfähigste, was Frankreich zu bieten hatte.“ Die neue Erinnerungsstätte am Flughafenring soll genau solche Schicksale sichtbar machen. Auf fünf Tafeln informiert das Historisch-Technische Museum (HTM) Peenemünde über die Geschichte des Lagers, nennt Namen von Häftlingen und erzählt exemplarische Biografien. Im Lager litten die Häftlinge unter mangelnder Ernährung und Hygiene, Krankheiten, harten und gefährlichen Arbeiten und der Gewalt von Wachpersonal und Mithäftlingen. Bis Kriegsende wurden mindestens 253 Häftlinge getötet; weitere starben in anderen Lagern oder auf sogenannten Todesmärschen. Einweihung bewusst mit Kriegsende gewählt „Wir haben die Einweihung bewusst heute gewählt, weil der 8. Mai für das Ende des Zweiten Weltkrieges und die Befreiung vom Nationalsozialismus steht“, erklärt HTM-Chef Axel Prüser. Auch Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsstaatssekretärin Susanne Bowen betonte die Bedeutung solcher Orte. „Dieser Ort ist eine Respektbekundung an die Opfer des Leids, das hier verursacht wurde“, sagt sie. Für Axelle de Savigny ist der Ort weitaus mehr: „Ein spätes Stück Würde für einen jungen Mann, der keine Chance hatte, erwachsen zu werden.“ _____________________________________________________________________________________ OZ+ vom 10. Mai 2026: Gedenkstätte auf Usedom eingeweiht „Er hat kein Grab“: Großnichte erinnert in Peenemünde an Widerstandskämpfer Christian Cotteau de Simoncourt wurde nur 18 Jahre alt. Bei der Eröffnung der neuen Erinnerungsstätte für das KZ-Arbeitslager „Karlshagen I“ erzählt seine Großnichte Axelle de Savigny in Peenemünde die Geschichte des Franzosen, der im Widerstand kämpfte und in der NS-Zwangsarbeit starb. (...) https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/usedom-18-jaehriger-franzose-starb-im-kz-arbeitslager-schicksal-bewegt-besucher-J5D3RJIZBBC4XNWAWFFDEHI2EI.html

  • Peenemünde: Dächer auf Museumsgelände werden saniert

    PEENEMÜNDE. Die Gemeinde Peenemünde will auf dem Gelände des Historisch-Technischen Museums die maroden Dächer des ehemaligen Wachgebäudes sowie der früheren Lehrschmiede sanieren. Beide denkmalgeschützten Gebäude leiden seit Jahren unter undichten Pappdächern. Laut Verwaltung dringt bereits Feuchtigkeit in die historische Bausubstanz ein, wodurch weiterer Schaden droht. In der jüngsten Ratssitzung haben die Peenemünder die beschränkte Ausschreibung beschlossen, um zügig Angebote für die Bauarbeiten einzuholen. Die Kosten für die ehemalige Wache werden auf rund 92.000 Euro geschätzt, für die Lehrschmiede auf knapp 62.000 Euro. Finanziert werden die Arbeiten fast vollständig über Fördermittel aus dem Sonderprogramm Denkmalschutz, dem Landesprogramm Denkmalpflege sowie durch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Bemerkenswert: Der Eigenanteil der Gemeinde fällt äußerst gering aus. Für beide Projekte zusammen muss Peenemünde lediglich rund 260 Euro aus eigener Kasse aufbringen. Quelle: Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom 9./10. Mai 2026, S. 10

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