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Erste Duplikate vom Peenemünder Goldschatz fertig

Autorenbild: Förderverein Peenemünde e.V.
Förderverein Peenemünde e.V.
22. Apr. 2008
1 Min. Lesezeit

Ostseezeitung vom 22.04.2008:


Peenemünde. Seit 1982 ist eine Plastenachbildung vom „Goldschatz aus Peenemünde" im Wolgaster Museum zu sehen. Die siebeneinhalb Armringe aus dem 11. Jahrhundert sind inzwischen laut Museumschefin Bärbel Roggow „unansehnlich" geworden. „Sie erfüllen längst nicht mehr die Erwartungen der Besucher."


Umso mehr freut sie sich auf den 6. Mai - die Eröffnung der Museumstage. Dann wird nämlich der Wolgaster Metallrestaurator Wolfgang Hofmann den ersten Satz seiner Nachbildung des Goldschatzes dem Museum der Herzogstadt überlassen. „Ich stecke mitten in der Arbeit. Fünf Ringe sind mittlerweile fertig. Da fehlt nur noch das Gold auf der Oberfläche", so Hofmann gestern auf Nachfrage. Als Grundstoff habe er für die Duplikate Bronze verwendet.


Mit der Heimkehr des Goldschatzes nach Peenemünde müssen sich die Macher des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) Peenemünde aber noch etwas gedulden. Laut Hofmann soll der von ihm gefertigte zweite Satz etwa im Spätsommer im HTI gezeigt werden. Geplant ist, die goldenen Armringe im Rahmen der Ausstellung des HTI über die Geschichte Peenemündes vor 1936 zu zeigen.


Der dritte Satz des Goldschatzes, den Hofmann in seiner Werkstatt anfertigen will, soll an das Kulturhistorische Museum in Stralsund gehen. Dort ist das Original des Goldschatzes verwahrt, das aber aus Sicherheitsgründen nicht gezeigt wird. Im Museum zählt es zu den wertvollsten Beständen.


Am 16. April des Jahres 1905 soll eine Waldarbeiterin die goldenen Schmuckstücke beim Pflanzen von Kiefern am Peenemünder Haken gefunden haben. Den wertvollen Fund bekam der Magistrat der Stadt Wolgast. Die Frau soll 120 Mark Finderlohn bekommen haben.

H. NITZSCHE



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