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  • Neues Festival in Peenemünde vom 29. bis zum 31. Mai 2026

    Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom Mittwoch, 20. Mai 2026, S. 11:

  • Zeitungsartikel zur Ortsgeschichte Karlshagens inklusive der Auswirkungen der Luftangriffe auf Peenemünde 1943/44

    Nordkurier.de vom 30.07.2026: Screenshot der Nordkurier-Webseite mit dem Artikel Ostseeperle Weiße Villen sind verschwunden: Düsteres Rätsel um das Seebad an der Ostsee Hinter Strand und Dünen fehlt mehr als nur Bäderarchitektur. Die alte Seebadwelt wurde hier fast ausgelöscht. Von Eike Moldenhauer Karlshagen wirkt zunächst wie ein ruhiges Ostseebad: breiter Sandstrand, Dünen, viel Platz. Umso auffälliger ist, was hier fehlt. Wer auf Usedom unterwegs ist, denkt schnell an weiße Villen, Veranden und alte Pensionen. In Karlshagen ist davon kaum etwas zu sehen. Warum die weißen Villen fehlen Dabei begann der Ort tatsächlich als Seebad. Ab 1885 entstanden Seebrücke, Strandhotel und erste Unterkünfte für Badegäste. Diese Entwicklung brach jedoch früh ab. 1936 übernahm die Wehrmacht den Strandbereich, Unterkünfte wurden enteignet und die Seebadstruktur aufgelöst. In den folgenden Kriegsjahren trafen mehrere alliierte Luftangriffe Karlshagen und Peenemünde – zuerst der britische Angriff im August 1943, danach noch drei weitere schwere US-Angriffe im Sommer 1944. Hunderte Menschen kamen ums Leben, darunter Frauen, Kinder, Arbeiter, Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge. Auf dem Ehrenfriedhof in Karlshagen wurden 333 namentlich bekannte Bombenopfer beigesetzt, weitere Tote lagen in einem Massengrab. Die Mahn- und Gedenkstätte am Ortsausgang Richtung Trassenheide erinnert daran. Von der alten Seebadbebauung blieb nach Krieg und Zerstörung kaum etwas übrig. Wohnsiedlung in Karlshagen nach der Bombardierung 1943 (Foto: RAF, Gemeinfrei, Wikipedia) Ganz verschwunden ist diese Zeit trotzdem nicht. Besonders auffällig ist der frühere Bahnhof Karlshagen-Siedlung. Er war der größte Personenbahnhof der Werkbahn nach Peenemünde. Zur Anlage gehörten drei Bahnsteige und ein langer Tunnel unter der Straße. Der Tunnel verband nicht nur die Bahnsteige, sondern diente auch als Luftschutzraum. Das hölzerne Bahnhofsgebäude gibt es nicht mehr, der Tunnel und Teile der Anlage sind bis heute erhalten. Gesperrter und gefluteter Bahnsteigtunnel am ehemaligen Bahnhof Karlshagen-Siedlung. (Foto: Global Fish - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, Wikipedia) Ein Hafen mit spätem Start Am Wasser folgt der nächste unerwartete Fakt. Der Hafen am Peenestrom gehört heute ganz selbstverständlich zu Karlshagen: Boote, Spaziergänger, Restaurants, Fischbrötchen. Dass er für einen Ort mit so langer Geschichte erstaunlich jung ist, vermuten viele nicht. Offiziell eröffnet wurde er erst am 30. Juni 1930 – zunächst als reiner Fischereihafen. Lange blieb es dabei nicht. Mit dem Ausbau der Anlagen in Peenemünde wurde der Hafen stark erweitert und sogar an die Werkbahn angeschlossen. In DDR-Zeiten war er ein wichtiger Standort der Küstenfischerei. Erst nach 1990 änderte sich das Bild grundlegend. Aus dem Arbeits- und Zweckhafen wurde ein touristischer Bereich mit Yachthafen, Ausflugsschiffen und Ferienwohnungen. Heute ist er der größte Hafen des deutschen Teils der Insel Usedom. Das riesige DDR-Ferienlager am Ort Bis 1990 lag im Südosten Karlshagens bei Trassenheide das Pionierferienlager „German Titow“, später als Mehrzweckobjekt 14 bekannt – eines der größten Kinderferienlager der DDR. Auf dem Gelände standen rund 130 Finnhütten, dazu kamen Speisesaal, Klubhaus, Freilichtbühne, Appellplatz und ein Rettungsturm am Strand. In starken Jahren wurden hier in drei Sommerdurchgängen mehr als 1.700 Kinder betreut, 1982 sogar 2.277. Zum Ferienalltag gehörten Baden, Sport, Lagerfeuer, Arbeitsgemeinschaften, Ausflüge und Veranstaltungen wie das Neptunfest. Gleichzeitig war das Lager eine NVA-Einrichtung, mit Appellen, Fahnenzeremonien und politischer Erziehung. Nach der Wende verfiel das Gelände zunächst, später wurden die alten Bauten abgerissen und das Areal neu entwickelt. Heute stehen dort Ferienhäuser und andere Urlaubsanlagen. Dass hier einmal Tausende Kinder ihre Sommer verbrachten, ist vor Ort kaum noch zu erkennen. Wenn der Strand voller Felder steht Im Hochsommer verändert sich der Strand für ein Wochenende komplett. Dann ist Karlshagen Austragungsort des Usedom Beachcups. Das Turnier gilt als größtes Beachvolleyball-Turnier der Welt und steht im Guinness-Buch der Rekorde. Über 90 Spielfelder werden dann gleichzeitig im Sand aufgebaut, dazu kommen mehr als 1.400 Sportlerinnen und Sportler auf über einem Kilometer Strand. Für ein Wochenende ist der Strand dann kein ruhiger Badeplatz mehr, sondern eine große Turnierfläche mit Netzen, Feldern, Teams und Zuschauern. Viel mehr Beachvolleyball passt kaum an die Ostsee. Am kommenden Wochenende ist es wieder so weit. Als zwei Wale vorbeizogen Auch aus der Naturgeschichte des Ortes ist eine seltene Beobachtung überliefert. Im Juli 1913 wurden vor Karlshagen zwei Wale gesichtet. Karlshagener Fischer beobachteten die Tiere rund zwei Wochen lang. Die Wale begleiteten Boote ohne Scheu und schwammen sogar durch den Greifswalder Bodden. Einer der beiden wurde nahe der Greifswalder Oie erlegt, von einem Karlshagener Fischhändler gekauft und anschließend in Karlshagen und den umliegenden Orten gegen 20 Pfennig Eintritt gezeigt. Später bestimmte der Zoologe Willy Kükenthal das Tier als junges Weibchen eines Sowerby-Zweizahnwals – einer in diesen Gewässern sehr seltenen Art. Kaum ein Ostseebad ist so eng mit den Brüchen des 20. Jahrhunderts verknüpft wie Karlshagen. Was heute wie ein ruhiger Urlaubsort wirkt, wurde von Krieg, Sperrgebiet, Fischerei und DDR-Ferienkultur so stark geprägt wie kaum ein anderer Ort an der Ostsee. Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/usedom/weisse-villen-sind-verschwunden-duesteres-raetsel-um-das-seebad-an-der-ostsee-4752309 Hinweis: Im Originalbeitrag finden sich weitere Fotos, die aus Urheberrechtsgründen jedoch hier nicht von uns übernommen wurden.

  • Presseberichte zur Rückführung des Museumsschiffes nach Peenemünde

    Nordkurier.de vom 17.03.2026, 14:25 Uhr; aktualisiert am 17.03.2026, 14:28 Uhr: „Hans Beimler“ DDR-Schiff ist endlich zurück auf Ostsee-Insel, doch dann kommt es zu einem Zwischenfall Das DDR-Museumsschiff „Hans Beimler“ ist in den Hafen von Peenemünde zurückgekehrt. Doch bei der Überführung lief nicht alles glatt. (...) Aufnahmen unseres Reporters zeigen den Zwischenfall bei der Überführung der „Hans Beimler“ nach Peenemünde oben im Video. Quelle: https://www.nordkurier.de/regional/mecklenburg-vorpommern/ddr-schiff-ist-endlich-zurueck-auf-ostsee-insel-doch-dann-kommt-es-zu-einem-zwischenfall-4428796 _________________________________________________________________ SUT - Schifffahrt und Technik, 16.03.2026 - 16:06 Uhr: Ehemaliges DDR-Raketenschiff kehrt von Werft zurück Vier Raketen, 56 Meter lang und für schnelle Einsätze konzipiert – das ehemalige DDR-Raketenschiff „Hans Beimler“ ist das letzte seiner Art. Nun war es wieder unterwegs - ein seltenes Schauspiel. von dpa In Deutschland ist es das letzte größere Kampfschiff der Volksmarine der DDR. Nun ist das Museumsschiff „Hans Beimler“ nach einem Werftaufenthalt wieder für längere Zeit weitgehend instand gesetzt. Das ehemalige Raketenschiff hat auf dem Rückweg von der Wolgaster Peene-Werft die dortige Klappbrücke passiert. Das in den 1980er Jahren in Russland gebaute und etwa 56 Meter lange Schiff ist das letzte verbliebene Schiff von ursprünglich fünf seiner Klasse, wie Lutz Hübner erklärt. Er ist Schatzmeister des Fördervereins Peenemünde. Mit seinen vier Raketen an Rügens Küste stationiert, sollte die „Hans Beimler“ andere Schiffe bekämpfen. „Schnell rausfahren, Ziel erfassen, bekämpfen, wieder nach Hause kommen“, wie Hübner sagt. Ganz so schnell war das Schiff am Donnerstag (12.3.2026) nicht unterwegs. Für die Überführung zurück zum Liegeplatz in Peenemünde war die „Hans Beimler“ auf zwei Schlepper angewiesen. Letzter Werftaufenthalt 1993 Auf der Peene-Werft sei der Bereich des Schiffes, der sich normalerweise unter Wasser befindet, mit einem neuen Anstrich konserviert worden. „Der Mast wurde auch neu konserviert“, fügte Hübner hinzu. Das letzte Mal sei das Schiff 1993 auf der Werft gewesen. Dieses Jahr soll laut Hübner im Rahmen eines Arbeitseinsatzes auch noch das Deck gestrichen werden. „Durch die vielen Besucher müssen wir das öfter machen.“ 18.000 Menschen seien im vergangenen Jahr auf das Schiff gekommen. Allein der Werftaufenthalt habe etwa 100.000 Euro gekostet, zuzüglich der Schlepperkosten. Ein Teil stamme aus den Eintrittsgeldern, vom Verein, aber auch von Spenden. Weil während des Werftaufenthaltes klar wurde, dass umfangreichere Arbeiten als geplant notwendig sind, hatte der Verein Anfang des Jahres einen Spendenaufruf gestartet. „Ohne die Spenden, die wir jetzt im letzten Monat gekriegt haben, hätten wir es nicht gepackt“, sagt Hübner. Ihm sei es wichtig, sich dafür zu bedanken. Quelle: https://www.schifffahrtundtechnik.de/nachrichten/binnenschifffahrt/ehemaliges-ddr-raketenschiff-kehrt-von-werft-zurueck-3779593 _________________________________________________________________ OZ+ vom 14.03.2026: Spektakuläre Rückkehr nach Usedom NVA-Raketenschiff wieder im Peenemünder Hafen: Schreckmoment bei Überfahrt an Wolgaster Brücke Das letzte Raketenschnellboot der Volksmarine ist zurück im Inselnorden Usedoms. Doch bei der Überführung des Museumsschiffs „Hans Beimler“ von Wolgast nach Peenemünde hat es einen lauten Knall kurz vor der Peenebrücke gegeben. (...) Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/nva-raketenschiff-wieder-im-peenemuender-hafen-schreckmoment-bei-ueberfahrt-an-wolgaster-bruecke-463DSG2LCFE3VGET5PS4N5NZTM.html _________________________________________________________________ OZ (Usedom-Ausgabe) vom 14./15.03.2026, S. 10: NVA-Raketenschiff wieder in Peenemünde Rückkehr des letzten Raketenschnellboots der Volksmarine nach Sanierung / Schreckmoment an Wolgaster Brücke _________________________________________________________________ Berliner Kurier vom 13.03.2026, aktualisiert am 16.03.2026 - 10:34 Uhr: Jahrelange Restauration Das letzte DDR-Raketenschiff „Hans Beimler“ geht wieder auf Tour Das ehemalige DDR-Raketenschiff „Hans Beimler“ ist das letzte seiner Art und ging auf der Peene wieder auf Tour. Das sind die Pläne für die Zukunft. (...) Quelle: https://www.berliner-kurier.de/ddr/das-letzte-raketenschiff-der-ddr-ist-wieder-zurueck-li.10024301 _________________________________________________________________ Die Zeit vom 12. März 2026, 14:32 Uhr: Seltener Werftaufenthalt: Ehemaliges DDR-Raketenschiff kehrt von Werft zurück Quelle: dpa Mecklenburg-Vorpommern In Deutschland ist es das letzte größere Kampfschiff der Volksmarine der DDR. Nun ist das Museumsschiff «Hans Beimler» nach einem Werftaufenthalt wieder für längere Zeit weitgehend instand gesetzt. (...) Quelle: https://www.zeit.de/news/2026-03/12/ehemaliges-ddr-raketenschiff-kehrt-von-werft-zurueck

  • POLARIS gibt erfolgreichen Erstflug des COBRA-Prototyps auf dem Flugplatz Peenemünde bekannt. Außerdem: Die Drohne, die kürzlich während des Flugtests abgestürzte, war kein POLARIS-Fluggerät.

    Die Bremer Firma POLARIS Raumflugzeuge GmbH gab in der letzten Augustwoche 2026 über das berufliche Netzwerk "LinkedIn" bekannt, das ihr COBRA-Prototyp erfolgreich seinen Erstflug auf dem "Test- und Forschungsflugfeld Peenemünde" (EDCP-PEF) absolviert hat. Nach einem vollkommen reibungslosen Erstflug, der eine Distanz von mehr als 20 km abdeckte, werden in den kommenden Monaten weitere Testflüge durchgeführt. KI-Bild Mit einer Startmasse von >600 kg ist COBRA ein leichtes, unbemanntes Flugzeug, das POLARIS in Zusammenarbeit mit Diehl Defence im Rahmen des gemeinsamen AirLAS-Projekts (Airborne Launching and Strike System) entwickelt. COBRA ist in erster Linie dafür konzipiert, IRIS-T Luft-Luft-Raketen zu tragen und abzufeuern. Weiterhin gab POLARIS über ihrem LinkedIn-Beitrag bekannt, dass die ca. 200 Kilogramm schwere Drohne, die am 12. August 2026 während des Flugtests in Peenemünde abgestürzte und einen Flächenbrand von 6.000 Quadratmetern neben der Landebahn verursachte, keines ihrer Fluggeräte war. Was wir von Anfang an vermuteten: es handelte sich also um eine Drohne einer anderen Firma, die das "Test- und Forschungsflugfeld Peenemünde" temporär nutzt, wie die Rüstungsunternehmen INFINTEQ, Stark Defence, Helsing oder Quantum Systems. Erst Anfang dieser Woche war bei geheimen Flugversuchen auf dem Flugplatz Peenemünde erneut eine Drohne abgestürzt. Dank regennasser Rasenflächen kam es diesmal glücklicherweise jedoch nicht wieder zu einem Flächenbrand. Hier der originale LinkedIn-Beitrag: Quelle: https://www.linkedin.com/posts/polaris-spaceplanes_we-are-proud-to-announce-the-successful-first-activity-7496474532061421568-h98X

  • HTM-Vortrag „Peenemünde - Geheime Waffenschmiede im Küstenwald“ am 7. September 2026 im Haus des Gastes Karlshagen

    Vortrag „Peenemünde - Geheime Waffenschmiede im Küstenwald“ Montag, 7. September 2026 um 17:00 Uhr im Haus des Gastes Karlshagen Daniela Teschendorff, Historisch-Technisches Museum Peenemünde Die Versuchsstellen der Wehrmacht in Peenemünde waren von 1936 bis 1945 ein Zentrum militärischer Großforschung und industrieller Produktion. Auf einer Fläche von 30 Quadratkilometern arbeiteten bis zu 12.000 Menschen gleichzeitig an neuartigen Waffensystemen wie dem weltweit ersten Marschflugkörper und der ersten Großrakete. Beide wurden als Terrorwaffen gegen Zivilbevölkerungen konzipiert, größtenteils von Zwangsarbeitern gefertigt und gelangten ab 1944 als „Vergeltungswaffen“ zum Einsatz im Zweiten Weltkrieg. Anmeldung notwendig: Bis 11:00 Uhr in der Touristinformation unter 038371 55490 oder per Email an info@karlshagen.de Teilnahme mit der UsedomCard frei. Ohne UsedomCard 5 €. Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen Quelle: https://www.facebook.com/photo?fbid=122147170359050612 Weitere Infos zur Vortragsreihe: https://www.auf-nach-mv.de/veranstaltungssuche/e-vortrag-peenemuende-geheime-waffenschmiede-im-kuestenwald

  • Neues Exponat auf dem Freigelände des HTM Peenemünde: Gleitbombe Hs 293-A auf einem Bombenladewagen

    Seit dem 25. August 2026 können die Besucher im Freigelände des Historisch-Technischen Museums Peenemünde ein neues Großexponat besichtigen. Es handelt sich um den Lastraum einer Gleitbombe Henschel Hs 293-A auf den Resten eines Bombenladewagens LP-VC 2500. Die beiden Objekte wurden in den 1990er Jahren im Bereich der früheren Versuchsstelle der Luftwaffe Peenemünde-West geborgen. Zur Vorbereitung der Aufstellung im Freigelände wurden sie in der Werkstatt des Museums konserviert. Bei den Kran-Arbeiten am 25. August half die Firma Bootsbau Weiß aus Peenemünde. Ein Video (Facebook-Reel) der Aufstellung findet Ihr hier: https://www.facebook.com/reel/28006179392364659. Anfang dieser Woche, am 31. August, wurden die schon aufgestellten Objektschilder beklebt, so dass sich die Besucher nun auch über die neuen Exponate informieren können. Der Lastraum einer Gleitbombe Hs 293-A auf den Resten eines Bombenladewagens LP-VC 2500 auf dem Freigelände des HTM, 03.09.2026. (Fotos: Th. Köhler) Die Hs 293 A war eine fernsteuerbare Gleitbombe, die mittels Flugzeug in die Nähe des Zieles gebracht und mit einer Funklenkanlage vom Trägerflugzeug aus nach dem Zieldeckungsverfahren auf das Ziel zugesteuert wurde. Ihrer Verwendung nach war die dann im Kriegseinsatz genutzte Version Hs 293 A-1 eine 500 kg-Minenbombe und zum Angriff auf schwachgepanzerte See- und Landziele bestimmt. Gen.TT./W - FK3: Schnitt durch Hs 293 A1 mit Triebwerk, Zeichnung Nr. 2220/3, 03.03.1944. - Bild 3 in: RLM, Gen.TT./W - FK3: Handbuch der Hs 293 A-1 : Stand vom März 1944. – B.Nr. 0043/44 g.Kdos. (HTM Peenemünde, Archiv, FE-Rolle 26, FE 760 / GD 659.8.1) Die Bahn der Hs 293 A folgte nicht wie bei normalen Bomben den Gesetzen des freien Falles. Sie näherte sich vielmehr dem Ziele im Gleitflug, wobei ihre Bahn in weiten Grenzen nach Seite und Höhe verändert werden konnte. Sie besaß zu diesem Zwecke Tragflächen mit Querrudern und ein Leitwerk mit Höhenruder. Ein Seitenruder war nicht vorhanden. Die Spannweite der Bombe bedingte eine Außenaufhängung an einem Trägerflugzeug. Zur Erhöhung der Abwurfentfernung und zum schnelleren Erreichen der Zieldeckung war die Bombe mit einem Rückstoß-Triebwerk ausgerüstet, das mit einem Schnellverschluß unter dem Bombenkörper befestigt war und etwa 11 Sekunden lang arbeitete. Die Abwurfentfernung war groß genug, um außerhalb des günstigsten Schußbereichs der gegnerischen Flak bleiben zu können. Ein Leuchtsatz (Tagfackel) im Heckteil der Bombe diente bei Tag dazu, die Bombe während ihrer gesamten Flugzeit dem Schützen sichtbar zu machen. In der Dämmerung und bei Nacht trat an die Stelle des Leuchtsatzes ein Scheinwerfer mit farbigen Vorsatzscheiben. Der Bomben(lade)wagen diente zum Transport der Gleitbombe am Boden und als Gestell zu deren Erprobung. Er bestand im wesentlichen aus einem auf vier luftbereiften Rädern ruhenden Fahrgestell, zwischen dessen beiden auswechselbaren Tragarmen die Hubarme auf dem Hubarmbolzen drehbar gelagert waren. Die maximale Tragfähigkeit des Hubgeräts lag bei 2.500 Kilogramm mit einer Hubhöhe von bis zu 2,90 Metern. Der starre Bombenwagen Typ LP-VC 2500 wurde im Laufe des Krieges mehrfach weiterentwickelt bis zum standardisierten zerlegbaren „Hydraulischen Hubgerät LWC 2500“, bei dem das Fahrgestell nach Bedarf gekürzt / verlängert werden konnte und die luftbereiften Rädern mit Ketten ausgetauscht werden konnten. In Peenemünde-West wurde der nun ausgestellte Wagen für diverse Projekte genutzt, wie bei der nachgelenkten Fallbombe Kramer-Ruhrstahl PC 1400X („Fritz X“), der nachgelenkten Gleitbombe Henschel Hs 293, der Flugbombe Fieseler Fi 103 („V1“) und des Überwassertorpedos Blohm & Voss BV 143. Der fernlenkbare Flugkörper Hs 293 A-0 auf dem Bombenwagen fertig zum Beladen des Trägerflugzeuges. Pee.-West Ende 1941. Am Heck die fünf Magnesiumfackeln zur Sichtbarmachung des Flugkörpers. An den Flächen noch die später entfallenden Widerstandskörper und am Bug ebenfalls die später entfallenden, verkleideten Trimmgewichte ("Elefantenrüssel"). Die am Bug montierte einzelne Fackel war für das Ansprechen einer zu überwachenden Funktion im Körper vorgesehen. (HTM Peenemünde, Archiv, Nachlass Botho Stüwe, Bild 13-26) Abschließende Überprüfung der Kommandogabe an eine Hs 293 A-0. Am Geber des provisorischen Prüfsenderaufbaus FuG 203a: Dr. Sichling. Halle W1. Ende 1941. (HTM Peenemünde, Archiv, Nachlass Botho Stüwe, Bild 12-26) Der Flugkorper Hs 293 A-0 wird zwecks Beladung fur einen Erprobungsflug unter das Tragerflugzeug He 111, PH+EI geschoben. Pee.-West Ende 1941. (HTM Peenemünde, Archiv, Nachlass Botho Stüwe, Bild 14-26) Hier ein kurzer Ausschnitt mit historischen Filmaufnahmen von 1941, in denen der Bombenwagen LP-VC 2500 mit einer BV 143 genutzt wird: Anbringung eines BV 143-Flugkörpers an das Trägerflugzeug He 111, TH+HV in Pee.-West, 1941

  • Sommer-Vortragsreihe im Marine- und Fliegermuseum Peenemünde endete gestern Abend erfolgreich

    Deike Reddig vom Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz Institut für Maritime Geschichte, sprach in ihrem Vortrag gestern Abend am 2. September 2026 über "Schiffsunglücke und maritime Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert". Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse und war gut besucht. Wir bedanken uns herzlich bei Frau Reddig für die spannenden Einblicke in dieses Thema. Mit dem gestrigen Abend endet unsere wöchentliche Sommer-Vortragsreihe im Marine- und Fliegermuseum Peenemünde für dieses Jahr. Aber keine Sorge, auch im nächsten Jahr wird es wieder eine Vortragsreihe geben. Vortrag von Deike Reddig im Marine- und Fliegermuseum Peenemünde, 02.09.2026 (Fotos: Th. Köhler)

  • Tochter von Sergej Koroljow besuchte Peenemünde

    Der 1. Vorsitzende des Fördervereins Peenemünde e. V. Dipl.-Ing. Volkmar Schmidt neben Prof. Dr. N. Koroljowa. (Foto: A. Saathoff) Ostseezeitung vom 04.10.2008: Natalia Koroljowa füllte bei ihrem Besuch in Peenemünde viele Geschichtslücken Auf Spurensuche nach dem Sputnik-Vater Peenemünde. Gleich drei große Jubiläen fallen in den Zeitraum der vergangenen zwölf Monate. 50 Jahre Hündin Laika, 50 Jahre erster US-Satellit „Explorer One“ und 50 Jahre NASA. Erst jetzt erkennt man auch, wer für diese großen Ereignisse damals eine Schlüsselfigur war. Sein Name ist weitestgehend unbekannt geblieben. Der Erbauer des Sputniks – der Start jährt sich heute zum 51. Mal – heißt Sergej Koroljow und nicht einmal seine Familie wusste dies. Deshalb suchte jetzt seine Tochter Natalia Koroljowa nach 62 Jahren in Deutschland nach den Spuren der Anfänge und fand Antworten. „Mein Vater hatte irgendetwas mit Raketen zu tun und deshalb bereisten wir das ganze Land von der Ostsee bis in den Harz. Er zeigte mir schöne Strände, schicke Hotels und manchmal auch geheimnisvolle Orte“, so die heutige Medizinerin. Mehr wusste sie bis zu seinem Tode im Jahre 1966 auch nicht. Seitdem beschäftigt sie sich mit der Aufarbeitung seines Lebens. In ihrem 1000-seitigem Buch „Vater“ (erscheint demnächst bei www.edverlag.de) hat sie alles zusammengetragen. Nur die Arbeit im Nachkriegsdeutschland ist noch lückenhaft. Deshalb besuchte sie alle Arbeitsstätten, an denen ihr Vater war und gewesen sein könnte. Darunter sind Bleicherode, Nordhausen, der Kyffhäuser, Leipzig, Kummersdorf, Berlin und Peenemünde. Mit ein paar alten Fotos in der Hand und nur noch ihren Erinnerungen als junges Mädchen ging sie auf Spurensuche. In Peenemünde waren es nur eine vergessene Mauer und zwei rostige Schrauben im Gras, dennoch lieferten diese den eindeutigen Hinweis: „Hier stand der Sputnik-Konstrukteur und fotografierte seine Tochter“. Die Bilder, das eine vor 62 Jahren aufgenommen, das andere vor kurzer Zeit, passen genau übereinander. Volkmar Schmidt, der Vorsitzende des Peenemünder Fördervereins, spitzte die Ohren als Natalia Koroljowa von dem dort bekannten sowjetischen Häftling Dewjatajew erzählte. Dieser flüchtete 1944 mit neun weiteren Leidensgenossen in einem deutschen Flugzeug vom Flugplatz Peenemünde. Er wurde später „Held der Sowjetunion“. Ihm widmete man in Peenemünde einen Gedenkstein. „Viele Dinge, die bislang ins Reich der Legende verwiesen wurden, haben sich durch ihren Besuch bestätigt“, so Volkmar Schmidt. Gemeinsam mit dem HTI hatte der Förderverein den Besuch der Tochter des Sputnik-Erfinders organisiert. „Sie hat sehr viele Lücken gefüllt“, ist der Vorsitzende noch immer beeindruckt von der Moskauerin. Schmidt ist optimistisch, mit Natalia Koroljowa in Kontakt zu bleiben. Neun Tage verbrachte sie in Deutschland. Ihr Programm war anstrengend: 33 Veranstaltungen und 6 Vorlesungen. 2300 Kilometer weit ist sie durch das Land gefahren, um Spuren zu finden. R. HECKEL/HNI Ralf Heckel ist Vorsitzender der German Space Education Institute. Das gemeinnützige internationale Privatinstitut fördert wissenschaftliche, hochtechnische und akademische Berufsorientierung. Das Institut organisierte die jüngste Deutschlandtour von Prof. Dr. Natalia Koroljowa aus Moskau.

  • Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 2005 des Fördervereins Peenemünde vom 23.-25. September 2005

    Wie geplant, fand am Sonntag, dem 25.09.05, im Hotel Baltic in Zinnowitz die Jahreshauptversammlung unseres Fördervereins Peenemünde e. V. statt. Anwesend waren 20 Mitglieder und eine Reihe von Gästen, so u. a. der Bürgermeister von Peenemünde, Herr Barthelmes. Den Bericht des Vorstandes verlas unserer Vereinsvorsitzender, Herr Volkmar Schmidt. Hier wurde eingeschätzt, dass die Zusammenarbeit mit dem ehemaligen Leiter des HTI, Herrn Zache, auch 2004/2005 stagnierte. Die Vorschläge des Vorstandes für eine Vereinbarung über eine gemeinsame Zusammenarbeit zwischen HTI und Verein, die Herrn Zache übergeben wurde, blieb ohne Reaktion. Im Hinblick auf den neuen Leiter des HTI wünschen wir uns eine vernünftige Zusammenarbeit. Im Bericht wurde deutlich zum Ausdruck gebracht, dass die mit dem Ausscheiden von Herrn Zache einsetzende Polemik in den Printmedien und im Internet unnötig war. Eine an Personenkult grenzende Überbewertung der Leistungen des Herrn Zache war für uns unverständlich. In Bezug auf das HTI wurde deutlich gemacht, dass der bisherige Ausstellungsteil eine gelungene Widerspiegelung der Anfänge, Hintergründe und Folgen der Entwicklungen in Peenemünde ist. Im zweiten Ausstellungsabschnitt sind noch Vitrinen leer. Vermisst wird eine ausführliche Darstellung der Entwicklungen in Peenemünde und des Werkes West. Die Erprobungsstelle der Luftwaffe wird gar nicht erwähnt. Im Gegensatz zu Meldungen in der Presse über steigende Besucherzahlen im HTI, ist in Wirklichkeit ein stetiger Rückgang der Besucherzahlen zu verzeichnen. Befragungen und Gespräche mit Besuchern machte deutlich, dass seit der Neueröffnung des Museums keine Erweiterung und Vervollständigung der Ausstellung erfolgte. Es fehlt etwas Neues, was den Stammbesucher wieder ins HTI lockt. Sonderausstellungen und Veranstaltungen, die Herr Zache organisiert hat, haben mehr Kosten als Nutzen gebracht. Am Schluss seiner Ausführungen schlug der Vereinsvorsitzende im Namen des Vorstandes vor, Herrn Reinhold Krüger als Ehrenmitglied unseres Vereins zu ernennen. Diesem Vorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Die Ernennungsurkunde erhält seine Tochter. Im Mittelpunkt der anschließenden Beratung und eines regen Gedankenaustausches standen Fragen der inhaltlichen Gestaltung der Arbeit des Vereins in bezug auf die weitere Darstellung der Peenemünder Geschichte. In der Diskussion wurde zum Ausdruck gebracht, dass besonders eine enge Zusammenarbeit mit dem HTI allen Vereinsmitgliedern am Herzen liegt. Dafür ist ein zukunftsweisendes Konzept notwendig, dass weitere Kontinuität in die Museumsarbeit bringt. Aus dieser Sicht wollen wir mit der Gemeinde Peenemünde und dem neuen Leiter des HTI sachlich, fachgerecht und zukunftsorientiert zusammenarbeiten für ein „neues Museumsabenteuer“. Der Vorstand Förderverein Peenemünde e. V. Programmablauf: Donnerstag, den 22.09.2005 Anreise bis 18.oo Uhr ( Teilnehmer, die mit der Bahn anreisen können in Züssow in die Usedomer Bäderbahn UBB umsteigen und bis Zinnowitz durchfahren. Am Bahnhof Zinnowitz steht ein Fahrzeug zum Transport zum Hotel bereit. 19.3o Uhr Begrüßung und Einweisung in das Programm. Freitag, den 23.09.2005 09.oo Uhr Abfahrt nach Greifswald (Pommernmuseum, Stadtführung, Ladebow) 18.oo Uhr Rückfahrt zum Hotel „Baltic“ 20.oo Uhr Vortrag: „Historisches Pommern“ Sonnabend, den 24.09.2005 09.oo Uhr Abfahrt zum HTI 09.3o Uhr Erinnerungsfoto an der A-4 u. Rundgang im HTI 13.oo Uhr Mittag in der Gaststätte „Zwiebel“ möglich Rückfahrt mit der Usedomer Bäderbahn ( UBB ) 19.3o Uhr Gemeinsamer Abend im „Baltic“ Sonntag, den 25.09.2005 09.oo Uhr Jahreshauptversammlung ( lt. Tagesordnung ) 12.3o Uhr Mittag 14.oo Uhr Zur freien Verfügung 20.oo Uhr Gemeinsamer Abend im „Baltic“ Montag, den 26.09.2005 Verabschiedung und individuelle Abreise

  • „Fusion” des Neuen historischen Vereins und des Fördervereins Peenemünde

    Wolgaster Anzeiger von Montag, 11. Mai 1992, Seite 1: Festliche Vereins-„Fusion" in Peenemünde / Hans-Joachim Pahl: Daran war vor einem Jahr nicht zu denken bok Peenemünde. Mit der ersten gemeinsamen Mitgliederversammlung ging am Sonnabendvormittag in festlicher Runde die „Fusion” des Neuen historischen Vereins und des Fördervereins, die sich bis zu diesem Tag in getrennten Bahnen um das „Wohl und Wehe" des Peenemünder Informationsszentrums sorgten, "über die Bühne". Und der Zusammenschluß wurde anläßlich eines denkwürdigen Tages vollzogen. Denn: Vor genau einem Jahr war die „Geburtsstunde” des Zentrums in der kleinen Gemeinde. „Wer hätte gedacht, als die Idee zum Aufbau eines Zentrums aufkam, daß es einmal soweit kommen wird”, formulierte Rainer Brünner, der vormals den Neuen historischen Verein leitete. Er erhoffe sich, daß die Aufgaben durch das Zusammengehen noch zielstrebiger umgesetzt werden. Es liege ihm am Herzen, daß unter anderem daran gearbeitet werde, eine Zutrittsgenehmigung zum Prüfstand 7 für die Gäste zu bekommen. Damit gewinne das Info- Zentrum an Attraktivität, so Rainer Brünner weiter. An der Spitze des „Vereins zur Förderung und zum Aufbau eines historisch-technischen Museums Peenemünde - Geburtsort der Raumfahrt e.V.", dem gegenwärtig 52 registrierte Mitglieder sowohl aus ganz Deutschland als auch aus den USA angehören, steht jetzt Hans-Joachim Pahl. Neben der Wahl der weiteren Vorstandsmitglieder stand am Samstag das Thema Weltraumpark auf der Tagesordnung. Peenemünde sei soweit „herangereift", daß der Standort für einen Weltraumpark vom Kreis und vom Land bejaht werde, erklärte Hans-Joachim Pahl. Dr. Genthe, der geistige Vater einer Realisierbarkeitsstudie zum Weltraumpark, habe von der Treuhand und der HEVAG die Willensbekundung zur Bereitschaft, die Liegenschaften einem neuen Rechtsträger zu überlassen, informierte er weiter. Dieser neue Rechtsträger solle in den nächsten Monaten gebildet wird. Der nächste Schritt in Richtung Weltraumparkt werde jetzt eine umfassende Studie sein, die ebenfalls durch Dr. Genthe erarbeitet werde. Der noch in diesem Jahr stattfindende 50. Jahrestag des ersten erfolgreichen Raketenstarts war ebenfalls Tagesordnungspunkt der „Jungfernsitzung" des Vereins. Ein gemeinsamer Festausschuß innerhalb der Gemeinde, der schon jetzt damit beginnen könne, das „Drumherum" abzustimmen, wäre laut Hans-Joachim Pahl denkbar und wichtig. Zur umfassenden Information aller Mitglieder, die aufgrund der teilweise weit entfernten Wohnsitze nicht an allen Vereinssitzungen teilnehmen könnten, solle ein Info-Blatt herausgegeben werden, so daß jeder ständig über die laufenden Aktivitäten informiert werde, so der Vorstandsvorsitzende abschließend.

  • Vortrag im Marine- und Fliegermuseum Peenemünde am 2. September 2026: "Schiffsunglücke und maritime Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert"

    Deike Reddig vom Deutschen Schifffahrtsmuseum / Leibniz Institut für Maritime Geschichte, spricht in ihren Vortrag am 2. September 2026 über "Schiffsunglücke und maritime Erinnerungskultur im 20. Jahrhundert". Schiffsunglücke sind ein Extremfall der Beziehung zwischen Mensch und Meer. Diese Beziehung ist vielschichtig: Das Meer erscheint einerseits als Naturgewalt, die Sicherheit und Kontrolle herausfordert, andererseits als Sehnsuchts- und Wirtschaftsraum, der Wohlstand und Mobilität ermöglicht. Schiffsunglücke sind nicht nur technologische oder sicherheitspolitische Ereignisse, sondern haben auch kulturelle und gesellschaftliche Auswirkungen. Ihre Dramatik ruft intensive Reaktionen hervor und führt zu einer tiefen Verankerung im kollektiven (maritimen) Gedächtnis. Sie vereinen Aspekte von Naturgewalt, menschlicher Fehlbarkeit und technologischer Grenze. Anhand ausgewählter Schiffsunglücke des 20. Jahrhunderts werden in diesem Vortrag die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Katastrophen auf See, sowie ihre Spuren der maritimen Erinnerungskultur in den Blick genommen. Beginn um 19:00 Uhr im Marine- und Fliegermuseum Peenemünde, in der Hafengalerie Der Eintritt ist frei, für eine kleine Spende vorort wären wir jedoch sehr dankbar, um Ihnen auch in Zukunft weiter spannende Vorträge bieten zu können. Ankündigung im Peene-BLITZ am Sonntag, Nr. 35 / 33. Jg. vom 30.08.2026, S. 4

  • Straßensperrung aufgehoben: Peenemünder Flughafenring zwischen Abzweig Nordhafen und Flugplatz wieder befahrbar

    Seit gestern, 27. August 2026, ist der Streckenabschnitt des Flughafenrings zwischen dem Abzweig zum Nordhafen und dem Flugplatz wieder befahrbar. Die Straße war seit dem 13. August 2026 wegen Instandsetzungsarbeiten für den Verkehr gesperrt. In diesem Bereich war die Fahrbahn erheblich abgesackt. Die Zufahrt zum Nordhafen erfolgte während der Zeit der Sperrung ausschließlich über die Bahnhofstraße in Peenemünde. Eine entsprechende Umleitung war ausgeschildert. Auch der erst Anfang Juni aufgenommene Linienbusverkehr (Bus-Linie 272) war davon betroffen. Die abgesackten Straßenbereiche wurden während der letzten beiden Wochen abgetragen und am Ende neu gepflastert. Trotz der nun angeglichenen Höhe der Straße nach Beendigung der Instandsetzungsarbeiten gilt auf dem Streckenabschnitt weiterhin ein Tempolimit von 30 km/h und Beschilderungen weisen auf Straßenschäden hin. Der instandgesetzte Streckenabschnitt des Flughafenrings zwischen Flugplatz und dem Abzweig zum Nordhafen, 28.08.2026 (Fotos: Th. Köhler)

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