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  • Am 20. September 2026 wird in Peenemünde ein neuer Bürgermeister gewählt. Drei Kandidaten bewerben sich.

    Ostsee-Zeitung (Usedom) vom 28.08.2026, S. 9: Drei Kandidaten für Bürgermeisteramt in Peenemünde Gewählt wird am 20. September / Zwei Neulinge und der Ex-Bürgermeister bewerben sich Von Henrik Nitzsche Peenemünde. Wer soll Peenemünde in den kommenden Jahren führen? Nach dem Rücktritt von Bürgermeister Ralf Turowski im Mai müssen die Einwohner der Gemeinde am 20. September ein neues Gemeindeoberhaupt wählen. Bis dahin führt der 1. Stellvertreter, Mario Szostak, die Geschäfte der Gemeinde. Drei Kandidaten treten an: Mit Rainer Barthelmes (73) bewirbt sich ein erfahrener Kommunalpolitiker und ehemaliger Bürgermeister. Matthias Krause (40) und Sabrina Schmidt (32) wollen als Einzelbewerber neue Akzente im geschichtsträchtigen Ort setzen. 20 Jahre Bürgermeister Bei der Kommunalwahl 2024 ging für Barthelmes eine Ära zu Ende: Nach 20 Jahren im Amt trat er nicht erneut an. „Die Zeit war reif für einen Wechsel“, sagt er rückblickend. Der Anstoß für die jetzige Kandidatur sei aus dem Ort gekommen. Viele Peenemünder hätten ihn gefragt: „Könntest Du Dir das nochmal vorstellen?“ Unterstützung im Gemeinderat Ja, konnte er. Barthelmes ist Mitglied der Wählergemeinschaft Peenemünde und wird nach eigener Aussage von der Wählergemeinschaft Peenemünde und der zweiten Fraktion, der „Peenemünde Aktiv Wählergruppe“, unterstützt. „Ich muss mich einfach nur updaten. Ich stecke ja noch in der Materie“, sagt der Rentner. „Ich kenne fast alle im Amt und habe noch gute Kontakte im Land.“ Bis zur nächsten Kommunalwahl 2029 sei viel zu tun. „Sanierungsstau im Museum“ Die wichtigsten Projekte sind aus seiner Sicht die Bahnhofstraße, das Sauerstoffwerk, das Historisch-Technische Museum (HTM) – „dort gibt es erheblichen Sanierungsstau“ – und das Haus des Gastes. „Wir haben reichlich Aufgaben und sprechen hier über Millionen.“ Während Barthelmes auf seine Erfahrung im Amt verweist, bringt Matthias Krause einen anderen Blick auf den Ort mit. „Ich will für frischen Wind in der Gemeinde sorgen“, sagt der parteilose Kandidat. Krause ist als Außendienstmitarbeiter des Ordnungsamtes im Amt Usedom Nord beschäftigt. Er arbeitete als Sicherheitsmitarbeiter, Hausmeister und Handwerker; 2025 war er Museumsaufsicht im HTM. Einzelhandel und Gesundheitsversorgung Die Großstadt wollte er hinter sich lassen – „Tapetenwechsel“. „Peenemünde ist immer noch grau und trostlos. Ich will die Gemeinde bunter machen“, sagt Krause. Seine Baustellen: Bahnhofstraße, Einzelhandel und Gesundheitsversorgung. Er wünscht sich einen Arzt, notfalls ein mobiles Angebot. Er will mehr Post-Service und Digitalisierung. Sein Credo: „Miteinander reden.“ Und dann ist da Sabrina Schmidt – die jüngste Bewerberin. Ihr Blick richtet sich besonders auf Familien und Senioren. Die 32-Jährige kam Ende 2024 mit ihren Kindern aus Berlin nach Peenemünde. „Sie sollen ruhig und sicher aufwachsen“, sagt sie. Familien und Senioren im Blick Sabrina Schmidt ist Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte und derzeit noch in Elternzeit. Politisch ist sie unabhängig und ohne Erfahrung in der Kommunalpolitik. Nach Gesprächen mit Nachbarn sei der Wunsch gereift, Verantwortung zu übernehmen. „Eine Woche habe ich darüber nachgedacht“, erzählt sie, bevor sie ihre Bewerbung abgab. Inhaltlich setzt Schmidt auf mehr Angebote für Familien und Senioren sowie eine bessere Gesundheitsversorgung. Sie wünscht sich mehr Dauerwohnungen. Ferienwohnungen will sie dagegen begrenzen. Der Ort solle nicht nur vom Tourismus leben, sondern auch seinen Bewohnern Perspektiven bieten. Ihren Wahlkampf führt Schmidt vor allem auf der Straße, im Gespräch mit den Einwohnern. „Ich kann zuhören und Entscheidungen gemeinschaftlich umsetzen“, sagt sie. Ihr Ziel: „neuen Schwung“ für Peenemünde. Knapp 400 Wahlberechtigte 396 Wahlberechtigte gibt es in Peenemünde. Das einzige Wahllokal befindet sich im Feuerwehrgebäude. Für die Wahl gilt: Erhält einer der drei Kandidaten mehr als 50 Prozent der gültigen Stimmen, ist er direkt zum Bürgermeister gewählt. Erreicht niemand diese Mehrheit, treten die beiden Bewerber mit den meisten Stimmen 14 Tage später in einer Stichwahl gegeneinander an. __________________________________________________________________________ OZ+ vom 27.08.2026: Screenshot des OZ+ Artikels Kommunalpolitik Usedomer Gemeinde wählt neuen Bürgermeister: Drei Kandidaten bewerben sich in Peenemünde Am 20. September entscheiden die Einwohner von Peenemünde, wer künftig die Gemeinde führt. Ex-Bürgermeister Rainer Barthelmes setzt auf Erfahrung, während die Einzelbewerber Matthias Krause und Sabrina Schmidt für „frischen Wind“ sorgen wollen. Quelle: https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/peenemuende-auf-usedom-waehlt-neuen-buergermeister-drei-kandidaten-bewerben-sich-FDRW42R5DVEK5AQ6CKJ3SB3N64.html

  • Das neue Infoblatt 3/2026 ist da!

    Unser neues Infoblatt 3/2026 ist fertig gedruckt und wird nun unseren Vereinsmitgliedern mit der Post zugestellt. Diejenigen Mitglieder, die sich für die portosparende PDF-Version per Email entschieden haben, sind schon in den Genuss des vorzeitigen Erhalts gelangt. Die PDF-Version steht unseren Mitgliedern ab sofort auch in unserem Online-Archiv (https://www.foerderverein-peenemuende.de/archiv/) zum Download bereit. Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

  • Pavelin-Brüder aus Südengland kündigen Übergabe weiterer A4-Fragmente an

    OZ vom 9. Januar 2004: Engländer kündigen Übergabe weiterer A 4-Fragmente an Vertreter hiesiger Vereine planen Exkursion ins Ausland Peenemünde Im September 2003 berichtete OZ über den Besuch der Brüder Pavelin aus Südengland in Peenemünde. Im Gepäck hatten die Männer Teile einer A 4-Rakete, die am 13. Oktober 1944 morgens um 7.24 Uhr in der Nähe der elterlichen Suttons-Farm bei Barling eingeschlagen war. Die damals zwölf- bzw. siebenjährigen Brüder waren Ohrenzeugen der Detonation und sammelten an jenem Tag Teile der Rakete ein, die von der deutschen Wehrmacht von einer Abschussbasis in Holland gestartet worden war. Die Fragmente nahm im September Joachim Saathoff in Empfang, der am Rand des Peenemünder Flugplatzes eine kleine Ausstellung mit Geschichtszeugnissen des Inselnordens betreibt. Nun kann Saathoff auf weitere Exponate hoffen. Denn vor einiger Zeit bekam er Post von der Suttoms-Farm, in der ihm John und William Pavelin die Übergabe weiterer „Ausstellungsstücke“ ankündigen, vorausgesetzt diese werden in Peenemünde ständig gezeigt und im geschichtlichen Kontext präsentiert. Saathoff, der die Engländer über den Peenemünder Flugplatz geführt und u. a. zu den V 1-Startrampen geführt hatte, freut sich auf ihren für 2004 angekündigten zweiten Besuch. Parallel dazu, so teilte er mit, wollen Vertreter von Fördervereinen aus dem Inselnorden in diesem Jahr nach Südengland fahren, um die Einschlagstelle der Rakete in Augenschein zu nehmen und mit Zeitzeugen ins Gespräch zu kommen. T. S.

  • Gewichtiges Mitbringsel aus England: Gebrüder Pavelin bringen V2-Brennkammer nach Peenemünde

    Ostseezeitung vom 23. September 2004: Gewichtiges Mitbringsel aus England Gäste aus Südengland besuchten gestern den Peenemünder Flugplatz; im Gepäck ein zentnerschweres Präsent. Von TOM SCHRÖTER Peenemünde. John und William Pavelin aus Südengland fuhren gestern mit einer ungewöhnlichen Fracht am Peenemünder Bettenmuseum vor. Auf ihrem Autoanhänger ruhte die etwa 300 Kilogramm schwere Brennkammer einer A 4-Rakete, die am 13.Oktober 1944 in der Nähe der elterlichen Farm bei Barling eingeschlagen war. OZ- Leser erinnern sich bestimmt an die Pavelin-Brüder. Im September 2003 besuchten beide erstmals die Insel Usedom, um kleinere A 4-Fragmente – einen Druckminderer und das Steuerteil für einen der Antriebe - dem Museum als Leihgabe zur Verfügung zu stellen. Zwischen den Briten und dem Museumsverein Peenemünde entwickelte sich inzwischen eine Freundschaft. Im März brachen einige Vereins-mitglieder zu einer Fahrt nach Südengland auf, um sich auf Einladung von John und William Pavelin in dem Gebiet rund um Barling umzuschauen. Per Ultraleicht-flugzeug machten die Gastgeber ihre deutschen Gäste mit ihrer Heimat vertraut und zeigten ihnen auch jene Stellen, an denen 1944 zwei im holländischen Den Haag abgeschossene A 4-Raketen als Luftzerleger niedergingen. Was die Abordnung aus Peenemünde bis dahin nicht wusste: Bei niedrigem Wasserstand war kurz vor ihrem Besuch im Schlick eines mit der Themse verbundenen Wasserarms die Brennkammer einer der beiden Raketen entdeckt worden. Per Fischkutter wurde das relativ gut erhaltene stählerne Fragment geborgen und auf die Pavelin'sche Farm gebracht, wo die Brüder sie sorgsam reinigten und konservierten. Am Freitag nun trat das Raketenteil nach 60 Jahren den Rückweg aufs europäische Festland an. Mit der Autofähre setzten die Briten, die sich sehr für die Geschichte Peenemündes interessieren, das aus militärhistorischer Sicht bedeutsame Überbleibsel von Harwich nach Cuxhaven über. Die Überbringer haben kein gespaltenes Verhältnis zu Deutschland, obwohl sie als zwölf- bzw. siebenjährige Knaben um Haaresbreite Opfer deutscher Kriegstreiberei geworden wären. Sie sagen: „Wir sehen Peenemünde als einen sehr wichtigen Meilenstein für die Weltraumforschung an. Wenn die Teile, die wir fürs Museum mitgebracht haben, helfen, bei der Bevölkerung das Interesse an der Raumfahrttechnologie zu wecken, wäre dies für die Menschheit“

  • Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 2006 des Fördervereins Peenemünde

    Unser Vereinstreffen, verbunden mit der Jahreshauptversammlung, fand vom 28. September bis 02. Oktober 2006 im Hotel Baltic statt. Anwesend waren 29 Mitglieder. Als Gast konnten wir wiederum den Bürgermeister von Peenemünde, Herrn Barthelmes, begrüßen. Auf ein kleines Jubiläum konnte aufmerksam gemacht werden. Vor 15 Jahren, im September 1991, fand in Peenemünde das erste Treffen mit Mitgliedern der Interessengemeinschaft „Ehemaliger Peenemünder“ statt. Eingeladen hatte der damalige „Neue Historische Verein Peenemünde in Vorpommern“. Gleichzeitig war unser Vereinstreffen 2006 das 40. Treffen der „Peenemünder“. Wir hoffen, dass wir noch lange diese schöne Tradition fortsetzen können. Den Bericht des Vorstandes verlas unserer Vereinsvorsitzender, Herr Volkmar Schmidt. Er fand lobende Worte über die begonnene gute Zusammenarbeit mit dem neuen Leiter des HTI, Herrn Mühldorfer-Vogt. Seit seinem Amtsantritt ist deutlich der Wille zur Zusammenarbeit mit dem Vorstand und dem Verein zu spüren. Wir werden alles tun, um vertrauensvoll, zum Wohle des HTI, zusammen zu arbeiten. Im HTI, vor dem Modell der A4, wurde das traditionelle Foto, diesmal mit dem Leiter des HTI, geschossen. Herr Mühldorfer-Vogt nutzte die Gelegenheit und stellte sich unseren Vereinsmitgliedern vor. Im Mittelpunkt der anschließenden Beratung und eines regen Gedankenaustausches standen Fragen der inhaltlichen Gestaltung der Arbeit des Vereins. In der Diskussion kam mehrmals zur Sprache, dass wir offensiver mit unserem Motto:“... Geburtsort der Raumfahrt!“ , umgehen müssen. Besonders auch im Hinblick des 65. Jahrestages des erfolgreichen Starts einer A4 am 03. Oktober 1942 in den Grenzen des Weltalls (84,5 km). Wir möchten an die Worte von Walter Dornberger erinnern, die er am Abend des 3. Oktober bei einer kleinen Feier äußerte: „... wir haben mit unserer Rakete in den Weltraum gegriffen und zum ersten Mal, auch das werden die Annalen der Technik verzeichnen, den Weltraum als Brücke zwischen zwei Punkten auf der Erde benutzt. Wir haben bewiesen, dass der Raketenantrieb für die Raumfahrt brauchbar ist“. Diesen Meilenstein in der wissenschaftlich-technischen Entwicklung wollen wir 2007 bei unserem nächsten Treffen im Sept./Oktober ansprechend würdigen. Es passt dazu, dass der Name Peenemünde vor 725 Jahren erstmals erwähnt wird. In der Aussprache auf der Jahreshauptversammlung wurden viele Impulse für unsere zukünftige Vereinsarbeit gegeben. Der Vorstand sieht sich bestätigt in seinem Anliegen, das HTI weiter mit aller Kraft zu unterstützen und dabei der Arbeit mit unseren jungen Menschen ein besonderes Augenmerk zu schenken. Die Arbeit des Museumsbeirates in seiner alten Struktur halten wir für überlebt. Er muss sich den aktuellen Anforderungen an eine effektive Museumsarbeit stellen, um das HTI wirkungsvoll voranzubringen. Jahreshauptversammlung 2006 (Foto: L. Hübner) Wir danken besonders den Bürgermeister von Peenemünde, Herrn Barthelmes, der in der Diskussion einige wesentliche Aspekte der zukünftigen Arbeit des HTI anschaulich darlegte. Wir sind der Auffassung, dass er unsere Unterstützung braucht und auch erhält. Insgesamt sprachen 9 Mitglieder und ein Gast zur Diskussion. Wir würden uns natürlich wünschen, dass nächstes Jahr wieder mehr Mitglieder an der Jahreshauptversammlung teilnehmen, zumal wir ja ein Jubiläum begehen wollen. Der Bericht des Schatzmeisters und der Revisionskommission ist allen Mitglieder, die nicht teilnehmen konnten, zugegangen. Für die Terminplanung 2007 ist es wichtig, dass wir unser nächstes Treffen mit Jahrehauptversammlung vom 27. September 2007 bis 01. Oktober 2007 wieder in Peenemünde/Zinnowitz durchführen werden. Eingeschlossen darin ist natürlich der 65. Jahrestag des erfolgreichen Starts einer A4 in den Weltraum. Wir danken allen Mitgliedern und Freunden unseres Vereins recht herzlich. Wir wünschen allen frohe Weihnachtsfeiertage und einen guten Rutsch in das Jahr 2007. Im Namen des Vorstandes Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender

  • Peenemünde will ab 2027 erstmals Kurtaxe erheben und Teil des UsedomCard-Systems werden

    Ab 2027 bittere Realität? Kurtaxen-Automat in Peenemünde. (Symbolbild/Bildmontage Th. Köhler) Ostseezeitung (Usedom-Ausgabe) vom 27.08.2026, S. 10: Peenemünde führt 2027 die Kurtaxe ein Mit UsedomCard können Gäste künftig Rufbus nutzen / Einnahmen fließen in Strand, Parkplätze und touristische Infrastruktur Von HANNES EWERT Peenemünde. Die Gemeinde Peenemünde betritt mit dem kommenden Jahr ein neues Zeitalter. Die rund 430 Einwohner zählende Gemeinde soll dann Teil der UsedomCard werden und Vermieter von ihren Gästen eine Kurtaxe erheben dürfen. Dieses Geld wird dann für die touristische Infrastruktur im Ort verwendet. Wie in anderen Ostseebädern der Insel soll die Kommune im Norden Usedoms bessere Infrastruktur bekommen - unter anderem Anschluss an einen Bus. Ersten Hochrechnungen des Amtes Usedom Nord zufolge werden im Einzugsgebiet von Peenemünde jährlich 100.000 Übernachtungen generiert, unter anderem im Schullandheim, auf der Halbinsel Peenemünde, in der Dünenresidenz, im Hotel Zwiebel, im Yachthafen sowie durch private Ferienwohnungsvermieter. In der Peenemünder Gemeindevertretung soll am Donnerstag (27. August) darüber entschieden werden, ob der Bus mit der UsedomCard ticketfrei genutzt werden kann. Die Zeichen stehen auf Zustimmung. Geplant ist, dass ein Großraumbus des Usedomer Transportunternehmens Korth ganztägig auf der Strecke Peenemünde–Trassenheide verkehrt. Die Bahn soll vorerst nicht in das Verkehrskonzept integriert werden, da die Kommunalpolitiker das nächste Jahr nutzen wollen, um das System für den Ort zu testen. Der Bus fungiert nicht als Linienverkehr, sondern als Ruftaxi, so der Unternehmer Thomas Korth. Die Fahrt kann über eine App gebucht werden. Korth freut sich, dass der Bus in Trassenheide und Karlshagen bislang so gut angelaufen ist – die Buchungszahlen zeigen stetig nach oben. „Bislang haben wir Fahrgäste von Trassenheide und Karlshagen nach Peenemünde gebracht. Ab 2027 funktioniert es auch andersrum“, so Korth. Der amtierende Peenemünder Bürgermeister Mario Szostak sagt, dass die derzeitigen Besuchs- und Übernachtungszahlen im Ort „nicht ohne“ sind. Er hofft, durch die Mehreinnahmen die Gemeindekasse zu entlasten. „Bislang haben wir die touristische Infrastruktur komplett aus dem Gemeindehaushalt bezahlt. Dazu gehören unter anderem die Reinigung des Strandes, das Aufstellen der Mülltonnen, die Bewirtschaftung des Parkplatzes Kienheide und viele andere Dinge“, sagt er. Laut Szostak lässt sich noch nicht abschätzen, um welchen Betrag der Haushalt durch die Einführung der Abgabe entlastet werden kann. Für Besucher bedeutet dies, dass alle, die den Ort touristisch nutzen, im Besitz einer UsedomCard sein müssen. Ausgenommen sind unter anderem Kinder bis fünf Jahre, Familienmitglieder der Peenemünder und Personen, die dort arbeiten. Einwohner des Ortes erhalten kostenfrei eine Usedom-Card und können damit auch die Vorzüge in anderen Inselgemeinden nutzen. Schritt für Schritt soll die touristische Infrastruktur entwickelt werden. Perspektivisch sollen zudem kulturelle Veranstaltungen aus den Einnahmen finanziert werden, so Szostak. „In anderen Seebädern wird seit Jahrzehnten mit der Kurtaxe gearbeitet – wir fangen gerade erst damit an. Für uns ist das Neuland“, sagt er. Der Preis für Aufenthalt/ Übernachtung soll voraussichtlich bei 3,30 Euro liegen. „Hätten wir die Bahn in die Kalkulation inkludiert, wären wir bei über 4 Euro gewesen – das wollten wir vorerst nicht“, so der amtierende Bürgermeister. Auf der Vorhabenliste des Ostseebades stehen in den kommenden Jahren viele Projekte. Unter anderem soll der Parkplatz Kienheide ausgebaut werden. An gleicher Stelle sollen Toiletten für die Strandbesucher gebaut werden. Außerdem sind Rettungszufahrten zum Strand geplant. „Finanziell werden die Vorhaben von der Kurtaxe unterhalten“, erklärt er. Laut Amtsleiterin Kerstin Teske ist die wichtige Infrastruktur zur Erhebung der neuen Gebühren bereits vorhanden. Über die Parkplatzautomaten soll die Kurtaxe von den Besuchern erhoben werden. Die Vermieter werden derzeit darüber informiert, wie die Abrechnung erfolgen soll. ______________________________________________________________________________ OZ+ vom 26.08.2026: „Für uns ist das Neuland“ Kurtaxe für Bus und neue Infrastruktur: Peenemünde will 2027 für Gäste attraktiver werden Peenemünde will ab 2027 erstmals Kurtaxe erheben und Teil des UsedomCard-Systems werden. Rund 100.000 Übernachtungen pro Jahr erhofft sich die Kommune. Die Einnahmen sollen einen neuen, ticketfreien Bus sowie weitere Infrastruktur im Ort finanzieren. https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/vorpommern-greifswald/usedom/usedom-peenemuende-fuehrt-2027-kurtaxe-ein-geld-fuer-bus-und-neue-infrastruktur-WL4CYN7POBGYZFKKTQ5GCGWQGU.html

  • Gedenken an Dr.-Ing. e. h. Walter Dornberger zum 30. Todestag

    Dr. Walter Dornberger starb am 26. Juni 1980 während eines Deutschlandaufenthaltes im Alter von 85 Jahren. Wir gedenken seiner, weil er als Kommandeur der HVP Peenemünde, mit Wernher von Braun als technischer Direktor, wesentlichen Anteil an der Entwicklung der modernen Raketentechnik hatte. In „Die Rakete“ Heft 7/3 1986 schreibt Hans-J. Kreker: „Wenn auch die in Peenemünde vordringlich gestellte Aufgabe in erster Linie militärischer Natur war, so ist doch geschichtliche Tatsache, dass hier in diesem ehemaligen Fischerdorf der geistige und materielle Grundstein gelegt wurde für die noch auf Jahrhunderte hinaus die Menschheit in Bann haltende Eroberung des Weltraumes. …Es gab wohl keinen Angehörigen der Führungsgruppe in Peenemünde, der sich im unklaren darüber war, dass durch seine und die Peenemünder Arbeit die Tore weit aufgestoßen wurden für den Zugang in die Unendlichkeit des Raumes. Jeder Eingeweihte war sich bewusst, dass man vor einem entscheidenden Wendepunkt im Leben der Menschheit stand“. Das in Peenemünde gewonnene Erfahrungsgut, der zehnjährige wissenschaftlich-technische Vorsprung schuf erst das, was wir heute auf dem Gebiet der Raumfahrtforschung alltäglich als beinahe selbstverständlich hinnehmen. Sein Buch „Peenemünde – Die Geschichte der V-Waffen“ gibt tiefe Einblicke in das Geschehen in Peenemünde. Mit Fug und Recht kann man es heute als das Standardwerk bezeichnen, weil es an Objektivität und Tatsachmaterial weit herausragt und die politischen Vorgänge sowie die technischen Probleme um Peenemünde und die Entwicklung des A4 ("V2") aus vorderster Sicht schildert. Seinen Peenemündern blieb Walter Dornberger bis zu seinem Lebensende eng verbunden. Er bleibt in ihrer und unserer steten Erinnerung. K. F.

  • Projektgruppe plant Technikmuseum in Peenemünde und Wiederaufbau des Prüfstands VII

    Ostseezeitung (Usedom-Peene-Zeitung) vom 17. April 2009, S. 9 Kühne Vision: Arena mit Prüfstand VII Die Darstellung der Entwicklung der Raketentechnik in Peenemünde kommt zu kurz, sagen Matthias Brauer und Joachim Reuter. Deshalb haben sie ein Konzept für ein Technikmuseum entwickelt. Als Ergänzung zum HTI, wie sie betonen. Von HENRIK NITZSCHE Peenemünde. An einem Sommertag 2011 in Peenemünde: Eine kleine Schmalspurbahn bringt Gäste zum Ausstellungsgelände. Umgeben von einem Wall können die Besucher in der Arena den nach historischen Vorlagen wieder errichteten Prüfstand VII besichtigen. In der benachbarten Montagehalle laufen Vorträge. Hinter dieser kühnen Vision stecken Matthias Brauer und Joachim Reuter. Brauer, Architekt aus Ludwigsburg, und Reuter, Ingenieur der Howaldtswerke-Deutsche Werft in Kiel, wollen den Geburtsort der Raumfahrtgeschichte „greifbar machen“. „Wir planen in Peenemünde ein Technikmuseum. Das soll keinesfalls in Konkurrenz zum HTI stehen, sondern eine sinnvolle Ergänzung sein“, betont Brauer. Der Prüfstand VII, das Sauerstoffwerk und die Abschussrampe der V 1 sollen Hauptbestandteile des Museums werden. Brauer kam vor drei Jahren nach Peenemünde. „Ich fand einen trostlosen Ort, dem Zerfall preisgegebene ehemalige NVA-Militärunterkünfte und durch dichtes Gestrüpp und von Bäumen überwucherte Schienen, Wege und Gebäudereste vor, die dem weltbekannten Prüfstand VII zuzurechnen waren. Diesen Ort so zu belassen ist unwürdig“, empört sich Projektleiter Brauer. Der 49-Jährige besuchte auch das Historisch-Technische Informationszentrum. „Das HTI deckt einen Teil der Weltraumgeschichte ab. Gut aufbereitet ist auch die Verstrickung zwischen Wissenschaftlern und Militärs sowie der verbrecherische Einsatz von Zwangsarbeitern“, findet der Ludwigsburger. Die Darstellung der „technischen Meisterleistung“ komme ihm aber zu kurz. Mit Joachim Reuter fand er einen Verbündeten. Beim internationalen Förderkreis für Raumfahrt holte er sich fachlichen Rat. „Das HTI versteht sich nicht als Technikmuseum, sondern als NS-Gedenkstätte“, findet Reuter, der aus Mönkeberg stammt. Er schloss sich der 2006 gegründeten Initiative „Projektgruppe Technikmuseum Peenemünde“ an. Ziel der Gruppe ist es, „Peenemünde zu einem internationalen Treffpunkt für Interessenten der Raketentechnik und Raumfahrt“ zu machen. „Dort sollten sich Wissenschaftler und Techniker zu Symposien treffen“, sagt Reuter. Seit vier Jahren hat Brauer das Projekt im Kopf. Mit der Gemeinde habe es Gespräche gegeben. Bei Alfred Gomolka im EU-Parlament, bei Bundestagsabgeordneten, im Landkreis und im Nordamt habe die Projektgruppe für das Museum geworben. Und bei der interministeriellen Arbeitsgruppe in Schwerin, die sich mit dem neuen Leitbild für das HTI und Peenemünde beschäftigt. Jörn Mothes, Koordinator der Arbeitsgruppe im Bildungsministerium, bestätigte gestern Gespräche mit der Projektgruppe. Die Landesregierung habe dazu fachliche Stellungnahmen vom Naturschutz und der Bodendenkmalpflege gefordert. „Von der Landesfachstelle für Gedenkstätten erwarten wir auch eine Bewertung.“ Mothes versicherte aber, dass das Land „keine konkurrierende Einrichtung für das HTI Peenemünde unterstützen wird“. Mit der bevorstehenden GmbH-Gründung und der Zusicherung von 3,9 Millionen Euro für Sanierungsmaßnahmen habe sich das Land kürzlich zum HTI und Peenemünde bekannt. Die Übernahme der Peenemünder Waldflächen (rund 2600 Hektar) durch die Naturerbe GmbH – betrifft auch das Areal des Prüfstandes VII – sei in sich ein Widerspruch, findet Mothes. Naturnahe Wälder sollen dort entstehen. Dennoch sind Brauer und Reuter fest entschlossen, „auch gegen Widerstände unser gestecktes Ziel zu erreichen“. STIMMEN Christian Mühldorfer-Vogt, Leiter des Historisch-Technischen Informationszentrums: Ich kenne das Vorhaben. Den Initiatoren haben wir eine Kooperation vor dem Hintergrund wissenschaftlich seriöser Arbeit angeboten. Bei einem Nachbau des Prüfstandes müssen internationale Standards des Denkmalschutzes berücksichtigt werden. Es war schon immer unser Ziel, den Prüfstand VII in die Denkmallandschaft einzubeziehen. Aber in diesem sensiblen Areal Fahrradtouren hinzubekommen, ist schon schwierig. Wie soll das mit einem Museum funktionieren? Wenn wir in Peenemünde noch ein Museum bekommen, wird es für alle nicht einfacher. Rainer Barthelmes, Bürgermeister der Gemeinde Peenemünde: Wir befinden uns derzeit in schweren Umbruchsgesprächen mit der GmbH-Gründung für das HTI. Deshalb will ich mich zum Technikmuseum jetzt nicht äußern. Zumal das Projekt im Land bekannt ist und ich von dort noch nichts gehört habe. Volkmar Schmidt, Vorsitzender des Fördervereins Peenemünde: Ich würde das begrüßen, wenn das gemeinschaftlich mit dem HTI umgesetzt wird. In dem Naturschutzgebiet halte ich das Projekt aber für nicht durchführbar. Vielleicht gibt uns das aber die Chance, dass sich das HTI mit den Ideen der Projektgruppe weiter der Technik öffnet. Wir als Verein wollen vermitteln. HINTERGRUND Investitionssumme: rund 40 Millionen Euro Matthias Brauer (49) ist seit 1989 als freier Architekt in Ludwigsburg tätig. Ein Jahr lang arbeitete er in den USA. Seit 2006 ist er Projektleiter der Projektgruppe Technikmuseum Peenemünde. Joachim Reuter (59) ist bei den Howaldtswerken-Deutsche Werft in Kiel angestellt. Dort leitet er ein Projekt für ein Flugkörpersystem. ♦ Bei der Finanzierung setzt die Gruppe auf das Land. Zuerst sollte eine Projektgruppe gegründet werden, die ein konkretes Konzept erarbeitet. Erste Schätzungen gehen von Investitionen von rund 40 Millionen Euro aus. Die Investoren setzen auch auf EU-Fördermittel. Das Museum soll als GmbH geführt werden.

  • Delegation aus London-Chiswick pflanzt Kirschbaum als Zeichen der Versöhnung vor dem Eingang des Peenemünder Museums

    Am 8. September 1944 schlug die erste gegen England verschossene V2-Rakete um 18:44 Uhr in der Staveley Road in London-Chiswick ein. Sie hinterließ einen riesigen, 9 x 11 Meter breiten und 2,5 Meter tiefen Krater. Der Einschlagskrater und zerstörte Häuser in der Staveley Road in London-Chiswick am 8. September 1944. (Quelle: HTI, Album - The Chiswick V2, S.14) Schadensplan der Staveley Road in London-Chiswick nach dem "V2"-Einschlag am 8. September 1944. (Quelle: HTI, Album - The Chiswick V2, S.13) Drei Menschen kamen ums Leben: die dreijährige Rosemary Clarke, die 68-jährige Ada Harrison und der 28-jährige Soldat Bernard Browning. Viele weitere wurden schwer verletzt und ihre Häuser zerstört. Die ersten Opfer des "V2"-Einsatzes: Rosemary Clarke, Ada Harrison und Bernard Browning. (Quelle: HTI, Album - The Chiswick V2, nachbearbeite Fotos) Weitere Infos siehe „Commemorating the Chiswick V2“: https://brentfordandchiswicklhs.org.uk/local-history/war/commemorating-the-chiswick-v2/ und Augenzeugenberichte in „The Chiswick V2“: https://brentfordandchiswicklhs.org.uk/the-chiswick-v2/ Sechzig Jahre später, am 8. September 2004, wurde am Einschlagsort in Chiswick ein Denkmal vom „Battlefields Trust“ und der „Brentford & Chiswick Local History Society“ enthüllt. Am selben Abend enthüllte der Stadtrat von Wassenaar, einem Vorort von Den Haag, ein ähnliches Denkmal am Abschussort. Einweihung des Denkmal in der Staveley Road in London-Chiswick am 8. September 2004. (Quelle: HTI, Album - The Chiswick V2, S.37) Am 8. Mai 2005, dem 60. Jahrestag des Kriegsendes in Europa, besuchte eine Gruppe aus Chiswick das HTI in Peenemünde. Sie überreichten dem Museum damals ein Album mit Fotos und Erinnerungen halfen sie dabei, vor dem Museumseingang einen Kirschbaum derselben Sorte (Japanische Nelkenkirsche - Prunus serrulata 'Kanzan') zu pflanzen, wie die in der Staveley Road seit den 1920er Jahren stehenden. Gäste aus Chiswick am 8. Mai 2005: Paul Lynch (Ratsmitglied des Chiswick Area Committee, London Borough of Hounslow), James Wisdom (Vorsitzender der Brentford & Chiswick Local History Society), Val Bott (Museumskuratorin und Vorsitzende des William Hogarth Trust) Daneben anwesend: Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann (Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes M-V), Rainer Barthelmes (Bürgermeister von Peenemünde), Prof. Dr. phil. Thomas Stamm-Kuhlmann (Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald), Dr. Wolf Karge (Vorsitzender des Museumsverbandes Mecklenburg-Vorpommem), Dirk Zache (Leiter des HTI Peenemünde) Paul Lynch, James Wisdom, Prof. Dr. Hans-Robert Metelmann und Dirk Zache pflanzten den Kirschbaum am 8. Mai 2005 vor dem Peenemünder Museumseingang als Zeichen der Versöhnung. Hier einige Impressionen von der Veranstaltung (Fotos: Dieter Frenzel): ____________________________________________________________________ Ostseezeitung vom 9. Mai 2005: Blühender Baum statt Raketen Nicht von ungefähr hatte der Landes- Museumsverband Peenemünde als Ort für seine zentrale Veranstaltung zum Internationalen Museumstag auserwählt. Von DIETRICH BUTENSCHÖN Peenemünde. Das Museum Peenemünde ist seit gestern um eine Ausstellungsetage, ein Exponat, einen jungen Kirschbaum und ein gerüttelt Maß an Anerkennung für seine Arbeit reicher. Die neue Ausstellungsetage beherbergt nun gleich drei zeitweilige Expositionen. Neben Franka Hörnschemeyers in und um Peenemünde entstandenen Fotos zum Thema „Versuchsanlagen“ und beeindruckenden Kriegsaufnahmen des sowjetischen Fotografen Valentin Sawin steht hier im Mittelpunkt das, was eine Gruppe von Schülern der Karlshagener Heinrich-Heine-Schule zum Kriegsende vor 60 Jahren in unserer Region zusammengetragen und zu einer sehenswerten Ausstellung aufgearbeitet hat. Dr. Wolf Karge, Vorsitzender des Landes-Museumsverbandes, sparte denn auch nicht mit Lob speziell für diese Arbeit (siehe unten). Das neue Exponat und der Kirschbaum stehen in einem besonders engen Zusammenhang. Im Londoner Vorort Chipswick schlugen 1942 die ersten V 2-Raketen ein, die auf England abgeschossen wurden. Die ersten Opfer waren dort ein Tabakwarenhändler, ein junger Mann und ein Baby. Ihrer wird seit September 2004 in Chipswick mit einem Denkmal gedacht, das auf Initiative des örtlichen Geschichtsvereins errichtet worden ist. Der hat zugleich Erinnerungen von Zeitzeugen jener schrecklichen Ereignisse gesammelt und in einer umfangreichen Mappe vereint. Und diese Mappe überreichte gestern der Vereinsvorsitzende James Wisdom an Peenemündes Museumsdirektor Dirk Zache. Zugleich pflanzten Paul Lynch, ebenfalls aus Chipswick angereist, Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsminister Prof. Dr. Hans-Robert Metelmann und Dirk Zache vor dem Museumseingang, der ehemaligen Bunkerwarte, besagten Kirschbaum als ein Zeichen der Erinnerung und Versöhnung. Lynch hatte zuvor eindringlich gemahnt, der Krieg strafe weitaus mehr Unschuldige als Schuldige. Die Verluste beider Orte, Chipswicks und Peenemündes, sollten ein Zeichen dafür setzen, dass jetzige und künftige Generationen nur im Frieden leben und Erfüllung finden können. Dem Pflanzen des Baumes und der Eröffnung der eingangs genannten Ausstellungen war eine Veranstaltung voraus gegangen, die von mehreren Ansprachen und Vorträgen geprägt war. Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes erinnerte zum Beispiel daran, dass der Ort nicht nur als Ausgangspunkt der Vernichtung schwere Kriegsschäden davongetragen hat, sondern auch in der Zeit des Kalten Krieges gravierende Auswirkungen zu erfahren hatte. Die Gemeinde, so Barthelmes, habe in den vergangenen Jahren ihre Verantwortung für ihre Vergangenheit in vielfältiger Weise wahrgenommen, vor allem dadurch, dass sie einen wesentlichen Beitrag zum Aufbau einer Stätte nationaler und internationaler Begegnungen, vor allem aber des gemeinsamen Erinnerns, leistete. Er forderte das Land und den Bund zugleich auf, ihren entsprechenden Verpflichtungen mehr als bisher nachzukommen. Ostvorpommerns Landrätin Dr. Barbara Syrbe sprach davon, dass Peenemünde eng mit dem Begriff Verantwortung verbunden sei. Sie erinnerte in diesem Zusammenhang auch an den „internationalen Aufschrei“, der vor dem Oktober 1992 ertönt sei. Damals gab es bekanntlich massiven Protest, vor allem aus Großbritannien, als die Absicht bekannt wurde, den 50. Jahrestag des Starts einer Rakete vom Typ A 4, von den Nazis als Vergeltungswaffe (V 2) bezeichnet, einseitig als wissenschaftliche und technische Leistung zu würdigen. Das, so Syrbe, habe zu einem Umdenken geführt, aus dem die heutige Ausstellung im Museum Peenemünde entstanden sei. Auch Ostvorpommerns Verwaltungschefin forderte, dass Land und Bund sich stärker als bisher für den weiteren Ausbau Peenemündes engagieren.

  • Bürger-Informationsveranstaltung für die Einwohner Peenemündes am 30. August 2026 in der Zwiebel

    Wie die Einwohner Peenemündes durch einen entsprechenden Flyer in ihren Briefkästen in der vergangenen Woche bereits erfuhren, gibt es an diesem Sonntag eine Informationsveranstaltung für alle Bürger des Dorfes. Die Wählergemeinschaft Peenemünde und die Wählergruppe Peenemünde Aktiv laden die Einwohner der Gemeinde am 30. August 2026 um 17:00 Uhr zu einer "Bürger-Informationsveranstaltung" im Saal des Hotels & Restaurant "Zur Zwiebel". Im Rahmen der Veranstaltung wird es aktuelle Informationen aus der Gemeinde geben, Fragen sollen beantwortet und neue Ideen aufgenommen werden. Zudem stellen Wählergemeinschaft und Wählergruppe ihren gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten Rainer Barthelmes vor. Am 20. September wird in der Gemeinde Peenemünde ein neuer Bürgermeister gewählt. Flyer zur Veranstaltung

  • Hoffnungsschimmer durch Leitungswechsel im HTI? Dirk Zache verlässt im Herbst das Peenemünder Museum

    Usedom-Kurier vom 7. Juli 2005: Chef des Museums Peenemünde geht KÜNDIGUNG Die Gemeinde Peenemünde muss sich nach einem neuen Chef für das HTI umsehen. Dirk Zache hat seine Kündigung auf den Tisch gelegt. VON UWE QUOSDORF PEENEMÜNDE. Nach fast zehn Jahren an der Spitze des Historisch-Technischen Informationszentrums (HTI) in Peenemünde sucht Dirk Zache eine neue Herausforderung. Voraussichtlich ab 1. Oktober wechselt er zum Westfälischen Industriemuseum, das von Dortmund aus acht Standorte im Ruhrgebiet unterhält. Der Hauptausschuss der Gemeinde Peenemünde - das HTI ist ein Eigenbetrieb der Kommune - nahm am Dienstagabend die Kündigung Zaches an. „Wir wollen seiner weiteren beruflichen Entwicklung nicht im Wege stehen“, kommentierte Bürgermeister Rainer Barthelmes auf Nachfrage lapidar. Zwischen einigen Gemeindevertretern und der Museumsleitung hatten sich in den vergangenen Monaten die Differenzen über die strategische Ausrichtung und über Möglichkeiten, die Besucherzahlen wieder zu erhöhen, verschärft. Er gehe aber nicht davon aus, dass Zaches Schritt etwas damit zu tun habe, dass man in Sachfragen zum Teil unterschiedlicher Auffassung gewesen sei, meinte Barthelmes. Es sei unbestritten, dass Zache maßgeblichen Anteil an der Entwicklung habe, die das Museum in den vergangenen zehn Jahren genommen habe. Allerdings sei auch die Gemeinde in einer gewissen Verantwortung, . denn bei der derzeitigen Betriebsform müsse sie für Verluste des HTI einstehen. Zache selbst, der gestern Mittag die HTI-Belegschaft in einer Betriebsversammlung von seinem bevorstehenden Weggang unterrichtete: und damit für echte Betroffenheit sorgte, ist um die Peenemünder Einrichtung nicht bange. „Ich denke, dass die Gemeinde verantwortungsbewusst über dieses nationale Erbe befinden wird.“ Zudem scheine auch die Idee einer Stiftung unter Beteiligung des Bundes und des Landes, um die- sich Zache seit langem bemüht, auf dem richtigen Weg zu sein. Er räumte ein, dass er das Museum und die Insel Usedom sehr ungern verlasse, „aber anderswo scheint man mich dringender zu brauchen“, _______________________________________________________________________________________ Ostseezeitung vom 7. Juli 2005: Dirk Zache verlässt im Herbst Peenemünder Museum Insel Usedom. Nach fast zehn Jahren als Leiter des Museums Peenemünde verlässt Dirk Zache jetzt die Insel. Usedom. Wie er am Dienstagabend den örtlichen Hauptausschuss informierte und gestern per Pressmitteilung erklärte, wechselt er voraussichtlich zum Oktober nach Dortmund. Dort ist die Zentrale des Westfälischen Industriemuseums, zu dem unter anderem stillgelegte Zechen in Witten und Bochum, ein Hochofen in Hattingen und ein Schiffshebewerk in Waltrop zählen. Dieser „Ursprungsort: der deutschen Industriedenkmallandschaft" löst für Zache das Kraft¬werk Peenemünde als Wirkungsstätte ab. Hatte er auf Usedom zuletzt 40 Mitarbeiter, sind es künftig 150. „Eine große Herausforderung", meint Zache selbst, der die Gemeinde um Auflösung seines Vertrages als Chef des Eigenbetriebes zum 30. September gebeten hat. „Wir werden ihm keine Steine in den Weg legen", versicherte Peenemündes Bürgermeister Rainer Barthelmes auf OZ-Nachfrage. Für ihn ist solch ein beruflicher Wechsel „völlig legitim", wenngleich er es für schwierig hält, in kürzester Zeit die Führungsposition adäquat neu zu besetzen. Möglicherweise müsse man eine kommissarische Übergangslösung hinbekommen, zumal mit Zaches bisherigem Stellvertreter Peter, Profe ein „Mann der ersten Stunde" bereit stehe. Zache und Barthelmes, die in Sachfragen zur Perspektive des Museums durchaus unterschiedliche Auffassungen vertreten, erklärten indes unabhängig voneinander, aber glaubwürdig, dass diese Meinungsverschiedenheiten nicht der Grund für die Trennung seien. ST.A.

  • Peenemünder Gemeindevertreter beraten über Bauprojekte

    OZ (Usedom-Ausgabe) vom 25.08.2026, S. 10: Peenemünder beraten über Bauprojekte PEENEMÜNDE. Die Peenemünder Gemeindevertreter kommen am Donnerstag, 27.8., um 19 Uhr im Gemeindebüro zusammen. Im Mittelpunkt stehen die Haushaltsplanung für 2027. Beraten wird unter anderem über die Integration von Bahn- und Busverkehr in die UsedomCard, den Sachstand bei den Feuerlöschbrunnen und die Einführung eines Babybegrüßungsgeldes. Auf der Tagesordnung stehen zudem die Neugestaltung des Parkplatzes Kienheide sowie Arbeiten am Gemeindehaus und am geplanten „Haus des Gastes“. Die Vertretung will außerdem die Aufstellung zweier Bebauungspläne für neue Wohngebiete beschließen.

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