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  • Vereinstreffen und Jahreshauptversammlung 2013

    Unser traditionelles Treffen mit Jahreshauptversammlung fand vom 27. bis 29. September 2013 in Karlshagen, Peenemünde und Zinnowitz (Hotel Baltic) statt. Am Freitag wurde wieder unser Erinnerungsfoto vor der A 4 im HTM geschossen. Anschließend hatten wir Gelegenheit die neue Ausstellung (in der Erarbeitungsphase) zum Thema: „OPERARTION CROSSBOW und die Auswirkungen auf Peenemünde“ zu besichtigen. Diese Sonderausstellung wurde am 19. November 2013 im HTM eröffnet. Wir konnten feststellen, dass unter Leitung von Manfred Kanetzki eine aussagekräftige und optisch hervorragende Darstellung der Zeit vor 70 Jahren, erarbeitet wurde. Diese Ausstellung leistet einen herausragenden Beitrag, wieder ein Stück Peenemünder Geschichte den Museumsbesuchern zu erschließen. Vereinsmitglieder vor dem Modell der A-4 im HTM (Foto: D. Frenzel) Auch dieses Mal haben wir dem „Müggenhof“ einen Besuch abgestattet, wo wir wieder mit Kaffee und Kuchen überrascht wurden. Die Fortschritte bei der Ausgestaltung des Raumes, sowie der kleinen Ausstellung waren nicht zu übersehen. Der Besuch des P VII fand wiederum viele Interessenten aus unserm Verein. Gefreut haben wir uns, dass wir wieder die Brüder John und William Pavelin aus England als unsere Gäste begrüßen konnten. Sie ließen es sich nicht nehmen, der vor 70 Jahren, abgeschossenen englischen Bomberbesatzung zu gedenken. An dem Flugzeugwrack im Kölpinsee brachten sie eine Gedenktafel an. Brüder John und William Pavelin aus England gedachten der vor 70 Jahren, abgeschossenen englischen Bomberbesatzung. An dem Flugzeugwrack im Kölpinsee brachten sie eine Gedenktafel an. (Fotos: S. Lottes) Für den Sonnabend hatte der Vorstand zusammen mit dem Technikverein eine Vortragsreihe unter dem Motto „Peenemünde – für einen Neuanfang“ im Haus des Gastes in Karlshagen organisiert. Kompetente, hervorragende Redner konnten für diese Vortragsreihe gewonnen werden. So Prof. Dr.-Ing. habil Robert H. Schmucker, Dr.-Ing. Olaf Przybilski, Manfred Kanetzki und Prof. Mathias Blochwitz. Die Vortragenden spannten den Bogen von Peenemünde als Keimzelle der Raketentechnik und Raumfahrt, über das Raketenerbe der Alliierten bis zu historischen Filmdokumenten über den Beginn der Entwicklung der Raketentechnik und Raumfahrt. Manfred Kanetzki verstand es in seinem Vortrag das Drama der Bombenangriffe auf Peenemünde/Karlshagen anschaulich darzustellen. Reger Besuch bei der Vortragsreihe Peenemünde – für einen Neuanfang (Foto: L. Hübner) Die Redner der Vortragsreihe „Peenemünde – für einen Neuanfang“ , v.l.: Prof. M Blochwitz; Prof. Dr. Ing. habil R. Schmucker; M. Kanetzki; Dr.-Ing. Olaf Przybilski (Foto L. Hübner) Ein gemeinsamer Abend mit vielen interessanten Gesprächen im Hotel Baltic schloss diesen ereignisreichen Tag ab. An dieser Stelle sei ein herzliches Dankschön an die Herren Dornbusch, Senior und Junior, sowie an alle Mitarbeiter des Hotels Baltic ausgesprochen. Sie haben wieder dafür gesorgt, dass wir uns sehr wohl fühlten. Die wesentlichsten Inhalte und Probleme des Treffens und der Jahreshauptversammlung: Den Bericht des Vorstandes erstattete Volkmar Schmidt, den Bericht des Schatzmeisters erstattete Lutz Hübner und den Bericht der Revisionskommission Dieter Frenzel. Klaus Felgentreu erläuterte die Gründe für die Satzungsänderung unseres Vereins. Im Infoblatt 3/2013 auf Seite 2, Pkt. 1, sind die Änderungen kurz erläutert. Anwesend waren 19 Mitglieder und 7 Gäste. Die Satzungsänderung wurde einstimmig beschlossen. Die gehaltenen Berichte wurden ebenfalls einstimmig bestätigt und damit der Vorstand für 2012/13 entlastet. In unserer Vereinsarbeit werden wir immer wieder mit einer einseitigen Darstellung der Peenemünder Geschichte konfrontiert. Ja man versteigert sich sogar darin, historisch falsche Darstellungen in der Presse (z. B. OZ vom 15.10.13, Seite 13) zu Peenemünde zu veröffentlichen. Wir sagen immer wieder: „Die Peenemünder Geschichte stellen wir so dar, wie sie war und nicht wie man sie gern hätte!“ In Peenemünde wurden die Grundlagen für den Flug in den Weltraum geschaffen. Wir sehen aber auch, dass in Peenemünde eine neue Waffentechnologie entwickelt wurde, die von den Nazis auf das Schlimmste missbraucht wurde. Bestimmte politische Gruppierungen sprechen von Peenemünde aber nur von „Täterort und Opferort“ in einem und wollen uns vorschreiben, wie wir mit der Peenemünder Geschichte umzugehen haben. Die Legenden um Peenemünde stricken nicht wir, sondern andere, wie Presse, Publikationen usw. Noch mal! Eine absolute einseitige Darstellung der Peenemünder Geschichte lehnen wir ab. Das Peenemünde auch anders gesehen wird, das beweisen die Besuche von Astronauten und Kosmonauten im Peenemünder Museum und am P VII. Die Zusammenarbeit mit dem HTM, insbesondere mit Herrn Gericke, hat sich gut entwickelt. Das spiegelte sich auch in der Organisation der Gedenkveranstaltung zum 70. Jahrestag des englischen Bombenangriffs auf Peenemünde wider. Hervorzuheben war in diesem Zusammenhang das gute Zusammenwirken mit den Bürgermeistern der Gemeinden Karlshagen, Frau Seiffert und Peenemünde, Herr Barthelmes, sowie mit der evangelischen Kirchengemeinde Karlshagen. Leider ist es nicht gelungen die Ausstellung aus Huntsville zum 100. Geburtstag von Wernher von Braun, zu bekommen. Zu teuer (ca. 50.000 EUR) sagt die Landesregierung. Die Ausstellung über die Fernerkundung der Erde mittels Satelliten war für das Museum in Peenemünde ein voller Erfolg. Wir würden uns freuen, und unterstützen es, wenn es gelingt in Zusammenarbeit mit dem Raumfahrtmuseum Moskau, eine Ausstellung über das Wirken von Sergej Koroljow und Wernher von Braun nach Peenemünde zu bekommen. Dass Peenemünde auch international hoch im Kurs steht, beweist die Auszeichnung des HTM mit dem EUROPA NOSTRA PREIS. Großen Anteil daran hat der Restaurator Wolfgang Hofmann. Insgesamt geht es also vorwärts. Für die nächste Zeit ist es notwendig das gegenwärtige Museumskonzept den neuen Anforderungen anzupassen. Wir wollen da tatkräftig mitwirken. Die 4-köpfige Projektgruppe Heimatgeschichte der Heinrich-Heine-Schule Karlshagen, unter Leitung von Frau Juretzko, arbeitet weiter intensiv an einer Briefmarkenausstellung zur Raumfahrt in der Zeit des Kalten Krieges. Die Ausstellung wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Jahres 2014 fertig sein. Beim letzten Treffen mit der Gruppe, am 06. November, wurden nochmals Inhalte und Form diskutiert. Auf Einladung haben unsere Vorstandsmitglieder an verschiedenen Veranstaltungen von Vereinen teilgenommen. Der Austausch von Erfahrungen und die Erweiterung der Kenntnisse über die Luft- und Raumfahrt spielten dabei eine wesentliche Rolle. Im Infoblatt sind dazu noch ein paar ergänzende Ausführungen zu finden. Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern hält weiterhin an ihren Plänen zur Öffnung des Deiches zwischen Karlshagen und Peenemünde fest. Als Mitglied der Bürgerinitiative lehnen wir das Projekt weiterhin kategorisch ab. Die Realisierung dieser Pläne würde einen Eingriff in die geschützte Denkmallandschaft bedeuten und zur Schädigung der Anlagen in den Peenewiesen führen. Mitgliederbewegung Unser Verein hat gegenwärtig 86 Mitglieder in der Bundesrepublik und im Ausland. Wir freuen uns, dass Prof. Dr.-Ing. habil. Robert Schmucker den Antrag zur Aufnahme in unseren Verein gestellt hat. Prof. Schmucker ist ein international renommierter Fachmann für zivile und militärische Raketentechnik mit mehr als 50 Jahren Erfahrungen auf dem Gebiet der Raketen, Flugkörper und Raumfahrt. 1994 bis 1998 gehörte er als Waffeninspektor der UNO-Spezialkommission im Irak an. Er ist Mitglied oder Ehrenmitglied in vielen internationalen und allen wichtigen deutschen Ingenieurverbänden, die sich mit Raketentechnik befassen. Er hat ein grundlegendes Buch über Hybridraketenantriebe geschrieben. Viele Fachartikel von ihm sind erschienen. Als Ehrenmitglied unseres Vereins wurde Konsul a. D. Hermann Walter Sieger ausgezeichnet. Vorstandstätigkeit Der Vorstand hat 2012/13 in folgender Zusammensetzung gearbeitet: 1. Vorsitzender Volkmar Schmidt 2. Vorsitzender Klaus Felgentreu Schatzmeister Lutz Hübner Mitglieder Ulrike Chust Dieter Frenzel Joachim Saathoff Der Vorstand tagt monatlich am 1. Montag. Es besteht für alle Vereinsmitglieder die Möglichkeit an den Vorstandsitzungen teil zu nehmen. Zu den organisatorischen Aufgaben wurden die Probleme bearbeitet, die von Pkt. 1 bis Pkt 6 im vorhergehenden Wortlaut aufgeführt sind. Das Infoblatt wird auch weiterhin in bewährter Form, vierteljährig, alle Mitglieder über Aktivitäten des Vereins und seines Vorstandes informieren. Telefonisch und per E-Mail sind wir unter der angegebenen Adresse (siehe Infoblatt vorletzte Seite) zu erreichen. Das nächste Peenemünder Treffen mit Jahreshauptversammlung findet vom 12.09.14 bis 14.09.14 statt. Die Vortragsreihe wollen wir fortsetzen. Angedacht ist auch wieder eine kleine Exkursion. Die Jahreshauptversammlung wollen wir im Baltic planen. Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender Förderverein Peenemünde e. V. Meinungsaustausch während der Versammlungspause zur Jahreshauptversammlung (Foto: L. Hübner)

  • Peenemünder Treffen und Jahreshauptversammlung 2014

    Wie geplant haben wir vom 12.09. bis 14.09.2014 unser traditionelles Treffen und am Sonnabend unsere Jahreshauptversammlung im „Baltic“ durchgeführt. Unsere 2. Vortragsreihe fand wieder im Haus des Gastes in Karlshagen statt. Eingebunden waren der Peenemünde-Tag im HTM mit Foto, sowie die schon traditionelle Kaffeetafel im Müggenhof. ielen Dank an die Mitarbeiter dort, die sich große Mühe gegeben haben uns mit schmackhaftem Kuchen und Kaffee zu bewirten. Von einer Fahrt zum P VII wurde auch rege Gebrauch gemacht. Zu aller Freude konnten wir weitere Fortschritte bei der Ausgestaltung der Räume entdecken. Die Vortragsreihe haben wir dieses Mal am Sonntag durchgeführt. Schade war, dass der erste Vortrag von Herrn Rohrwild nicht richtig bei den Zuhörern ankam. Das lag sicher an der Art und Weise des Vortrages. Dafür waren die Vorträge von Herrn Frank und Kopsch sehr anschaulich und interessant. Bedanken möchten wir uns besonders bei Herrn Frank und seiner Tochter. Lampoldshausen und seine Geschichte der Prüfstände macht Lust zu einem Besuch an diesem Ort. Bewundernswert, was dort im Laufe von 55 Jahren entstanden ist. Herzlich begrüßte Gäste waren wieder unsere englischen Freunde, die Brüder John und William Pavelin. Zur Jahreshauptversammlung: (Teiln.: 17 Mitglieder, 4 Gäste) 1. Angesprochen wurde, dass es notwendig und wichtig ist, sich konkrete Gedanken zu machen, über die weitere Aufarbeitung der Peenemünder Geschichte, eingeschlossen die Geschichte der 1. Flottille der Volksmarine und des Jagdfliegergeschwader 9 der Luftstreitstreitkräfte der DDR. Es ist nicht nur eine museale, sondern auch eine politische Aufgabe sich damit auseinanderzusetzen. Es ist an der Zeit, dass besonders auswärtige Besucher von Peenemünde über diese Zeit informiert werden. 2. Wichtig ist es, Peenemünde und seine Geschichte in die Öffentlichkeit zu tragen. Wir nutzen die Möglichkeit mit Vorträgen auf Fahrgastschiffen, die in Peenemünde anlegen. Herr Kanetzki und Herr Hübner sind in dieser Richtung bereits aktiv geworden. 3. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Bürgermeister von Karlshagen, Herrn Höhn, sowie mit dem Heimatverein Karlshagen soll unbedingt weiterentwickelt werden. Karlshagen spielt auch in der Peenemünder Geschichte eine wesentliche Rolle, beginnend von 1936 bis in die Gegenwart. Am 21. Oktober 2014 fand dazu ein Treffen mit dem Heimatverein Karlshagen statt. 4. Der Vorstand arbeitet mit dem IFR, dem Museumsverein Peenemünde und dem Förderverein Technikmuseum zusammen. Da sich eine Interessengemeinschaft „Raumfahrt Mecklenburg-Vorpommern“ gegründet hat, sind wir auch hier präsent. An der Gründungsversammlung am 13. Juni 2014 in Rostock haben Volkmar Schmidt und Manfred Kanetzki teilgenommen. Mit der Aufnahme von Uwe Schmaling als Vereinsmitglied wurde gleichzeitig der Kontakt zum Verein „Initiative 2000 plus“ hergestellt. Damit sind wir auch ständiger Gast bei den Raumfahrttagen in Neubrandenburg und unterstützen den traditionellen Besuch zum Raumfahrtforum in Peenemünde. 5. Wir müssen feststellen, dass nach wie vor in Ausstellungen, Publikationen und Medien eine einseitige Darstellung der Geschichte von Peenemünde betrieben wird. Die wissenschaftlich-technischen Leistungen der Peenemünder, die bis heute auf die Raketenentwicklung Einfluss haben, werden eng mit den Verbrechen der SS verknüpft und damit herabgewürdigt. Es ist nun mal eine Tatsache, dass Peenemünde der Geburtsort der modernen Raketentechnik ist. Zum HTM Wir können auch für 2014 feststellen, dass wir mit dem Leiter des HTM, Herrn Gericke gut zusammenarbeiten. Die Stellen des Kurators und des Archivars sind nach dem Weggang von Mühldorfer-Vogt und Manfred Kanetzki neu besetzt. Im Infoblatt 2-2014 haben wir bereits über Herrn Dr. Aumann und Herrn Köhler berichtet. Beide haben sich dem Vorstand vorgestellt und ihre Sichtweisen und Ziele bei der Erforschung der Peenemünder Geschichte dargelegt. (Siehe Infoblatt 2/2014 S. 2) Das HTM nimmt an einem Projekt zur Digitalisierung der Archivbestände teil, damit ist es möglich, Unterlagen über das Internet abzurufen. Wir unterstützen diese Sache. Die Ausstellung über die Bombenangriffe über Peenemünde, erarbeitet von Manfred Kanetzki, war ein voller Erfolg und eine der besten im HTM. Leider wurde sie zu zeitig abgebaut. Noch heute fragen Besucher danach. Vielleicht lassen sich Teile dieser Ausstellung in die gegenwärtige Ausstellung integrieren. Die nachfolgenden Ausstellungen haben nur wenig oder gar keinen Bezug zu Peenemünde. Gegenwärtig wird der Aufzug zum Dach des Kraftwerkes gebaut. Hoffentlich zieht das wieder mehr Besucher ins Museum. Zur Vorstandstätigkeit und Mitgliederbewegung Unser Verein hat gegenwärtig 87 Mitglieder. Über Telefon und Infoblatt halten wir Verbindung zu ihnen. Der Vorstand arbeitet nach wie vor in der gewählten Zusammensetzung: 1. Vorsitzender Volkmar Schmidt 2. Vorsitzender Klaus Felgentreu Schatzmeister Lutz Hübner Mitglieder: Ulrike Chust Dieter Frenzel Joachim Saathoff Der Vorstand tagt monatlich am 1. Montag des Monats. Jedes Mitglied kann daran teilnehmen. Wir freuen uns, dass Manfred Kanetzki diese Möglichkeit nutzt und uns in unserer Arbeit tatkräftig unterstützt. Das Infoblatt wird auch in Zukunft vierteljährig erscheinen und allen Mitgliedern zugeschickt. Hier wird der Vorstand die Möglichkeit nutzen, aktuell zu anstehenden Fragen, Inhalten und Problemen zu informieren. Es wurde beschlossen auch 2015 die Vortragsreihe im Haus des Gastes Karlshagen fortzusetzen. Dazu wird der Ablauf an diesem Tag besser organisiert. Das nächste Treffen mit Jahreshauptversammlung führen wir vom 25.09.2015 bis 27.09.2015 durch. Über den Inhalt wird rechtzeitig informiert. Bitte stellen sie sich darauf ein, weil auf der letzten Jahreshauptversammlung ein früherer Termin genannt wurde. Wir haben den Termin auf vielfachen Wunsch geändert. Klaus Felgentreu 2. Vorsitzender Förderverein Peenemünde e. V. Gruppenbild vor dem Modell des A-4 im HTM am 12.09.2014 (Foto: K. Hampel)

  • Marode Wohnblöcken in der Peenemünder Bahnhofstraße sollen abgerissen werden

    Abgesperrte Blöcke in der Bahnhofstraße. (Foto: A. Dröse) Ostseezeitung vom 28.10.2010: Peenemünde: Tage der Ruinen sind gezählt Viele „heiße Eisen“ wurden gestern bei einem Arbeitstreffen zur Ortsentwicklung von Peenemünde angesprochen. Im Fokus stand auch die Wohnsituation. Von HENRIK NITZSCHE Peenemünde (OZ) Die Ortsentwicklung nimmt in Peenemünde weiter Fahrt auf: Die maroden Blöcke in der Bahnhofstraße 1-20 sollen bis zum Ende des ersten Quartals 2011 abgerissen werden. Darüber wurde gestern im Rahmen eines Arbeitsbesuches des Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium, Dr. Stefan Rudolph (CDU), im Historisch-Technischen Museum Peenemünde informiert. Mit Unterstützung des Wirtschaftsministerium kann die Gemeinde das Areal vom Eigentümer, einem dänischen Konsortium, erwerben. Das Verkehrsministerium fördert den Abriss. Mit dem Rückbau der Ruinenzeile erhoffen sich die Peenemünder eine bessere Vermarktung des angrenzenden Wohngebietes. 16 Eigenheime sind dort bereits entstanden, Platz wäre allerdings für 50. Weil sich die ruinösen Blöcke gegenüber der Haltestelle der UBB befinden, war das der erste Eindruck, den die Urlauber von Peenemünde bekamen, benannte Bürgermeister Rainer Barthelmes ein weiteres Argument für den geplanten Abriss. Die „Bahnhofstraße“ war neben Hafen oder Marinestützpunkt nur ein Schwerpunkt der gestrigen Runde mit Vertretern von Ministerien, des Kreises, EWN, des Amtes und der Gemeinde. „Uns geht es um die zukünftige Entwicklung des einstigen Militärstandortes Peenemünde. Hier wird einerseits Geschichte mit der notwendigen Sorgfalt aufgearbeitet, andererseits wollen wir den Menschen die Chance geben, den Ort weiter zu entwickeln“, so Rudolph. Um den Peenemündern ein soziales Umfeld zu bieten, wie sie es sich wünschen, „nimmt das Land viel Geld in die Hand“, betonte der Staatssekretär. „2011 werden wir schon erste Ergebnisse sehen.“ Neben der „Bahnhofstraße“ gebe es auch Bewegung mit den zwei Blöcken in der Hauptstraße. Wie Frauke Hilgemann vom Wirtschaftsministerium mitteilte, habe es Gespräche zwischen dem Land und dem Eigentümer (eine holländische Firma) der 100-WE-Blöcke gegeben. Zwar habe sich der Eigentümer gegen einen Abriss ausgesprochen, allerdings wolle er zur Verbesserung der Optik beitragen. „Eventuell könnten die beiden oberen Etagen abgetragen und die Blöcke mit einem Satteldach ausgestattet werden“, so Frauke Hilgemann. Sie rechnet mit einem Sanierungsaufwand von zwei Millionen Euro. Bei der Suche nach einer Bank für einen Kredit werde das Land dem Eigentümer helfen. „Wir haben bei diesen Blöcken nicht nur das Problem, dass sie in einem katastrophalen Zustand sind. Das ist auch ein sozialer Brennpunkt in der Gemeinde“, so Rainer Barthelmes. ________________________________________________________________________________ Ostseezeitung vom 14.10.2010: Spuk in Peenemünder "Geisterviertel" bald vorbei Acht Jahre lang mussten die Peenemünder mit den maroden Wohnblöcken in der Bahnhofstraße leben. Jetzt finanziert das Land den Erwerb und den Abriss. Von HENRIK NITZSCHE Peenemünde. Die Tage des „Geisterviertels" in Peenemünde sind gezählt. Für 600 000 Euro wird die Gemeinde Peenemünde das rund 13 000 Quadratmeter große Grundstück inklusive der maroden Wohnblöcke in der Bahnhofstraße vom jetzigen Eigentümer, dem dänischen Konsortium Airport Development A/S, erwerben. Dazu verabschiedete die Gemeinde jüngst den ersten Nachtragshaushaltsplan 2010. Dass der Kauf aber nicht aus der Gemeindekasse finanziert werden muss, ist einem „bedingt rückzahlbaren Darlehen des Landes zu verdanken“, wie die Kämmerin des Amtes Usedom-Nord, Kerstin Teste, in der jüngsten Gemeindevertretersitzung informierte. Nach "dem Abriss der zehn Wohnblöcke soll das Areal kleinteilig bebaut werden. „Vorgesehen sind Wohnbebauung, Einzelhandel, touristische Nutzung sowie Grünflächen. Je nach Einnahmen zahlen wir das Darlehen m das Land zurück“, so die Kämmerin. Der Abriss werde ebenfalls durch Schwerin unterstützt. 50 Euro je Quadratmeter (bei der vorhandenen Wohnfläche von rund 5000 Quadratmeter sind das insgesamt 250 000 Euro) gibt es dazu aus einem Abrissprogramm des Landes. Ob mit den Abbrucharbeiten bereits in diesem Jahr begonnen werden kann, konnte Bürgermeister Rainer Barthelmes noch nicht sagen. Er ist froh, dass nach gut acht Jahren dieser Schandfleck an der Hauptzufahrt zum Historisch-Technischen Museum endlich verschwinden soll. Dies könnte ein Impuls für die weitere Vermarktung des benachbarten Wohngebietes sein, hofft die Kämmerin. Bei aller Euphorie um den Gratis-Abriss der Häuser in der Bahnhofstraße gab die Abgeordnete Erika Szostak zu bedenken, auch an die Blöcke in der Hauptstraße zu ' denken. „Das Land ist gegenwärtig nicht bereit, diese zu erwerben", sagte die Kämmerin.

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